Gertrud Frisch-von Meyenburg

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Gertrud (genannt „Trudy“) Anna Constance Frisch-von Meyenburg (* 1916; † 2009)[1] war eine Schweizer Architektin und die erste Ehefrau des Schriftstellers Max Frisch.

Leben[Bearbeiten]

Gertrud von Meyenburg wurde als Tochter des Pathologen Hans von Meyenburg geboren und verbrachte ihre Kindheit in Lausanne, Zürich und Herrliberg.

Wie schon ihr älterer Bruder studierte sie an der ETH Zürich Architektur. 1938 absolvierte sie ein einjähriges Praktikum in einem Architekturbüro in Rom, wo sie im Zusammenhang mit der Stadtsanierung alte Stadthäuser erfasste. 1940 machte sie in Zürich ihr Diplom. Während des Studiums lernte sie Max Frisch, der ebenfalls Architektur studierte, kennen, den sie am 30. Juli 1942 heiratete. Das Paar hatte drei Kinder: Ursula Priess-Frisch (*1943) – welche die Beziehung zu ihrem berühmten Vater in einem 2009 veröffentlichten Buch literarisch aufarbeitete[2] -, Hans Peter (*1944) und Charlotte (*1949).

Seit 1954 lebte Max Frisch getrennt von seiner Familie, 1959 wurde die Ehe geschieden. Trudy Frisch-von Meyenburg begann wieder als Architektin zu arbeiten und machte sich selbständig. Eine ihrer wichtigsten Arbeiten ist das Schulhaus Auzelg in Zürich-Schwamendingen (1973).[3] Sie unterstützte den Wiederaufbau alter Gutshöfe im Umfeld der Kooperative „Longo Maï“ in Frankreich. Sie schuf zudem nach italienischen Bauvorbildern die Spielzeugkästen „Borgo“ und „Rocca“, mit bemalten Holzklötzen, die sich zu Städtchen oder Siedlungslandschaften zusammenstellen liessen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willi Wottreng, Gutshöfe und Spielzeugdörfer: Trudy Frisch-von Meyenburg, erste Ehefrau von Max Frisch, ist 93-jährig gestorben. NZZ am Sonntag, 17. Mai 2009, S. 16.
  2. Martin Ebel. War Max Frisch ein Rabenvater? Tages-Anzeiger, 28. Mai 2009.
  3. Daniel Suter, Schulhäuser sind die heimlichen Paläste Zürichs. Tages-Anzeiger, 4. März 2009