Gesamtrettungssystem

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO 21:28, 4. Nov. 2012 (CET)
Gesamtrettungssystem einer Cirrus, aufgenommen von der NASA

Ein Gesamtrettungssystem (engl. ballistic recovery system, BRS) dient in der Luftfahrt dazu, bei technischen Störungen das Überleben der im Luftfahrzeug befindlichen Personen zu ermöglichen, indem das gesamte Luftfahrzeug mit den Insassen an einem Rettungsfallschirm zu Boden schweben kann.

System und Anforderungen[Bearbeiten]

Gesamtrettungssysteme bestehen aus einer Rakete, die nötigenfalls die Luftfahrzeugwand an einer Sollbruchstelle durchschlagen kann und einen sehr großen Rundkappenfallschirm aus dem Luftfahrzeug zieht, der für das Gesamtgewicht des Luftfahrzeugs mit seinen Passagieren ausgelegt ist.[1] Die Herausforderung bei der Konstruktion eines Gesamtrettungssystems besteht darin, nach dem Auslösen das Fluggerät aus einer eventuell hohen Geschwindigkeit abzubremsen, ohne die Flugzeugzelle zu überlasten, sowie die Sinkgeschwindigkeit am Schirm so gering zu halten, dass der Aufprall keine schweren Verletzungen der Insassen nach sich zieht.

Gesamtrettungssysteme funktionieren sehr gut und sehr schnell auch in geringen Höhen, in denen ein Fallschirmabsprung aus dem Flugzeug aus zeitlichen oder physikalischen Gründen (Lastvielfaches) bis zum Aufschlag nicht mehr möglich wäre.

Einsatzbereiche[Bearbeiten]

Die Anforderungen an Gesamtrettungssysteme führen dazu, dass sie zurzeit nur für leichte und langsame Flugzeuge verfügbar sind. Das beinhaltet vor allem Ultraleichtflugzeuge und einige einmotorige Reiseflugzeugtypen wie z.B. die Cirrus SR22 sowie derzeit ein verfügbares System für Segelflugzeuge.

Rechtliches in Deutschland[Bearbeiten]

Gesamtrettungssysteme benötigen in Deutschland eine Zulassung inklusive ausgiebiger Tests.[2]

Für Ultraleichtflugzeuge (ausgenommen Ultraleicht-Tragschrauber) ist nach der Betriebsordnung für Luftfahrtgerät (LuftBO) § 3 der Einbau eines zugelassenen Gesamtrettungssystems vorgeschrieben.

Erfolg[Bearbeiten]

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Über 170 europäische Luftsportler (Stand 8/2004) verdanken ihr Leben diesen Gesamtrettungssystemen.

Abgrenzung[Bearbeiten]

Kleinere Luftsportgeräte, wie Hängegleiter, verfügen für den Rettungs-Zweck meist über einen einfachen Rettungsfallschirm.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handbuch für BRS-5 / -6. In: brs-vertrieb.de. Ballistic Recovery Systems – Sales & Service Center Europe, abgerufen am 25. Mai 2013 (pdf; 1,2 MB).
  2. DULV, DAeC: Lufttüchtigkeitsforderungen für Rettungsgeräte für Ultraleichtflugzeuge. bekannt gemacht in den NfL II - 122/99. In: dulv.de. Luftfahrt Bundesamt, 30. September 1999, abgerufen am 25. Mai 2013 (pdf; 253 kB).