Gespräche des Konfuzius

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Die Analekten des Konfuzius (chinesisch 論語 / 论语Pinyin lùn yǔ oder lún yǔ ‚Diskussion über die Worte‘), die Lehrgespräche des Konfuzius, ist einer der dreizehn Klassiker der kanonischen konfuzianischen chinesischen Literatur.

Das Alter der Lun Yu[Bearbeiten]

Die Analekten, wie wir sie heute kennen, stammen großteils von Zheng Xuan, der von 127–200 n. Chr. in der Han-Dynastie lebte. Für seine Zusammenstellung des Textes standen ihm im Wesentlichen drei Originaltexte zur Verfügung. Einer stammt aus dem Staate Lu, in dem Konfuzius geboren wurde und die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat. Der Zweite stammt aus Qi, war ausführlicher als der Erste und schien aus einer späteren Zeit zu stammen. Der dritte Text gilt als der authentischste und ist zugleich auch der älteste. Der Altes Lun Yu genannte Text wurde ungefähr 150 v. Chr. im noch erhaltenen Wohnhaus Konfuzius’ entdeckt. Sie waren in einer speziellen „Kaulquappen“-ähnlichen Schrift geschrieben, die fast keiner mehr lesen konnte und blieben deswegen lange Zeit unbeachtet.

Bedeutung des Werkes[Bearbeiten]

Konfuzius hat einen beispiellosen Einfluss auf die chinesische Kultur und Entwicklung ausgeübt. Er war jedoch Praktiker, bemerkte früh, dass seine Lehren zu seiner Zeit nicht anerkannt würden und verließ sich deshalb auf die Ausbildung seiner Schüler. Aus diesem Grund existiert auch kein einziges von Konfuzius’ selbst verfasstes Werk. Konfuzius’ Lehre hat erst nach seinem Tod an Bedeutung gewonnen. Das Lun Yu besteht aus Analekten, Zitaten und Gesprächen des Meisters mit seinen Schülern. Weiter beinhalten sie Kritik an Zeitgenossen, die Beschreibung des konfuzianischen Idealmenschen und Anleitungen zur persönlichen Charakterentwicklung. Sie sind somit eine Zusammenfassung des Konfuzianismus, der auf vier Grundlagen aufbaut:

Authentizität der Gespräche[Bearbeiten]

Neben den strebsamen Schülern des Konfuzius, die mit höchster Akribie versucht haben, die Gedanken ihres Meisters für die Nachwelt zu sichern, gab es einige Versuche, die Lehre zu korrumpieren. Außerdem sind seit Konfuzius’ Tod und der ersten ernsthaften Zusammenfassung der Gespräche mehr als 600 Jahre vergangen, in denen viel Material verlorenging. Es gibt heute noch einige unerklärliche und nicht entschlüsselte Stellen in den Lun Yu, aber dank gründlicher Forschung kann ein Großteil der Gespräche des Meisters als authentisch anerkannt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kungfutse: Lun Yü. Gespräche. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm (Diederichs gelbe Reihe: China), Eugen-Diederichs-Verlag, Düsseldorf u. Köln 1980, ISBN 3-424-00622-X
  • Konfuzius: Gespräche (Lun-yu). Aus dem Chinesischen übersetzt und herausgegeben von Ralf Moritz (Reclams Universal-Bibliothek Band 888), Philipp Reclam jun., Leipzig 1988, ISBN 3-379-00004-3
  • Konfuzius: Gespräche (Lun-yu). Aus dem Chinesischen übersetzt und herausgegeben von Ralf Moritz (Reclams Universal-Bibliothek Band 9656), Philipp Reclam jun., Stuttgart 1998, ISBN 3-15-009656-1
  • Wojciech Jan Simson: Die Geschichte der Aussprüche des Konfuzius (Lunyu). Dissertation Universität Zürich, 2002 (Welten Ostasiens Band 10), Lang, Bern u. a. 2006, ISBN 3-03910-967-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Lunyu – Quellen und Volltexte (chinesisch)