Gewandhaus (Leipzig)

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Logo des Gewandhauses zu Leipzig.

Das Konzertgebäude Gewandhaus in Leipzig und zwei ebenfalls Gewandhaus genannte Vorgängerbauten an anderer Stelle sind seit 1781 Heimstätte des Gewandhausorchesters. Seit 1998 steht es unter der Intendanz von Gewandhausdirektor Andreas Schulz.[1] Zum Konzerthaus gehören ebenso der Gewandhausorganist, der GewandhausChor sowie der GewandhausKinderchor. Außerdem existieren verschiedene Kammermusikensembles wie beispielsweise das Gewandhaus-Quartett, das Gewandhaus-Bläserquintett und Gewandhaus-Brass-Quintett.

Das ursprüngliche, erste Gewandhaus[Bearbeiten]

Das erste Gewandhaus, Gemälde von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Das Gebäude wurde 1498 in der Leipziger Altstadt im Kupfergäßchen (der heutigen Kupfergasse) als Zeughaus errichtet. Nach der Nutzung des ersten Stockwerks als Messehaus der Tuch- und Wollwarenhändler wurde das ganze Gebäude bald Gewandhaus genannt. Weiterhin befand sich in dem Haus die Leipziger Kupferwaage.

1743 fanden sich in Leipzig sechzehn Kaufleute zusammen, um den Konzertverein Großes Concert zu gründen. Er bestand zunächst aus 16 Musikern. Das erste Konzert fand am 11. März 1743 statt. Ab 1744 fanden die Konzerte im Gasthaus „Drey Schwanen“ am Brühl statt. Mit dem Umzug in das Messehaus der Tuchwarenhändler (Gewandhaus) im Jahre 1781 erhielt das Orchester den Namen „Gewandhausorchester“.[2]

Blick in den Konzertsaal des Alten Gewandhauses um 1895.

1780–1781 wurde im Auftrag der Stadt durch Johann Carl Friedrich Dauthe ein Konzertsaal im zweiten Stockwerk des Hauses eingebaut. Auf der Südseite des quaderförmigen Saales befand sich das etwa 63m² große Orchesterpodium. Das Publikum saß auf längs zum Podium ausgerichteten, gegenüberliegenden Sitzreihen, an der Saalrückseite waren die Reihen quer ausgerichtet. Zusammen mit der Galerieebene sowie Stehplätzen bot der Saal bis zu 500 Zuhörern Platz. In ihm erklang erstmals am 25. November 1781 ein Konzert des auf das Jahr 1743 zurückgehenden Orchesters Das neue Konzert. Durch den Einbau des Konzertsaales in die größere Tuchhalle, die beinahe ausschließliche Verwendung von Holz und die Konstruktion auf Holzstützen über dem ehemaligen Tuchboden, so dass ein Resonanzraum um den Saal entstand, kam eine sehr gute Akustik mit relativ kurzer Nachhallzeit zustande. Das Deckengemälde stammte von Adam Friedrich Oeser, es fiel 1833 Renovierungsarbeiten zum Opfer. Da diese Renovierung in der Öffentlichkeit zum Skandal führte – unter anderem wurde der Konzertsaal als „Teufelsküche“ bewertet – erhielt 1834 der Dresdner Maler und Architekt Woldemar Hermann den Auftrag zur Neudekoration des Konzertsaals.[3] 1842 und 1872 wurde der Konzertsaal erneut renoviert und umgebaut. Nach dem Umbau 1842 konnte der Saal 1000 Personen aufnehmen.

Die Stirnseite des Saales schmückte ein Spruch Senecas, der zum Leitspruch des Orchesters werden sollte: „Res severa (est) verum gaudium“ (Wahre Freude ist eine ernste Sache).

Das ursprüngliche Gewandhaus erlebte zahlreiche Uraufführungen bedeutender Werke der klassischen Musik, die heute zum Standardrepertoire des weltweiten Konzertbetriebs gehören. Einer der bedeutenden Kapellmeister des Gewandhausorchesters war Felix Mendelssohn Bartholdy.

Nach 1884 wurde das Haus Altes Gewandhaus genannt und bis 1886 noch gelegentlich für Konzerte verwendet. Das Gebäude wurde 1893–1896 teilweise abgebrochen, umgebaut und in den Gebäudekomplex Städtisches Kaufhaus einbezogen, wo heute noch eine Gedenkplakette im zweiten Obergeschoss des historischen Treppenhauses an den früheren Eingang zum Gewandhauskonzertsaal erinnert.

