Getaway

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Dieser Artikel behandelt den Film Getaway von 1972 mit Steve McQueen in der Hauptrolle. Das gleichnamige Remake aus dem Jahr 1994 mit Alec Baldwin findet sich unter Getaway (1994)
Filmdaten
Deutscher Titel: Getaway
Originaltitel: The Getaway
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1972
Länge: 118 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK alt 18/neu 16
Stab
Regie: Sam Peckinpah
Drehbuch: Walter Hill
Produktion: David Foster
Musik: Quincy Jones
Kamera: Lucien Ballard
Schnitt: Robert L. Wolfe
Besetzung

Getaway ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jim Thompson, die von einem Bankraub und der anschließenden Flucht der Bankräuber handelt. Der Titel des Films und die Flucht ordnen den Film dem Genre des Road Movies zu.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der in einem texanischen Gefängnis einsitzende Gangster Carter „Doc“ McCoy wird durch Einflussnahme des Lokalpolitikers Benyon vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen. Als Gegenleistung musste McCoys Frau Carol Benyon sexuell willfahren. Der korrupte Politiker engagiert McCoy kurz nach der Haftentlassung für einen Banküberfall, um eine Veruntreuung von 250.000 Dollar zu verschleiern. Insgeheim beabsichtigt Benyon, den Gangster zu beseitigen und dessen Frau zu übernehmen. Für die Durchführung des Überfalls stellt Benyon McCoy zwei Komplizen zur Seite, die Berufsverbrecher Frank Jackson und Rudy Butler. Bei der Vorbereitung des Überfalls kommt es bereits zu ersten Reibereien zwischen McCoy und Butler.

Der Banküberfall verläuft nicht nach Plan − das Geld wird zwar erbeutet, aber Jackson erschießt einen Wachmann und wird selbst auf der Flucht von seinem Komplizen Butler ermordet. McCoy und Carol fahren zum vereinbarten Treffpunkt. Dort versucht Butler auch McCoy aus dem Weg zu räumen, um die Beute für sich alleine zu behalten, der mißtrauische McCoy schießt jedoch schneller. Bei der vereinbarten Aufteilung der Beute in Benyons Haus erschießt Carol Benyon, nachdem der Politiker McCoy betreffs der genauen Umstände seiner Haftentlassung und des krummen Deals mit dem Geld aufgeklärt hat. Möglicherweise hatte Benyon angenommen, Carol McCoy würde bei der Verabredung in seiner Villa ihren Ehemann umbringen. Das Ehepaar flüchtet anschließend Richtung Mexiko. Sie werden dabei von der Polizei, Benyons Spießgesellen und Rudy Butler verfolgt. Dieser war von McCoys Kugeln nur leicht verletzt worden, da er noch eine für den Banküberfall beschaffte schußsichere Weste trug. Butler überfällt einen Tierarzt und dessen Frau, um sich die Schußwunde versorgen zu lassen. Anschließend nimmt er dem Mann Wagen und Frau ab. Der von Butler als Chauffeur zur Verfolgung McCoys eingesetzte Tierarzt endet durch Selbstmord.

ähnlich dem Wagen im Film: 1963er Ford Galaxie[1]

McCoy und seine Frau haben auf ihrer Flucht noch einigen Streß auszuhalten. So gelingt es kurzfristig einem im übrigen ahnungslosen Dieb, sich durch einen Trick des Geldkoffers zu bemächtigen. Später besorgt sich McCoy per Ladenraub eine Schrotflinte und Munition, die Polizei taucht auf. Er schießt sich mit überlegener Feuerkraft den Weg frei, ein Polizeiauto bleibt als brennender Schrotthaufen auf der Strecke. Die Beziehung des Gangsterpärchens gerät nun immer tiefer in die Krise, da McCoy Carol die Eskapade mit Benyon nicht verzeihen will. Die sparsamen Dialoge zeichnen das Bild zweier Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben und deren Gefühle füreinander erstarrt sind. Der Wendepunkt wird erreicht, als sie sich auf der Flucht in einem Müllcontainer verstecken müssen und zum Müllplatz gefahren werden, sie stehen vor dem Scherbenhaufen ihrer Ehe und erwägen die Trennung. Dennoch entscheiden sie sich, gemeinsam weiterzumachen und McCoy verzeiht Carol.

In einem Hotel endet die Verfolgungsjagd und es kommt zu einer fulminanten Schießerei, in der McCoy und seine Frau alle ihre Verfolger eliminieren können. Sie nehmen einen alten Cowboy als Geisel, der sich als sehr kooperativ erweist und ihnen mit seinem Pickup zur erfolgreichen Flucht nach Mexiko verhilft.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • Quincy Jones wurde für einen Golden Globe nominiert.
  • Der Film gewann einen Golden Reel Award.

[Bearbeiten] Kritik

Lexikon des Internationalen Films: Teilweise brillant inszenierter Thriller, der sein Thema, das Problem des naiven Verhältnisses der amerikanischen Gesellschaft zur Gewalt, durch die reißerische und brutale Fassade verdeckt.[2]


[Bearbeiten] Hintergrund

  • Ali McGraw spielte 1978 erneut in Convoy unter Sam Peckinpah.
  • Ali McGraw und Steve McQueen lernten sich bei den Dreharbeiten kennen und heirateten 1973, die Ehe wurde bereits 1978 vor den Dreharbeiten zu Convoy wieder geschieden

[Bearbeiten] Remake

1994 wurde ein gleichnamiges Remake von Roger Donaldson gedreht. Wieder verfasste Walter Hill das Drehbuch. Die Rollen der McCoys übernahmen mit Alec Baldwin und Kim Basinger erneut ein reales Ehepaar. Weitere Darsteller waren Michael Madsen, James Woods, Jennifer Tilly, Richard Farnsworth und Philip Seymour Hoffman.

Das Remake wurde als künstlerischer und kommerzieller Flop betrachtet, der dem Klassiker aus den 1970ern nicht gerecht wurde. Basinger wurde zwar für den MTV Award als Most desirable Woman nominiert, aber auch als Schlechteste Schauspielerin für die Goldene Himbeere.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Filmautos und dazu passende Filme
  2. Filmlexikon: Getaway

[Bearbeiten] Weblinks

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