Get Smart (2008)

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Filmdaten
Deutscher Titel Get Smart
Originaltitel Get Smart
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge ca. 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Peter Segal
Drehbuch Tom J. Astle,
Matt Ember
Produktion Michael Ewing,
Alex Gartner,
Andrew Lazar,
Charles Roven
Musik Trevor Rabin
Kamera Dean Semler
Schnitt Richard Pearson
Besetzung

Get Smart (Deutscher Verweistitel: Get Smart – Wir lieben es, die Welt zu retten!) ist eine US-amerikanische Actionkomödie aus dem Jahr 2008. Regie führte Peter Segal, das Drehbuch schrieben Tom J. Astle und Matt Ember. Der Film basiert auf der Agentensatire Mini-Max (Originaltitel: Get Smart; 1965 bis 1970) von Mel Brooks und Buck Henry.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt an einem beliebigen Morgen im Leben der Hauptfigur Maxwell Smart, einem Analytiker des US-Geheimdienstes CONTROL, der das Verbrechersyndikat KAOS bekämpft. Smart träumt davon, wie sein Idol (Agent 23) zum Agenten befördert zu werden. Später teilt ihm sein Chef im Hauptquartier von CONTROL mit, dass er zwar das Außendienstexamen mit Bravour bestanden habe, er, der Chef, es sich aber nicht leisten könne, seinen besten Analytiker gehen zu lassen. Als Smart nach der Mittagspause wieder ins Hauptquartier zurückkehrt, ist dort alles verwüstet. Nach der ersten Verwirrung findet in einem Sicherheitsraum ein Meeting statt, bei dem der Chef erklärt, dass CONTROL einen Agenten bei KAOS eingeschleust hatte, um etwas über die verstärkten Aktivitäten von KAOS im Zusammenhang mit Nuklearwaffen herauszufinden. Der Agent sei allerdings aufgeflogen, woraufhin KAOS, quasi als Gegenschlag, das Hauptquartier von CONTROL überfallen habe. Bei dem Angriff konnte sich KAOS auch ins Computersystem von CONTROL hacken und die Identität sämtlicher Agenten aufdecken. Allerdings kenne KAOS nicht das Gesicht von Agentin 99, die sich einer plastischen Operation unterzogen habe, und auch nicht das Gesicht von Smart, der unter diesen Umständen nun doch befördert wird (Agent 86).

Die beiden erhalten nun den Auftrag, den bosnischen Bombenbauer Ladislas Kristíc, der sich in Russland aufhält, aufzuspüren und vielleicht auch zum Drahtzieher des Ganzen, Siegfried, dem Kopf von KAOS, vorzustoßen. Die beiden finden Kristíc in Smolensk, wo sie in seinem Computer Informationen über die Lieferung von Teilen für Atombomben an eine Moskauer Bäckerei entdecken. In einem anschließenden Feuergefecht wird Kristíc getötet. Smart und 99 reisen weiter nach Moskau, wo Smart sich bei der Bäckerei als Gesandter von Kristíc ausgeben soll, während 99 die Nuklearwaffenproduktion ausfindig machen will. Bei der Aktion fliegen die beiden allerdings auf, doch Smart kann durch gezieltes Anbringen von Sprengsätzen die Produktion von Atomwaffen stoppen und mit 99 aus dem Gebäude entkommen. Dabei freundet er sich mit dem KAOS-Agenten Dalip an. Etwa einen Tag später teilt Agent 23, der die Aufräumarbeiten in der Bäckerei leitet, dem Chef mit, dass er keine Atomwaffen gefunden habe, sondern lediglich Überreste einer Bäckerei. Smart wird daraufhin ins CONTROL-Hauptquartier nach Washington D.C. gebracht und dort in eine Verwahrzelle gesperrt. Währenddessen teilt Siegfried dem Ministerium für Innere Sicherheit mit, dass er Kernwaffen an alle „besonders labilen“ Diktatoren der Welt verteilt habe und nur noch die Freigabecodes zurückhalte. Für die Vernichtung der Codes fordert er 200 Milliarden US-Dollar. Seine Drohung wird als Bluff abgetan und ignoriert. Siegfried will nun Los Angeles atomisieren, da der US-Präsident dort an diesem Tag in der Walt Disney Concert Hall einem Konzert beiwohnt.

