Gevatter Tod (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Gevatter Tod
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 76 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Wolfgang Hübner
Drehbuch Wolfgang Hübner,
Wera Küchenmeister,
Claus Küchenmeister
Produktion Wolfgang Rennebarth
Musik Karl-Ernst Sasse
Kamera Hans-Jürgen Sasse
Schnitt Karin Kusche
Besetzung

Gevatter Tod ist ein vom DEFA-Studio für Spielfilme produzierter Märchenfilm von Regisseur Wolfgang Hübner aus dem Jahr 1980. Vorlage für den Film war das Märchen Der Gevatter Tod aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

Der Film wurde erstmals am 28. Dezember 1980 im 1. Fernsehprogramm des Deutschen Fernsehfunks gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Ein armer Bauer sucht für sein 13. Kind Jörg einen Gevatter. Nachdem er die Angebote von Gott und Teufel abgelehnt hat, wählt er den Tod als Paten für seinen Sohn aus. Der lässt sein Patenkind an den Universitäten von Perugia und Casablanca Medizin studieren. Als Arzt wird er bald ein berühmter und reicher Stadtmedicus. Nach einer Abmachung mit seinem Gevatter darf er alle Patienten heilen, bei denen er den Tod an ihrem Kopf, nicht aber bei ihren Füßen stehen sieht: „Wenn es aus ist, ist es aus.“ In der Stadt ist die Pest ausgebrochen. Jörg rettet das Leben eines kleinen Jungen, deren Mutter zuvor gestorben ist. Der Bürgermeister der Stadt erkrankt schwer und soll nach dem Willen des Todes sterben. Jörg überlistet den Tod, in dem er den Bürgermeister mit den Füßen an das Kopfende des Krankenbettes legt. Der Tod sieht darüber hinweg, warnt ihn aber, das kein zweites Mal zu versuchen. Der Bürgermeister verspricht Jörg, ihn als Erben einzusetzen. Die Tochter des Bürgermeisters erkrankt, in die sich Jörg verliebt hat. Er überlistet den Tod abermals. Der Tod zeigt ihm daraufhin eine Höhle mit Lebenslichtern, unter anderem seins und das der Tochter des Bürgermeisters. Dies ist fast abgebrannt und kurz vor dem Erlöschen. Der Tod fragt „...sag, wie kräftig willst du des Mädchens Leben noch sehen ...“ Jörg macht eine folgenschwere Entscheidung, er greift in das Kerzenmeer und zieht eine große neue Kerze heraus. Der Tod nimmt die Kerze und drückt das Licht des Mädchens darauf mit den Worten:„... um deinet Willen Jörg ...“. Nachdem der Arzt wieder in die Stadt zurückgekehrt ist, sieht er, dass die Lebenskerze seinem jungen Adoptivsohn Stanislaus gehörte, der nun tot auf dem Boden seines Hauses liegt. Er verlässt die Stadt fluchtartig. In der letzten Szene trifft die Tochter des Bürgermeisters, die nun nicht mehr leben will, den Tod, der zu ihr sagt: „Leb wohl, du wirst noch einige Jahre leben.“

Drehort[Bearbeiten]

Als mittelalterliche Filmkulisse dienten unter anderem die historischen Altstädte von Quedlinburg und Görlitz.

Kritiken[Bearbeiten]

„Parabel über die Macht (und Notwendigkeit) des Todes; kraftvoll gespielt und souverän inszeniert, wobei die Gestalt des Todes gegen das Klischee mit dem lebensprallen, komischen Darsteller Dieter Franke besetzt wurde.“

Das Zweitausendeins Filmlexikon.

Weblinks[Bearbeiten]