Getreideheber

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Vier Getreideheber löschen einen Frachter
Landseitiger Getreideheber im Berliner Westhafen
Zwei Getreideheber an der Bahnstrecke in Hobson, Montana

Ein Getreideheber, auch als pneumatischer Elevator bezeichnet, diente in Häfen oder Bahnhöfen als Umschlagseinrichtung zum Be- und Entladen von Frachtschiffen oder Güterzügen mit Getreide.

Diese förderten pneumatisch Getreide und andere Schüttgüter aus dem Laderaum eines Frachters. Es gab schwimmende Getreideheber, die das Fördergut direkt an Bord eines Binnenschiffes oder einer Schute förderten und an Land installierte Getreideheber, die das Fördergut in einen Silo förderten. Die Förderleistungen betrugen 150 bis 250 Tonnen pro Stunde. Neben Getreide wurden mit Getreidehebern auch andere geeignete Ladungen wie Leinsaat, Sojabohnen, Sonnenblumensaat, Erdnüsse, Kopra, Ölnüsse und Johannisbrot gelöscht. 1956 gab es in Hamburg etwa 15 dieser schwimmenden Umschlagseinrichtungen.

Stationäre Getreideheber an Bahnstrecken und Häfen finden sich noch heute häufig in Norddeutschland sowie in der nordamerikanischen Prärie.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Getreideheber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien