Geschichte der Krankenpflege

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Krankenschwestern am Hopital General in Montreal, Kanada. 1894

Die Geschichte der Krankenpflege beschreibt die Entwicklung der Versorgung und Betreuung von Menschen aller Altersstufen, von Familien oder Lebensgemeinschaften, sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen.[1] Dabei ist die Pflegegeschichte untrennbar mit Entwicklungen in anderen Fachbereichen wie der Paläopathologie, der Medizin, der Sozialwissenschaft und der Theologie verbunden und ist über weite Strecken ihrer Entwicklung Teil deren Geschichte, insbesondere der Geschichte der Medizin. Die aus der ursprünglichen Notwendigkeit der Pflege kranker oder schwächerer Mitglieder einer Gemeinschaft entstandene nicht-berufliche Pflege entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte über einen vom ethischen Grundmotiv der Nächstenliebe getragenen Aufgabe zu einen medizinischen Assistenzberuf zu einem professionellen Dienstleistungsberuf. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts existiert innerhalb des beruflichen Spektrums der Pflege eine Vielzahl eigenständiger Berufsgruppen, die sich hinsichtlich ihrer Zielgruppen wie der Kinder- oder alten Menschen und ihrer medizinischen und sozialen Ausrichtung, beispielsweise der Heilerziehungspflege oder psychiatrischer Pflege, unterscheiden lassen.


Pflegegeschichte und Pflegeforschung[Bearbeiten]

Im Gegensatz zur Medizingeschichte verfügt die Pflegegeschichte nicht über eine tief verankerte Tradition und Institutionalisierung innerhalb des Berufsbildes und des Selbstverständnisses der Pflege innerhalb der letzten Jahrhunderte. Im Zuge der zunehmenden Professionalisierung und der Akademisierung des Berufsbereichs der Pflege im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelte sich aber insbesondere gegen Ende des 20. Jahrhunderts das Bedürfnis die eigene berufliche Entwicklung und die Veränderung der Rolle in sozialen, politischen und gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen, wie auch die verschiedenen Weiterentwicklungen des pflegetheoretischen Hintergrundes und der Pflegemodelle in einem historischen Kontext zu verstehen. Da die Pflegegeschichte nur in Ansätzen innerhalb der Medizingeschichte und der europäischen Pflegewissenschaft verortet ist, wird und wurde die Erforschung der Geschichte der Pflege überwiegend von Laien, interessierten Pflegekräften und Pflegeforschern betrieben, die zumeist über keine geschichtswissenschaftliche Ausbildung verfügen. In der weltweit führenden angloamerikanischen Pflegeforschung ist die wissenschaftliche Untersuchung der Pflegegeschichte weiter entwickelt und arbeitet dort eng mit anderen Fachbereichen zusammen. In jüngerer Zeit wurden jedoch an europäischen medizinhistorischen Instituten auch Forschungsprojekte aus dem Bereich der Pflegegeschichte begonnen, an denen unter anderem Historiker mit einer pflegefachlichen Ausbildung teilnehmen, um die geschichtswissenschaftliche Untersuchung der Pflege voranzutreiben. Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen, sowohl von Laien wie auch Historikern, sind neben der Medizingeschichte Teil der Ausbildung von Pflegefachkräften aller Bereiche und werden im Rahmen der Berufskunde unterrichtet.[2]

Abriss der Pflegegeschichte[Bearbeiten]

Nichtberufliche Pflege[Bearbeiten]

Das altruistische Motiv Menschen zu unterstützen, die wegen ihres Alters, einer Krankheit, Verletzungen oder aufgrund sozialer Missstände Hilfe benötigen ist in allen Gesellschaften und Religionen verbreitet. Aus dieser Motivation heraus wurden Kinder und Alte gepflegt, Arme unterstützt und versucht Schmerz zu lindern. Die Pflege ist in der Regel kompensatorisch, beispielsweise werden gebrochene Knochen geschient, schmerzlindernde Lagerungen angewendet, Grundbedürfnisse wie Ernährung durch Eingabe von Nahrung gestillt, Säuglinge gewickelt und alte Menschen bei der Bewegung unterstützt. Diese Form des Versorgens und Betreuens Anderer stützt sich nicht auf einen dahinter stehende spezifische Berufsausbildung oder eine pflegetheoretische Konzeption, sondern beruht auf empirischen Erfahrungswerten und wird als nichtberuflich bezeichnet. Viele dieser ursprünglichen Aufgaben werden trotz der Entwicklung der verschiedenen Pflegeberufe auch in der Neuzeit weiterhin vom sozialen Umfeld des Pflegebedürftigen geleistet. Diese in der Regel nicht bezahlte Arbeit, die meist durch Frauen erbracht wird, ist auch im 21. Jahrhundert in den meisten Gesellschaften eine zentrale Aufgabe der Familie, die die verschiedenen Gesundheitssysteme nicht leisten können. Die neuzeitliche nichtberufliche Pflege wird nach der Entwicklung der professionellen Pflege innerhalb der Pflegegeschichte nicht berücksichtigt.

Frühzeit[Bearbeiten]

Trepanierter Schädel aus der Jungsteinzeit

Aus den Forschungsergebnissen der Paläopathologie und Anthropologie lässt sich darauf schließen, dass die Pflege anderer Menschen bereits in frühmenschlichen Gruppen Teil des sozialen Gefüges war. Neben der Aufzucht und der Pflege der Säuglinge und Kinder, weisen verschiedene fossile Funde für das Mittelpaläolithikum die erfolgreiche Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen nach, für die ein Überleben des Individuums ohne fremde Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Dazu gehören neben gebrochenen und verheilten Gliedmaßen auch Schädeltrepanationen, ob Letztere aus religiösen oder medizinischen Gründen durchgeführt wurden ist umstritten. Ebenfalls unklar ist ob diese Behandlungen durch spezielle Heiler oder Schamanen durchgeführt wurden, die auch die Pflege übernahmen. Forscher gehen davon aus, das die Betreuung der Kranken in der Verantwortung der Frauen lag, die im Rahmen der frühzeitlichen Rollenverteilung Aufgaben wie die Pflege Alter und Verletzter, Kinderbetreuung und die Versorgung des Stammesverbandes übernahmen. Die notwendige gegenseitige Hilfe beim Gebären macht ein erstes Auftreten des Berufes der Hebamme im Neolithikum wahrscheinlich.[3]

Archaische Hochkulturen[Bearbeiten]

Alter Orient[Bearbeiten]
Tafel mit einem Teil des Codex Ḫammurapi, ausgestellt im Louvre in Paris

Aus dem Alten Orient sind die ältesten Schriften zu Medizin und Heilbehandlungen, aber auch rechtliche Regelungen für den Arztberuf bekannt, die um 1750 vor Chr. im Gesetzeskodex des Hammurapi festgelegt wurden. Wie bei den meisten älteren Krankheitskonzepten gingen auch die Menschen im Alten Orient von einer Krankheitsverursachung durch Dämonen und strafende Götter aus, die jedoch keinen Einfluss auf die soziale Verpflichtung der Familie hatten, den Kranken zu pflegen. Über eine gezielte, nicht von der Familie geleistete Pflege ist nichts bekannt, jedoch sind einige der ärztlichen Aufgaben aus moderner Sicht pflegerischer Natur. Der Beruf der Hebamme in der Geburtshilfe und der Amme, die die stillenden Mütter unterstützt, ist bereits bekannt, rechtliche und finanzielle Regelungen zur Berufsausübung sind ebenfalls im Codex Ḫammurapi niedergelegt.

Ägypten[Bearbeiten]

Im Alten Ägypten gab es eine Vielzahl medizinischer Kenntnisse, Heilmittel und Gebete, die dem Arzt zur Verfügung standen. Eine der umfassendsten textlichen Nachweise ärztlicher Kunst im alten Ägypten findet sich im Papyrus Ebers, das auf die Zeit um 1550 v. Chr. datiert wird. Die Ärzte sind in verschiedenen Fachbereichen spezialisiert, Kranke konnten in Tempeln, die Imhotep geweiht waren, um Hilfe und Behandlung nachsuchen. In diesen Einrichtungen waren neben Ärzten auch Tempelfrauen von hohem Rang und Priesterinnen beschäftigt, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie Hand in Hand mit den Ärzten arbeiteten und Teile der pflegerischen Versorgung der Patienten übernahmen. Die überwiegende Pflegeleistung wurde in der häuslichen Umgebung der Kranken von Frauen oder Sklaven erbracht, die notwendigen Kenntnisse dazu wurden wahrscheinlich innerhalb der Familie weitergegeben und beruhten auf der intuitiven Erfassung der Bedürfnisse des Gepflegten.[4]

Indien[Bearbeiten]
Buddha pflegt einen kranken Mönch, Wandgemälde in einem laotischen Kloster

In Indien wurden um 300 v. Chr. erste Maßgaben zur Hygiene, der Belüftung und der Bequemlichkeit in Krankenhäusern schriftlich fixiert. Die Pflege der Kranken oblag speziell dafür ausgebildeten Männern, die als Upasthatr bezeichnet wurden. Um 250 v. Chr. entstand in Indien die erste Krankenpflegeschule, in der die Pfleger grundlegende Pflegemaßnahmen wie das Lagern, Kochen, die Körperpflege und Massage erlernten. Unterordnung unter den Heiler wurde erwartet, ein späterer Text, das Astangahrdayam, der um 550 n. Chr. verfasst wurde, beschreibt die Eigenschaften, die eine Pflegekraft besitzen sollte: Er solle dem Kranken zugewandt, loyal gegenüber dem Arzt, rein an Körper, Geist und Rede, intelligent sein und effizient arbeiten.[5] Diese Anforderungen an die Pflegekraft unterscheiden sich damit kaum von denen, die in Europa bis weit in das 19. Jahrhunderts an Pflegende gestellt wurden.

