Getreidemilch

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Getreidemilch ist ein Milchersatz zur speziellen, vor allem der laktosefreien Ernährung. Sie wird aus fermentiertem Getreide oder aus Mehl hergestellt. Getreidemilch kann aus Reis (siehe Reismilch), Hafer, Dinkel, Roggen oder Einkorn gewonnen werden. Zur Geschmacksverbesserung können Enzyme zugesetzt werden, die die Stärke etwas vorverdauen. In verschiedenen Ländern darf im Handel der Begriff Milch nicht verwendet werden, die Produkte werden daher als Reisdrink oder Ähnliches verkauft.

Getreidemilch ähnelt Kuhmilch im Aussehen. Der Nährwert ist abhängig von der verwendeten Getreideart und kann mit dem von Kuhmilch in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe verglichen werden, nicht jedoch auf den Gehalt an Proteinen. Getreidemilch enthält wenig gesättigte Fettsäuren und keine Laktose; sie ist daher bei Laktoseintoleranz zu empfehlen.

Getreidemilch sollte nur von Erwachsenen als Milchersatz konsumiert werden. Vor der Ernährung von Kleinkindern und Säuglingen mit Getreidemilch wird vom Forschungsinstitut Dortmund für die Ernährung allergiegefährdeter Säuglinge, der Ernährungskommission für Kinderheilkunde und dem Forschungsinstitut für Kinderernährung ausdrücklich gewarnt, da Mangelerkrankungen und Wachstumsstörungen auftreten können. Getreidemilch enthält insbesondere zu wenig hochwertige Proteine, Calcium und bestimmte Vitamine (Cobalamin (Vitamin B12), fettlösliche Vitamine), diese können jedoch zugesetzt werden.

Cobalamin wird ausschließlich von Mikroorganismen, Bakterien, Pilzen und Algen produziert. Höhere Pflanzen und Tiere sind dazu nicht in der Lage.

Siehe auch[Bearbeiten]