Gertrude (Telekommunikation)

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Als Gertrude bezeichnet man ein akustisches Unterwasser-Telefon, das vorrangig von U-Booten eingesetzt wird.

Die Reichweite ist stark begrenzt und von der Wassertiefe und -temperatur abhängig. Die Gertrude funktioniert nicht durch die Thermokline. Vereinfacht gesagt ist eine Gertrude ein starker Lautsprecher, der die Schallwellen direkt in das umgebende Wasser abstrahlt. Die passiven Sensoren (Sonar) eines anderen Bootes oder Schiffes können diese Wellen auffangen.

Da der Frequenzumfang der menschlichen Sprache stark durch das Hintergrundgeräusch des Wassers überlagert wird, ist die verständliche Kommunikation nur innerhalb einer sehr eingeschränkten Distanz möglich.

Obwohl Wasserschall den heutigen Kommunikationsanforderungen nur sehr unzureichend genügt, sind bei Übertragungsstrecken über (je nach Trübung des Wasser) von 10 bis 300 m hinaus elektromagnetische Wellen praktisch ungeeignet, der Wasserschall also ohne Alternative. Bereits im 2. Weltkrieg wurde das Unterwassertelefon, UT oder Gertrude eingesetzt. Es handelte sich um eine analoge Sprachübertragung in SSB-Technik im oberen Seitenband mit 9 kHz als Träger und dem aus der damaligen Telefonie gebräuchlichen Frequenzbereich 300 Hz bis 3 kHz. Insbesondere im Flachwasser war der Empfang wegen der Mehrwegeübertragung äußerst schlecht. Es stand auch nur dieser eine Frequenz-Kanal zur Verfügung. Inzwischen werden Übertragungsverfahren aus der modernen Mobilfunktechnik eingesetzt, die wegen der schlechten Ausbreitungsverhältnisse und der geringen verfügbaren Bandbreite (vorwiegend Frequenzen zwischen 5 kHz und 40 kHz) aber auch nur geringe Informationsmengen und Reichweiten zulassen.

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