Judentum[Bearbeiten]

In den jüdischen Schriften der Tora und des Talmud existieren verschiedene Vorschriften zur Hygiene und der Ernährung, beispielsweise die Untersuchung geschlachteter Tiere zur Prävention durch Verderbnis verursachter Krankheiten oder die Isolatierung von Personen mit ansteckenden Krankheiten zum Schutz der Bevölkerung. Für das Gemeinwohl entscheidende Gebote finden sich in der Tzedaqa, dem jüdischen Wohltätigkeitsgebot, das sowohl Männer wie Frauen zur Wohltätigkeit verpflichtet. Diese Gebote sind Vorläufer der späteren christlichen sieben Werke der Barmherzigkeit, zu denen auch die Krankenpflege gehört und bilden die Basis für die jüdische Sozialarbeit in den späteren Jahrhunderten und die Organisation der Armenfürsorge in den Ghettos.[6]

Antike[Bearbeiten]

Antikes Griechenland[Bearbeiten]
Eine Frau übergibt ihren Säugling an eine Amme. Grabstele aus Marmor um 420 v. Chr. Athen

Im antiken Griechenland entwickelt sich neben der religiös orientierten Heilkunst gegen Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. die rationale Medizin, für die insbesondere der Arzt Hippokrates von Kos von besonderer Bedeutung ist. Die Pflege der Kranken obliegt dabei den Schülern, die sich in der Ausbildung zum Arzt befinden. Im Corpus Hippocraticum wird dabei eine Hierarchie deutlich, die den Pflegenden Aufgaben anhand ihres Ausbildungsstandes zuweisen, wobei die Übertragung der Pflegemaßnahmen an Laien abgelehnt wird und den lernenden Ärzten Aufgaben wie die Eingabe von Essen, die Gabe von Medikamenten, Durchführen der Therapien und eine der zentralen Aspekte der Pflege, die Krankenbeobachtung übertragen werden. Unter den fortgeschrittenen Schülern werden „Krankenaufseher“ ernannt, deren Rolle sowohl die Überwachung der Patienten wie auch die Zusammenarbeit mit dem Arzt beinhaltet. Dabei wird der Aufseher nicht wie in späteren Epochen als Diener verstanden, sein Aufgabenbereich liegt in der Assistenz des hierarchisch eine Stufe höher stehenden bereits ausgebildeten Arztes, zu dessen Beruf selbstverständlich auch pflegerische Tätigkeiten gehören. Zwischen der Medizin und der Pflege ist, abgesehen von der Zuweisung von Aufgaben entsprechend dem individuellen Kenntnisstand, keine Trennung erkennbar.[7] Pflege ist hierbei eine rein männliche Aufgabe, es wird jedoch davon ausgegangen, dass Frauen die Grundpflege des erkrankten Individuums innerhalb der häuslichen Umgebung entsprechend der üblichen Rollenverteilung übernahmen.[8]

Römisches Reich[Bearbeiten]

Während die vorchristliche römische Medizin überwiegend durch griechische Ärzte beeinflusst wurde, entwickelte sich die Krankenpflege vor allem innerhalb der Römischen Legion weiter. Die Soldaten wurden in grundlegenden Kenntnissen der Ersten Hilfe unterrichtet, während die darüber hinausgehende Versorgung und Pflege der Verwundeten und Verletzten innerhalb von Sanitätseinheiten und Lazaretten geleistet wurde, die mit medizinisch ausgebildeten und notwendigen Pflegemaßnahmen vertrauten Frauen besetzt waren. Die Nachsorge der Verwundeten wurde in oder Valetudinarien geleistet, die ähnlich Sanatorien häufig in der Nähe von Thermen und in ruhigen Gegenden angesiedelt waren.[9] Hierbei lag der Fokus auf der Erhaltung der Kampfkraft der römischen Legionen zum Schutze Roms. Eine weitere Bevölkerungsgruppe, die in den Valetudinarien gepflegt wurden, waren Sklaven, deren Arbeitskraft erhalten werden sollte. Der Zugang zu dieser Form der Pflege war nur in Falle einer heilbaren Erkrankung möglich.[10]

Auf der anderen Seite wurde die Pflege der Zivilisten in den Städten selbst nicht durch die Regierung unterstützt, sondern dort wurde der Schwerpunkt auf die Erhaltung und Prävention im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsfürsorge gelegt. Errungenschaften der Ingenieurbaus wie die Errichtung von Aquädukten zur Versorgung der Bevölkerung mit Frischwasser, öffentlichen Latrinen und Badehäusern ermöglichten fortschrittliche hygienische Standards für alle Bevölkerungsgruppen. Die individuelle Pflege wurde in den privaten Haushalten von Frauen und angelernten Sklaven geleistet, in der Oberschicht war die Beschäftigung von Ammen verbreitet.[9]

Frühes Christentum[Bearbeiten]

Mit der Verbreitung des Urchristentums tritt ein neuer Aspekt pflegerischen Handels auf, der die Pflege Hilfsbedürftiger bis in die Neuzeit prägt: Die tätige Nächstenliebe, in der die Liebe zu Gott gleichgesetzt wird mit der Liebe zum Nächsten. Der Bibelabschnitt Mt 25, 31-46 wird dabei zum zentralen Leitmotiv der europäischen Pflege, insbesondere die in Zeile 40 gemachte Aussage: „Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.“ Diese Form der christlich motivierten Zuwendung zum Nächsten, die Karitas verbreitet sich zunächst in den in sich geschlossenen Gemeinden der Urchristen, wobei die Fürsorge allen Hilfsbedürftigen gilt, Armen und Kranken genauso wie Witwen, Waisen und Fremden.[11] Erste Berichte, beispielsweise von Aristides von Athen über die christliche Fürsorge stammen aus dem Jahre 140 n. Chr. und belegen die Versorgung Hilfsbedürftiger innerhalb der urchristlichen Gemeinden.[12]

