Gesellschaft für Informatik
Die Gesellschaft für Informatik e. V. (abgekürzt: GI) ist die größte Informatikfachvertretung im deutschsprachigen Raum.
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[Bearbeiten] Geschichte
Seit 1969 fördert die GI Informatik in Forschung, Lehre und Anwendung sowie die Weiterbildung auf diesem Gebiet. Der eingetragene gemeinnützige Verein zählt ca. 24.500 Mitglieder, darunter ca. 300 korporative (Unternehmens-)Mitglieder[1] und 2.500 studentische Mitglieder (Stand März 2007).
Die GI ist Mitglied in der International Federation for Information Processing (IFIP) und dem Council for European Professional Informatics Societies (CEPIS). Sie hat außerdem Sitz und Stimme im Stiftungsrat der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring. Weiterhin ist sie unter anderem Gesellschafter des Leibniz-Zentrum für Informatik (LZI) auf Schloss Dagstuhl, dem Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ), der Deutschen Informatik Akademie (DIA), der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) und zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Fraunhofer-Gesellschaft Trägerin des Bundeswettbewerb Informatik.
In über 100 fachlich organisierten und über 30 regional strukturierten Gruppierungen (Stand: März 2008) werden kontinuierlich Praxis- und Forschungserfahrungen ausgetauscht, wird herstellerneutrale Weiterbildung betrieben, Positionen gegenüber Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppierungen entwickelt und gegenseitig beraten.
Mit Auszeichnungen und Wettbewerben wie den Informatiktagen, dem Informaticup, dem Informatik-Biber oder den Girls Go Informatik fördert die Gesellschaft das Verständnis für und Interesse an Informatik, den Nachwuchs und erbrachte Leistungen im Bereich der Informatik. Darüber hinaus berät sie Regierungen und Parlamente in Fragen der Informatik und der Informationsverarbeitung.
[Bearbeiten] Fachbereiche
- Grundlagen der Informatik (GInf)
- Künstliche Intelligenz (KI)
- Softwaretechnik (SWT)
- Mensch-Computer-Interaktion (MCI)
- Datenbanken und Informationssysteme (DBIS)
- Technische Informatik (TI)
- Informatik in den Lebenswissenschaften (ILW)
- Graphische Datenverarbeitung (GDV)
- Wirtschaftsinformatik (WI)
- Informatik in Recht und Öffentlicher Verwaltung (RVI)
- Informatik und Ausbildung / Didaktik der Informatik (IAD)
- Informatik und Gesellschaft (IUG)
- Sicherheit - Schutz und Zuverlässigkeit (SICHERHEIT)
[Bearbeiten] Tagungen
Die GI richtet regelmäßig umfangreiche Fachtagungen aus. Die GI-Jahrestagungen "INFORMATIK" finden jeweils in Kooperation mit Hochschulen und Industriepartnern im deutschsprachigen Raum an wechselnden Standorten statt. Im Jahre 2012 ist die Durchführung der „INFORMATIK 2012“ in Braunschweig vorgesehen. Die Tagung wird wieder das ganze Spektrum der Informatik abdecken.
Seit 1991 organisiert die Fachgruppe „Computer als Medium“ die HyperKult.
Der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion organisiert seit 2001 die Konferenzreihe „Mensch und Computer“ [2]
[Bearbeiten] Aktueller Vorstand
Präsident:
Oliver Günther, Universität Potsdam
Vizepräsidentin:
Simone Rehm, TRUMPF GmbH + Co.KG
Vizepräsidenten:
Christof Leng, Technische Universität Darmstadt;
Peter Liggesmeyer, Technischen Universität Kaiserslautern und Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering Kaiserslautern
[Bearbeiten] Ehrenmitglieder und Auszeichnungen
Folgende Personen sind Ehrenmitglieder der GI:
- Konrad Zuse seit 1985
- Friedrich Ludwig Bauer seit 1987
- Wilfried Brauer seit 2000
- Günter Hotz seit 2002
- Joseph Weizenbaum seit 2003
- Gerhard Krüger seit 2007
Die GI vergibt alle zwei Jahre die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik.
[Bearbeiten] Korporative Gesellschaften
- Schweizer Informatik Gesellschaft (SI)
- Gesellschaft für Informatik in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (GIL)
- German Chapter of the ACM (GChACM)
[Bearbeiten] Auswahl anderer Verbände mit Zusammenarbeit
- Deutschland: BITKOM, Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
- USA: Association for Computing Machinery (ACM), Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)
- Großbritannien: British Computer Society (BCS)