Zur gleichen Zeit ist der Chef von CONTROL mit den Agenten 23 und 99 nach Los Angeles geflogen, um den Präsidenten von der Echtheit der Drohung zu überzeugen, was jedoch nicht gelingt. Kurz zuvor hat Smart über Radio eine verschlüsselte Nachricht des KAOS-Agenten Dalip, mit dem er sich angefreundet hatte, erhalten, welche die Existenz der Bombe in Los Angeles bestätigt. Er kann sich aus der Zelle befreien, fliegt zur Westküste und schafft es zunächst einmal, den Chef und 99 von seiner Unschuld zu überzeugen. Allerdings will niemand den CONTROL-Leuten glauben, dass eine Bombe in der Disney Hall versteckt sei, denn „der Secret Service macht keine Fehler“ und hätte diese gefunden, wenn es eine solche gäbe. Als sie noch überlegen, was sie nun tun könnten, fällt ihnen auf, dass 23 der Doppelagent sein muss und dass dieser den Aktivierungscode für die Bombe in der Konzerthalle bei sich hat. Daraufhin nimmt 23 Agentin 99 als Geisel und flieht. Er macht die Bombe scharf und teilt dies Siegfried mit. Nach einer längeren Verfolgungsjagd können der Chef und Smart Agentin 99 retten, dabei wird allerdings der Computer mit dem Aktivierungscode zerstört. In Erinnerung an das Gespräch mit Siegfried in der Bäckerei erkennt Smart, dass die letzten Töne von Beethovens 9. Sinfonie, die gerade in der Konzerthalle gespielt wird, die Explosion der Bombe auslösen. Die drei wollen dies verhindern und stürmen in die Halle. Kurz vor Konzertende reißt Smart den Dirigenten um, weshalb das Orchester aufhört zu spielen und die Bombe nicht explodiert. Zu guter Letzt wird Siegfried noch von Dalip, der die ständigen Demütigungen durch diesen satt hat, von einer Brücke aus einem fahrenden Auto ins Wasser geworfen.

Kritiken[Bearbeiten]

„[...]eine der Herausforderungen ist für die Autoren gewesen, komödiantisches Timing mit dem Action-Timing „mit Präzision und Stil“ zu verbinden[...]“

Emanuel Levy[1]

„Kino-Neuauflage der in den 1960er-Jahren populären Fernseh-Agentenparodie, die zwar etwas entstaubt, aber immer noch vorlagengetreu alte Genre-Stereotypen in anarchischer Art und Weise entzaubert. Vor allem der stimmigen Besetzung ist es zu verdanken, dass die mit Längen behaftete, nicht gerade originelle Story trägt und für solide Popcorn-Unterhaltung sorgt.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Fazit: Gelungene Agentenparodie, die spannend, actionreich, tempogeladen, romantisch und äußerst witzig ist“

Cinema[3]

„In der Kinofassung der kultigen TV-Serie „Mini-Max“ erlebt der ehrgeizige, aber trottelige Analyst Maxwell Smart endlich die Beförderung zum Außen-Agenten und wird gleich mit einem sehr gefährlichen Auftrag nach Osteuropa geschickt. Dabei begleitet ihn die kalte und schöne Kollegin 99 (Anne Hathaway). Sehenswert an dieser routiniert inszenierten Agentenparodie, deren Gags fast nur Rohrkrepierer sind, ist lediglich Hauptdarsteller Steve Carell, der mit seiner Ernsthaftigkeit, Hilflosigkeit und dem Ringen um Würde im ewigen Scheitern umwerfend komisch und rührend zugleich wirkt.“

Knut Elstermann, radioeins[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Filmcharaktere entstammen der Agentensatire Mini-Max (Originaltitel: Get Smart) von Mel Brooks und Buck Henry aus den Jahren 1965 bis 1970.[5] Peter Segal sagte in einem Interview, das Ziel der Filmautoren sei es gewesen, den Geist von Mel Brooks und jenen von Buck Henry der jungen Generation näherzubringen.[1]

Der Film wurde in Montreal, Harrington (Québec), Washington, D.C. sowie in einem Studio in Burbank (Kalifornien) gedreht.[6] Ursprünglich waren darüber hinaus Dreharbeiten in Los Angeles und in Moskau vorgesehen.[5] Die Produktionskosten wurden auf 80 Millionen US-Dollar geschätzt.[7]

Kinostart in den USA war am 20. Juni 2008, in Deutschland am 17. Juli 2008.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Besprechung von Emanuel Levy
  2. Get Smart (2008) im Lexikon des Internationalen Films
  3. Cinema
  4. Besprechung von Knut Elstermann
  5. a b The Rock, Stamp get 'Smart' in Variety vom 16. Januar 2007
  6. Filming locations for Get Smart
  7. Box office / business for Get Smart
  8. Release dates for Get Smart