Im Oströmischen Reich, in Kappadokien entstanden erste Krankenhäuser, für das durch Basilius errichtete Hospital berichten Quellen über den Einsatz männlicher Krankenpfleger. Dieses System der Herbergen für Fremde und Kranke wurde durch die dem Kirchenvater Hieronymus nahestehende Römerin Fabiola um das 4. Jahrhundert n. Chr. im Römischen Reich eingeführt. Motiviert durch die frühchristliche Karitas, die tätige Nächstenliebe, sammelte sie Kranke und Arme in den Straßen ein und pflegte sie im sogenannten nosokomeion.[13] Diese unentgeltliche Arbeit wurde durch freiwillige Helfer geleistet, die über keinerlei pflegerische Ausbildung verfügten.[14] Mit der zunehmenden hierarchischen Strukturierung der Kirche im Lauf der ersten Jahrhunderte wurde das Diakonat geschaffen, dessen Leitung von einem dem jeweiligen Bischof untergeordneten Ältestenrat, den Presbytern, oblag. Die Versorgung der Armen und die Pflege der Kranken durch die freiwilligen Helfer wurde in diesen Diakonat koordiniert und stellt damit die erste organisierte Fürsorgeform im westeuropäischen Raum dar.[15]

Islam[Bearbeiten]

Als erste Krankenschwester des Islam gilt Koaiba Bint Saad Al Asla Miya, bekannt unter dem Namen Rufaida Al-Aslamiya, die während der Schlacht von Badr 624 erste Standards für die Pflege verwundeter Soldaten einführte, beispielsweise die Notwendigkeit medizinische und hygienische Kenntnisse an Pflegekräfte weiterzugeben, die Notfallversorgung einzuleiten oder die Versorgung Verwundeter in mobilen Lazaretten zu organisieren. Lange vor den ersten europäischen Bemühungen die Pflege zu strukturieren, gründete Al-Aslamiya eine Krankenpflegeschule und entwickelte theoretische Grundlagen für die Berufsausübung.[16] Während der Blütezeit des Islams wurden große medizinische Fortschritte erreicht, beispielsweise beeinflusste Ibn Sinas Qanun al-Tibb, der Kanon der Medizin, über lange Zeit auch die europäische Medizin und ihre Entwicklung. Hygienische Standards wurden festgeschrieben und die Pflege psychisch Kranker in speziellen Einrichtungen entwickelte sich. Der Krankenhausbau begann im Islam mit dem vom Harun-al-Rashid in Bagdad im Jahre 805 n. Chr. errichteten Krankenhaus, die insbesondere unheilbar Kranken zur Verfügung standen und als Lehr- und Ausbildungseinrichtungen dienten.[17]

Mittelalter[Bearbeiten]

An den Universitäten Europas wurde bereits früh die Medizin als Studienfach in den Fächerkanon aufgenommen, während sich zeitgleich die Pflege, geprägt von der christlichen Vorstellung der Nächstenliebe, vor allem in Ordensgemeinschaften und in den vielfach neugegründeten Klöstern weiterentwickelte. Zentrale Probleme der Pflege und der nichtärztlichen Heilkunst des Mittelalters waren insbesondere die mit den Kreuzzügen im 13. Jahrhundert nach Europa eingeschleppte Lepra und die Pest die ab der Mitte des 14. Jahrhunderts grassierte. Für die Versorgung der „Aussätzigen“ und Pestkranken wurden spezielle Spitaler errichtet, in denen weltliche oder christliche Orden sich um die Versorgung und Betreuung der Erkrankten kümmerten. Verstärkt haben sich beispielsweise die Johanniter, Franziskaner, Antoniter, Dominikaner und Augustiner der Krankenpflege zugewandt. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand eine Gemeinschaft christlicher Laien, die Beginen, meist unverheiratete oder verwitwete Frauen die sich in hausähnlichen Gemeinschaften zusammenschlossen und sich der Armen- und Krankenpflege widmeten.[18]

16. Jahrhundert[Bearbeiten]

Johannes von Gott, Ölgemälde von Pedro de Raxis

Im 16. Jahrhundert entstehen weitere religiöse Pflegeorden, die sich getragen vom Ideal christlicher Nächstenliebe den Pflegebedürftigen zuwandten, insbesondere die Orden der Barmherzigen Brüder und die Kamillianer. Johannes von Gott gründete in Granada um 1540 ein Hospital für „Tobsüchtige“. Er wurde zum Schutzpatron der Krankenhäuser, der Kranken und Krankenpfleger. Im Jahre 1574 veröffentlichte der Arzt Jakob Oetheus in Dillingen ein dreibändiges Lehrbuch: „Gründlicher Bericht, Lehr und Instruction von rechtem und nutzlichem brauch der Arzney, den Gesunden, Krancken und Kranckenpflegern“, das als die erste deutsche Abhandlung zur Krankenpflege gilt.[18]

