Gertrud Bing

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Gertrud Bing (* 7. Juni 1892 in Hamburg; † 3. Juli 1964 in London) war eine deutsche Kunstwissenschaftlerin, Philosophin und Institutsleiterin.

Seit 1921/22, nach ihrer philosophischen Promotion an der Hamburger Universität bei Ernst Cassirer, Mitarbeiterin von Aby Warburg, dessen Gesammelte Werke (1932) sie seit seinem Tod edierte. Bing half dabei, die Warburg-Bibliothek 1933 vor dem Zugriff der Nationalsozialisten nach London zu retten.

In London half sie Mitemigranten. Nach Fritz Saxl und Henri Frankfort wurde sie seit 1955 als Professorin Leiterin des Warburg Institute, das 1944 in die University of London eingegliedert worden war. 1959 Eintritt in den Ruhestand. Eine von Bing über Jahrzehnte geplante Warburg-Biographie blieb aus Krankheitsgründen unbeendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Gombrich: Gertrud Bing, 1892–1964. In: Gertrud Bing in Memoriam. The Warburg Institute, London 1965, S. 1-3.
  • Ernst Gombrich: Gertrud Bing zum Gedenken. In: Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen, Bd. 10 (1965), S. 7-12.
  • Karen Michels (Hrsg.): Aby Warburg. Mit Bing in Rom, Neapel, Capri und Italien. Karen Michels auf den Spuren einer ungewöhnlichen Reise. CORSO, Hamburg 2010. ISBN 978-3-86260-002-1
  • Hans-Michael Schäfer: Bing, Gertrud in: Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hrsg.): Das Jüdische Hamburg – ein historisches Nachschlagewerk, Göttingen 2006 S. 36 f
  • Ulrike Wendland: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler. Saur, München 1999, Bd. 1, S. 56-59

Weblinks[Bearbeiten]