Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland

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Der Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e.V., kurz GKND, wurde am 4. Juli 2003 in Berlin gegründet.[1] Der Verein wurde im Januar 2004 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen und kurz darauf als gemeinnützig anerkannt.

Das offizielle Anliegen des Vereins ist, „zu einer konstruktiven und öffentlichen Diskussion über die geheimen Nachrichtendienste sachlich beizutragen“.[2]

Die Initiatoren der Gründung waren unter anderem das ehemalige Spitzenpersonal deutscher Geheimdienste. Die Gründung geschah im Einvernehmen mit dem damaligen Kanzleramtschef und ehemaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD)[3].

Ähnliche Vereinigungen gibt es auch in anderen Ländern. In den USA ist es die Association of Former Intelligence Officers, kurz AFIO.

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorsitzende des Vorstands ist Wolbert K. Smidt, Rechtsanwalt und ehemaliger erster Direktor beim Bundesnachrichtendienst (BND). Stellvertretende Vorsitzende sind Wolfgang Krieger, Historiker an der Philipps-Universität Marburg, und Helmut Stachelscheid, ehemaliger Abteilungsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Der Schatzmeister ist Authari G. Lapp, ehemaliger Brigadegeneral der Bundeswehr. Schrift- und Geschäftsführer ist Bodo Wegmann. Medienbeauftragter ist Jürgen Schneider (ehem. BND). [4]

Mitglieder[Bearbeiten]

Obwohl bei seiner Gründung beabsichtigt war,[1] nur bestimmte Personengruppen, wie z. B.

  • Wissenschaftler
  • Ehemalige leitende Mitarbeiter der deutschen Nachrichtendienste
  • Politiker
  • Vertreter der Justiz, der Wirtschaft, der Medien sowie von Regierungsstellen, die teilweise zugleich Auftraggeber der deutschen Dienste sind,

als Mitglieder aufzunehmen, wurden in der Vereinssatzung keine bestimmte Personengruppen aufgeführt. Die Anerkennung als gemeinnütziger Verein mit den damit verbundenen steuerlichen Vorteilen wäre sonst nicht möglich gewesen. Es ist jedoch ein schriftlicher Aufnahmeantrag notwendig, über welchen der Gesamtvorstand mehrheitlich entscheidet.[5]

Tätigkeiten[Bearbeiten]

Der Verein unterstützte u. a. die Produktion des 5 teiligen Dokumentarfilms Top Secret – Die Geschichte der Spionage, die von der Bavaria Film[6] für ARD und ORF produziert wurde. Mitglieder des GKND wirken an zahlreichen Dokumentationen mit und unterstützen wissenschaftliche Projekte.

Weblinks[Bearbeiten]

Homepage des GKND e.V.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Presseerklärung zur Gründung des GKND vom 4. Juli 2003 (Archiv)
  2. Freitag, die Ost-West Wochenzeitung vom 16. Juni 2006
  3. Neue Rheinische Zeitung vom 7. November 2006
  4. Vorstand des Vereins
  5. Satzung des Vereins (PDF; 95 kB)
  6. Dokumentarfilm „Top Secret“ im Produktionsarchiv der Bavaria Film