17. Jahrhundert[Bearbeiten]

1617 gründet Vinzenz von Paul in Châtillon-sur-Chalaronne zunächst die Confrérie des Dames de la Charité, die „Bruderschaft der Damen der christlichen Liebe“. Gemeinsam mit Louise de Marillac ruft er 1633 in Paris die Filles de la Charité, die Töchter der christlichen Liebe ins Leben. Mit dem Entstehen dieser karitativen Frauenvereinigungen geht eine entscheidende Neuerung in der historischen Entwicklung der Krankenpflege einher, die als Vorbote der späteren organisierten und professionalisierten gilt. Die Frauen erhielten eine Grundausbildung in der Pflege, wurden zur Ausführung ärztlicher Anordnungen verpflichtet und später auch der ärztlichen Leitung der Krankenhäuser unterstellt.[19]

Siechenhaus Basel, Fotografie vor 1895

1679 erschien in Kiel „Der unterwiesene Kranckenwärter“, ein Lehrbuch zur Krankenpflege geschrieben von Georg Detharding, einem Mediziner. Er erwähnte hier das Amt des „Krankenwärters“ nannte Kriterien zur Auswahl derselbigen und gestaltete Grundsätze der Pflege. Seiner Ansicht nach sollten Frauen diesen Beruf ausüben und er fordert eine strikte Unterordnung der Pflegenden unter ärztliche Anordnung. Ein weiteres von Detharding verfasstes Werk beschäftigt sich mit der Prüfung von angehenden Hebammen, damals als Lohnwärterinnen bezeichnet.[20]

Berufliche Pflege[Bearbeiten]

Die Notwendigkeit einer professionellen Pflege entwickelt sich während des 18. und 19. Jahrhunderts und begründete sich aus den Fortschritten der naturwissenschaftlichen Medizin, die mehr und mehr systematisch geschultes Assistenzpersonal benötigte. Aus den Hospitälern, die allen Notleidenden zur Verfügung standen, entwickelten sich reine Krankenhäuser, die sich auf die medizinische Versorgung konzentrierten. Kriege erzeugten zudem einen erhöhten Bedarf an Pflegepersonal, der nicht mehr alleine durch geistliches Personal abgedeckt werden konnte. Der Stellenwert der zunächst handwerklichen Ausbildung wird zunehmend betont, neue Standards innerhalb und Anforderungen an die konfessionell unabhängige Pflege wurden im 19. Jahrhundert durch Florence Nightingale formuliert. Chronologisch nach der Zeit des Nationalsozialismus entstanden im angloamerikanischen Raum die ersten wegweisenden Pflegetheorien, die dort zu einem eigenständigen professionellen Verständnis und der Entwicklung der akademischen Pflegewissenschaften und -forschung beitrugen. Im deutschsprachigen Raum wurden erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts pflegewissenschaftliche Studiengänge eingeführt.

18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Krankenpflege häufig durch Menschen der unteren und ungebildeten Schichten geleistet, gleichzeitig wurde durch ideologische Vorstellungen den bürgerlichen Frauen mit einem gewissen Bildungsniveau der Zugang zum Pflegeberuf versperrt.[18][21] Der Mangel an fachlich geschultem Personal wurde immer deutlicher. Im Jahre 1781 wurde in Mannheim die erste öffentliche deutsche Krankenpflegeschule durch Franz Anton Mai gegründet, der versuchte, durch dreimonatige Kurse zumindest eine minimale Ausbildung der Pflegekräfte zu erreichen. In Österreich leitete Joseph II. Reformen ein, 1784 entstand das Wiener Allgemeine Krankenhaus. Grundgedanke war die Trennung medizinisch Kranker von anderen Versorgungsbedürftigen und diese an einem Ort zu zentralisieren. Für die Pflege wurde ausschließlich weltliches Personal rekrutiert, eine entscheidende Neuerung innerhalb der organisierten Pflege. Nachfolgend entstehende Krankenhäuser übernahmen dieses Modell, es setzte ein langsamer Verdrängungsprozeß der rein christlich motivierten Pflege in Europa ein.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Florence Nightingale, um 1860

Der Pastor Theodor Fliedner gründete am 13. Oktober 1836 eine „Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen“, die spätere Diakonissenanstalt Kaiserswerth, um die schlechte Versorgung Kranker durch den Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal zu verbessern. Die religiös motivierten Diakonissen wurden strengen Lebensregeln unterworfen, während die fachliche Ausbildung durch Ärzte stattfand. Die englische Krankenschwester Florence Nightingale nahm dort an der Ausbildung teil, äußerte sich aber später kritisch über die Institution [22] Während des Krimkrieges erkannte Nightingale sowohl die Notwendigkeit einer Professionalisierung der Krankenpflege wie auch ein eigenes Selbstverständnis und eine Sinnhaftigkeit im Rahmen der Berufsausübung. Sie veröffentlichte im Jahre 1859 die Notes on Nursing. Diese Schrift gilt als erste der Pflegetheorien und das darin enthaltene wegweisende Ausbildungsmodell Nightingalesches System reformierte die Pflegebildung. Sie beeinflusste damit Henry Dunant, den Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, der ebenfalls weltanschaulich und konfessionell unabhängige Krankenpflegeschulen einrichtete. In Deutschland forderte Rudolf Virchow 1869 eine berufsmäßige Ausbildung. In Amerika wurde 1899 das International Council of Nurses gegründet, das sich als Sprachrohr der Pflegenden und der Pflegeverbände weltweit verstand und die berufliche Entwicklung und Positionierung der Pflege vorantreiben sollte.[23]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

