Gesellschaft für Virologie

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Die Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV) ist eine Fachgesellschaft für alle virologischen Fachgebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz; ihr Sitz ist Erlangen. Sie wurde 1990 gegründet, nachdem führende Virologen ihre Interessen nicht mehr in der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie vertraten sahen. Der Schwerpunkt der GfV liegt nicht nur auf der medizinischen Virologie, sondern vertritt ebenso unter anderem die molekulare Virologie, virologische Infektiologie und Immunologie, Virusgenetik und Pflanzenvirologie. Sie fördert die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern, das virologische Publikationswesen und die akademische Ausbildung. Mit derzeit etwa 1000 Mitgliedern ist die GfV die größte virologische Fachgesellschaft in Europa. Mit zahlreichen Kommissionen, Leitlinien und Stellungnahmen ist sie der maßgebende Ansprechpartner für Forschung, Gesundheitswesen und Politik.

Seit 1991 organisiert die GfV die sogenannte Frühjahrstagung als Haupttagung der Gesellschaft, deren Verhandlungen auf englisch geführt werden. Daneben organisiert die GfV vielfältige Fachtagungen zu speziellen Gebieten und Fragestellungen der Virologie. Sie arbeitet sehr eng mit der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) als institutionelle Gesellschaft in Deutschland zusammen. Die GfV verleiht jährlich den renommierten Loeffler-Frosch-Preis für herausragende Forschungsarbeiten in der Virologie und seit 2006 die Loeffler-Frosch-Medaille an herausragende Persönlichkeit der deutschsprachigen Virologie.

Die Präsidenten der GfV waren Hans-Dieter Klenk, Otto Haller und Bernhard Fleckenstein. Derzeitiger Präsident ist Thomas Mertens (Ulm).

Mitgliedschaft in Dachorganisationen[Bearbeiten]

Die GfV ist Mitglied der AWMF - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, außerdem Mitglied im Deutschen Nationalkomitee Biologie, das die Interessen der Biowissenschaftlerinnen und Biowissenschaftler in den internationalen Organisationen vertritt. Die Gesellschaft ist Mitglied im VBIO - Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, der sich für die Biowissenschaften in Deutschland einsetzt.

Weblinks[Bearbeiten]