Gestratz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gestratz
Gestratz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gestratz hervorgehoben
47.659.9833333333333629Koordinaten: 47° 39′ N, 9° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Argental
Höhe: 629 m ü. NHN
Fläche: 15,07 km²
Einwohner: 1221 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88167
Vorwahl: 08383
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlenstr. 1
88167 Röthenbach (Allgäu)
Webpräsenz: www.gestratz.de
Bürgermeister: Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft)
Lage der Gemeinde Gestratz im Landkreis Lindau (Bodensee)
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Über dieses Bild
Ortseingang an der Straße An der Reuthe

Gestratz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Argental.

Geografie[Bearbeiten]

Gestratz liegt in der Region Allgäu. Dazu gehören kleinere Weiler wie Altensberg, Altringenberg, Brugg, Dinnensberg, Dorenwaid, Eggen, Ehrlach, Gestratz, Hochglend, Horben, Hubers, Isnerberg, Kenners, Kössentöbele, Lanzenberg, Leiden, Lengersau, Malleichen, Metzlers, Rauen, Rothentöbele, Rutzen, Schnattern, Schweineburg, Tannen, Thalendorf, Unterschmitten sowie Zwirkenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Gestratz gehörte, bevor der Ort zu Bayern kam, zu Österreich. Es handelt sich um einen Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.043, 1987 dann 1.028 und im Jahr 2000 1.160 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Kimpfler (Freie Wählerschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 441.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 72.000 €.

Wappen[Bearbeiten]

Das Gestratzer Wappen zeigt in Blau eine eingeschweifte, gekürzte goldene Spitze, darin eine blaue Dornenkrone; vorne drei schräglinks gelegte goldene Pfeile übereinander, hinten ein goldener Bärenrumpf.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Gestratz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 398. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.072 ha.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 9 Lehrern und 210 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Anna Maria Wehinger (* 2. Juni 1853 in Gestratz; † 4. Mai 1922 in Dornbirn) leitete ab 1889 eine der ersten Koch- und Haushaltungsschulen im deutschsprachigen Raum und verfasste das nicht nur historisch bekannte „Dornbirner Kochbuch“.
  • Michael Kitzelmann (* 1916 im Ortsteil Horben; † 11. Juni 1942 in Orel, Russland), hingerichtet durch ein Erschießungskommando, bezahlte seine öffentlich geäußerte Kritik am NS-Regime mit dem Leben.

Wissenswertes[Bearbeiten]

In Gestratz spielt der Roman „Tims Briefe“ von Katrin Stehle.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gestratz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)