1900–1930[Bearbeiten]
Von 1914–1918 verbreitetes Plakat zur Rekrutierung von Pflegepersonal und Unterstützung des Roten Kreuzes

Die sich in Deutschland deutlich verschlechternden Arbeitsbedingungen veranlassten Agnes Karll 1903 zur Gründung der ersten deutschen „Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands sowie der Säuglings- und Wohlfahrtspflegerinnen“, später zum „Agnes-Karll-Verband“ umbenannt[24]. Karll setzte sich für die dreijährige Ausbildung ein und setzte die einheitliche Berufsbezeichnung Krankenschwester in Deutschland durch. 1908 entstand das United States Navy Nurse Corps, das neue Standards für die fachliche Qualifikation von Sanitätspersonal in den Streitkräften setzte. In den angloamerikanischen Ländern entstanden ab 1910 erste Hochschulstudiengänge für die Pflege[25], die in der Regel sowohl eine akademische und pflegewissenschaftliche wie auch eine praktische Ausbildung der Pflegekräfte gewährleisten sollen.[26] Erste Kurse zur Pflegeforschung folgen in den 1920ern, für die sich insbesondere die 1924 gegründete American Nurses Association einsetzte.[23] Erste Ausbildungen für Säuglings- und Kinderpflegerinnen wurden angeboten, die erste deutsche Prüfung für den Beruf der Säuglingsschwester fand 1917 statt.[27] Der Erste Weltkrieg verursachte einen Bruch in der beruflichen Entwicklung der Pflege, da alle Bemühungen zur Vereinheitlichung und Zusammenarbeit gestoppt werden, die Pflege in den einzelnen Ländern konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung der Kriegsverletzten.[28] In Österreich entstanden nach dem Krieg eine Reihe von Vereinen für die Hauskrankenpflege, 1933 wurde in Österreich der „Verband der diplomierten Krankenpflegerinnen Österreichs“ gegründet.

1930–1945[Bearbeiten]
Mitgliedsausweis der NSV

Während der Zeit des Nationalsozialismus findet in Deutschland ein Paradigmenwechsel in der Pflege statt, der das Wohl des Volkes über das Wohlergehen des Einzelnen stellte.[29] Alle weltlichen und kirchlichen Berufsorganisationen in Deutschland und später auch in Österreich wurden Teil „Reichsarbeitsgemeinschaft der Berufe im sozialen und ärztlichen Dienst e. V.“ unter der Schirmherrschaft der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt. Es entstanden die „NS-Schwesternschaft“, die sogenannten Braunen Schwestern und der „Reichsbund Deutscher Schwestern“, die als Blaue Schwestern bezeichnet wurden. Im Rahmen der nationalsozialistischen Gesundheitserziehung entsteht der Beruf der Gemeindeschwester.[30] Pflegekräfte waren an Krankenmorden und „Kinder-Euthanasie“, Massenvernichtungen, Zwangssterilisationen und -abtreibungen beteiligt. Mit Kriegsbeginn nahm die Pflege von Kriegsverletzten einen weiten Raum innerhalb der weltweiten beruflichen Krankenpflege ein.

1950–1980[Bearbeiten]

In Deutschland und Österreich wurden in den 1950ern, zum Teil mit Hilfe der Besatzungsmächte, erste Versuche gemacht, die Pflege nach dem Nationalsozialismus wieder neu zu positionieren und den Anschluss an internationale Entwicklungen zu finden. Mit der Schwesternschule der Universität Heidelberg wurde in Deutschland erstmals eine Pflegeschule konzipiert, die sich an internationalen Standards orientierte. Die dort entwickelte dreijährige Ausbildung diente als Vorbild der im Krankenpflegegesetz festgelegten Inhalten. In den angloamerikanischen Ländern entwickelte sich die Pflege rasch weiter, es setzte eine zunehmende Professionalisierung und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Pflege ein. 1952 veröffentlichte Hildegard Peplau die Pflegetheorie der Zwischenmenschlichen Beziehungen in der Pflege, die als erste Theorie als Basis eines konzeptionellen Pflegemodells diente und erstmals Pflege als Beziehungsprozess beschrieb. In den 1960ern und 1970ern folgten eine Reihe weiterer Theorien, die bis ins 21. Jahrhundert die Pflege entscheidend prägen. Darunter sind die 1966 entstandene Pflegetheorie nach Henderson und das 1976 entstandene RLT-Modell für die Entwicklung eigener Pflegetheorien im deutschsprachigen Raum richtungsweisend, beispielsweise für die Aktivitäten des täglichen Lebens (1983) von Liliane Juchli. In der DDR wurden 1963 erste Studiengänge für Medizinpädagogik und Diplomkrankenpflege eingerichtet.[31] Der zunehmende Bedarf an geschulten Pflegekräften für die Versorgung dauerhaft Pflegebedürftiger in Alten- und Pflegeheimen führt bis 1969 zur Schaffung des Berufsbildes Altenpfleger.[32]

1980–2000[Bearbeiten]

In Deutschland wurden, nach einigen erfolglosen Versuchen zur Etablierung eines Hochschulstudiums der Pflege in den 1970ern, in den frühen 1980ern erste pflegewissenschaftliche Studiengänge angeboten.[31] Der Pflegenotstand in Deutschland und Österreich führt im Lauf der 1980er zu einem vermehrten Einsatz von Pflegehilfspersonal; die Qualität der Pflege ließ durch die Überlastung der Pflegefachkräfte nach, verschiedene Pflegeskandale waren die Folge.[33] Trotz der Missstände versuchte sich die Pflege neu zu positionieren und sich vom Assistenzberuf hin zu einem fachlich eigenständigen Gesundheitsfachberuf zu entwickeln. International entstehen verschiedene Definitionen der Pflege, darunter die „Wiener Erklärung über das Pflegewesen“ von 1988.[34] Im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickeln sich eine Reihe fachspezifischer Weiterbildungsberufe, so zum Beispiel der Stomatherapeuten, die Hygienefachkraft oder die Fachpflegekraft im Operationsdienst. 1999 wurde an der Universität Wien das individuelle Studium Pflegewissenschaft eingeführt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jean McKinlay Calder, Roy Spencer: The Story of Nursing. 5. Auflage. Taylor & Francis, 1971, ISBN 0423430408.
  •  Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner: Enzyklopädie Medizingeschichte. Walter de Gruyter, 2005, ISBN 3110157144.
  •  Deborah M. Judd, Kathleen Sitzman, Megan Davis: A History of American Nursing: Trends and Eras. Jones & Bartlett Publishers, 2009, ISBN 0763759511.
  •  Ann Marriner-Tomey: Pflegetheoretikerinnen und ihr Werk. Recom, 1992, ISBN 3-315-00082-4.
  •  Kathleen Masters: Role development in professional nursing practice. Jones and Bartlett, 2005, ISBN 0763726036.
  •  Klaus R. Schroeter: Das soziale Feld der Pflege: Eine Einführung in Strukturen, Deutungen und Handlungen. Juventa, 2005, ISBN 3779916258.
  •  Gertrud Stöcker: Bildung und Pflege: eine berufs- und bildungspolitische Standortbestimmung. 2. Auflage. Schlütersche, 2002, ISBN 3877066909.
  •  Horst-Peter Wolff, Hubert Kolling (Hrsg.): Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte: "Who was WHO in Nursing History". Band 1-4, Elsevier,Urban&FischerVerlag, 2008, ISBN 3437260839.

Weblinks[Bearbeiten]

Sammlung Wolff - Pflegehistorische Sammlung von Dr. paed. Horst-Peter Wolff und Dipl.-Med.-Päd. Jutta Wolf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Definition der Pflege nach dem International Council of Nurses
  2.  Beate Rennen-Allhoff: Handbuch Pflegewissenschaft. Juventa, 2000, ISBN 3779908085, S. 31-33.
  3.  Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner: Enzyklopädie Medizingeschichte. Walter de Gruyter, 2005, ISBN 3110157144, S. 790 - 791.
  4.  Jean McKinlay Calder, Roy Spencer: The Story of Nursing. 5. Auflage. Taylor & Francis, 1971, ISBN 0423430408, S. 12 - 15.
  5.  Pat Holden, Jenny Littlewood: Anthropology and Nursing. Routledge, 1991, ISBN 0415048818, The Doctor's Assistent: Nursing in ancient Indian Medical Texts, S. 25 - 30.
  6.  Janice Rider Ellis, Celia Love Hartley: Nursing in Today's World: Trends, Issues & Management. 8. Auflage. Lippincott Williams & Wilkins, 2003, ISBN 0781741084, Exploring Nursing Origins, S. 110.
  7.  Christoph Schweikardt, Christian Schulze: Ärztekunst und Gottvertrauen: Antike und mittelalterliche Schnittpunkte von Christentum und Medizin. In: Christian Schulze, Sibylle Ihm (Hrsg.): Spudasmata. 86, Georg Olms Verlag, 2002, ISBN 3487116030, Facetten antiker Krankenpflege und ihrer Rezeption, S. 122 –123.
  8.  Chad E. O'Lynn, Russell E. Tranbarger: Men in Nursing: History, Challenges, and Opportunities. Springer Publishing Company, 2006, ISBN 0826102212, History of Men in Nursing: A Review, S. 9.
  9. a b  Lynn Basford, Oliver Slevin: Theory and Practice of Nursing. 2. Auflage. Nelson Thornes, 2003, ISBN 0748758380, Precedents, S. 11-12.
  10.  Manfred Mürbe, Angelika Stadler: Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde: Kurzlehrbuch für Pflegeberufe. 9. Auflage. Elsevier,Urban&FischerVerlag, 2006, ISBN 3437262831, Von Magie und anderen geschichtlichen Hintergründen des Pflegeberufs, S. 36-37.
  11.  Gerhard Müller: Theologische Realenzyklopädie. Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3110162954, Krankenpflege - 1. Urchristentum und alte Kirche, S. 659.
  12. Aristides von Athen in einem Brief an Kaiser Antonius Pius aus dem Jahre 140 n. Chr.: „Sie (die Christen) lieben einander. Die Witwen missachten sie nicht, die Waisen befreien sie von dem, der sie misshandelt. Wer hat, gibt neidlos dem, der nicht hat. Wenn sie einen Fremdling erblicken, führen sie ihn unter ihr Dach und freuen sich über ihn wie über einen Bruder.“ Zitiert in  Günter Ruddat, Gerhard Karl Schäfer: Diakonisches Kompendium. Vandenhoeck & Ruprecht, 2005, ISBN 3525623798, 2.1 Diakonie - Kennzeichen der Gemeinde, S. 37.
  13.  Barbara Feichtinger, Helmut Seng: Die Christen und der Körper: Aspekte der Körperlichkeit in der christlichen Literatur der Spätantike. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3598777361, S. 106-108.
  14.  Lois White: Foundations of Nursing. 2. Auflage. Cengage Learning,, 2004, ISBN 140182692X, Nursing History, Education, and Organizations, S. 43.
  15.  Gerhard Münch, Fernande Assa-Schaeffer: Lehrbuch für Krankenpflege. Walter de Gruyter, 1994, ISBN 3110136155, 27.1.1.1 Frühes Christentum, S. 709 - 710.
  16.  R. Jan: Rufaida Al-Asalmiy, The first Muslim nurse.. In: The Journal of Nursing Scholarship. 28, Nr. 3, Blackwell Publishing, 1996, S. 267-268.
  17.  Andreas Speer, Lydia Wegener: Wissen über Grenzen. Arabisches Wissen und lateinisches Mittelalter.. Walter de Gruyter, 2006, ISBN 3110189984, S. 310 - 311.
  18. a b c  Klaus R. Schroeter: Das soziale Feld der Pflege: Eine Einführung in Strukturen, Deutungen und Handlungen. Juventa, 2005, ISBN 3779916258, 4. Die Differenzierung des Pflegefelds, S. 43–44.
  19.  Eduard Seidler: Geschichte der Medizin und der Krankenpflege. 6. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1993, ISBN 3170124277, S. 132 ff..
  20.  Horst-Peter Wolff: Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte: WHO was WHO in Nursing History. 1, Elsevier,Urban&FischerVerlag, 1997, ISBN 3861266288, S. 38 Sp. 2.
  21.  Gertrud Stöcker: Bildung und Pflege: eine berufs- und bildungspolitische Standortbestimmung. 2. Auflage. Schlütersche, 2002, ISBN 3877066909, S. 16.
  22. „The Institution of Kaiserswerth on the Rhine“
  23. a b  Geri LoBiondo-Wood, Judith Haber: Pflegeforschung: Methoden, Bewertung, Anwendung. 2.. Auflage. Elsevier,Urban&FischerVerlag, 2005, ISBN 3437259369, S. 16-26.
  24. Der Agnes-Karll-Verband ging später im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe auf, siehe hierzu Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDeutscher Berufsverband für Pflegeberufe. Abgerufen am 26. Januar 2010.
  25.  Doris Schaeffer, Martin Moers, Rolf Rosenbrock: Public Health und Pflege. Edition Sigma, 1994, ISBN 389404134X, S. 128.
  26.  Deborah M. Judd, Kathleen Sitzman, Megan Davis: A History of American Nursing: Trends and Eras. Jones & Bartlett Publishers, 2009, ISBN 0763759511, Nursing in the United States from the 1920s to the early 1940s: Education rather than Training for Nurses, S. 94–102.
  27.  Gertrud Stöcker: Bildung und Pflege: eine berufs- und bildungspolitische Standortbestimmung. 2. Auflage. Schlütersche, 2002, ISBN 3877066909, S. 113.
  28.  Vern L. Bullough, Bonnie Bullough: The Care of the Sick: The Emergence of modern Nursing. Taylor & Francis, 1979, ISBN 0856648493, S. 218–219.
  29. Monika Stöhr, Nicole Trumpetter: Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen. Analyse und Vorschläge für den Unterricht. Elsevier, Urban und Fischer, München 2006, ISBN 3-437-27620-4
  30.  Martina Hasseler, Martha Meyer: Prävention und Gesundheitsförderung - neue Aufgaben für die Pflege: Grundlagen und Beispiele. Schlütersche, 2006, ISBN 3899931610, 1.2 Der Gedanke der Prävention in der Gemeindepflege bis 1945, S. 15-16.
  31. a b  Robert Bosch Stiftung (Hrsg.): Pflege braucht Eliten.. Denkschrift der "Kommission der Robert Bosch Stiftung zur Hochschulausbildung filr Lehr- und Leitungskräfte in der Pflege" mit systematischer Begründung und Materialien. In: Beiträge zur Gesundheitsökonomie. 3. Auflage. 28, Gerlingen 1993, ISBN 389404134X, S. 128.
  32.  Gertrud Stöcker: Bildung und Pflege: eine berufs- und bildungspolitische Standortbestimmung. 2. Auflage. Schlütersche, 2002, ISBN 3877066909, S. 95.
  33. Darunter beispielsweise der Lainz-Skandal von 1989
  34. Weltgesundheitsorganisation; Wiener Erklärung über das Pflegewesen im Rahmen der europäischen Strategie „Gesundheit für alle“, 1988