Konzerthaus (2. Gewandhaus)[Bearbeiten]

Das zweite Gewandhaus, um 1900.
Wilhelm Gause: Im Foyer des Gewandhauses zu Leipzig, 1909

Am 11. Dezember 1884 wurde im Musikviertel südwestlich der Altstadt (Grassistraße/Beethovenstraße) ein Neues Concerthaus eröffnet, das bezugnehmend auf das ursprüngliche Gewandhaus auch häufig als Neues Gewandhaus bezeichnet wurde. Das Gebäude wurde 1882–1884 nach Plänen von Martin Gropius durch Heino Schmieden erbaut; der Bau wurde durch einen Kredit aus dem Nachlass von Franz Dominic Grassi finanziert. Das Konzerthaus enthielt einen großen Saal mit 1700 Plätzen und einen Kammermusiksaal mit 650 Plätzen. Der Leitspruch des Orchesters fand am Giebel des Eingangsportales Platz. Den bauplastischen Schmuck schuf der Berliner Bildhauer Otto Lessing.

Das 2. Gewandhaus war architektonisches Vorbild der 1900 errichteten Symphony Hall in Boston, Heimstätte des Boston Symphony Orchestra, die sich auch beim Konzertsaal an der als akustisches Vorbild geltenden „Schuhkarton“-Form orientierte.

Im November 1936 vernichteten die Nationalsozialisten bei Nacht und Nebel das vor dem Konzerthaus stehende Mendelssohn-Denkmal des Bildhauers Werner Stein (hergestellt von Hermann Heinrich Howaldt, 1892 enthüllt).

Das Konzerthaus wurde im Zweiten Weltkrieg am 3. und 4. Dezember 1943 sowie am 20. Februar 1944 durch Bomben schwer beschädigt. Zunächst war nach dem Krieg geplant, das Gebäude wieder aufzubauen. Letztlich wurde aber entschieden, die Reste des Gebäudes abzutragen und ein neues Gebäude an anderer Stelle zu errichten. Am 29. März 1968 wurde die Ruine des Konzerthauses abgerissen. Nach langen Jahren der Nutzung des Geländes als Parkplatz wurde 2002 an dieser Stelle das Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität Leipzig eröffnet.

Nachkriegsprovisorium „Kongreßhalle am Zoo“[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kongreßhalle Leipzig

Nach der Zerstörung des Konzerthauses musste sich das Gewandhausorchester eine neue Bleibe suchen. Nachdem das Orchester 1944 und 1945 im Kino Capitol spielte, fanden von 1946 bis 1981 die Gewandhauskonzerte in der Kongreßhalle am Zoo statt.

Neues Gewandhaus (3. Gewandhaus)[Bearbeiten]

Das Neue (dritte) Gewandhaus am Augustusplatz.
Grundsteinlegung des Neuen Gewandhauses durch Kurt Masur.
Das erste Konzert des Gewandhausorchesters unter Leitung von Kurt Masur im neuen Gebäude galt am 7. Oktober 1981 den am Bau des Hauses Beteiligten.

Am 20. Januar 1977 wurde der Grundstein für ein neues Gewandhaus in der Stadtmitte am Karl-Marx-Platz (heute wieder Augustusplatz) gelegt, gegenüber dem Leipziger Opernhaus am ehemaligen Standort des Museums der bildenden Künste. Das Gewandhaus war der erste und einzige Neubau einer reinen Konzerthalle in der DDR – andere Großprojekte in der DDR wurden hingegen als Multifunktionsbauten geplant (meist als „Kulturhaus“, „Kulturpalast“ oder „Stadthalle“). Die Zustimmung des Staatsapparates zu einem Gewandhausneubau wird vor allem dem großen Einsatz des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur zugeschrieben.

Entwurf und Projekt für das 1981 fertiggestellte Neue Gewandhaus stammen von Rudolf Skoda mit Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegoleit; basierend auf der von Horst Siegel gemeinsam mit Rudolf Skoda erarbeiteten städtebaulich-architektonischen Konzeption (1975/76). Oberbauleiter bei diesem außergewöhnlichen Projekt war der Leipziger Bauingenieur Peter Kunze. Sighard Gille schuf 1980–1981 für die Foyers das 714 m² große und 31,80 m hohe Deckengemälde Gesang vom Leben. Es ist das größte Deckengemälde Europas. Unsichtbar für Besucher, weil übermalt und verschalt, befindet sich hier auch ein unvollendeter Wandfries des Malers Wolfgang Peuker.

Der Große Saal mit 1.900 Plätzen besitzt eine ausgezeichnete Akustik, für die die Akustiker Wolfgang Fasold, Helgo Winkler, Hans-Peter Tennhardt und Eberhard Küstner verantwortlich zeichneten. Während des Baus wurde der Saal mehrere Male mit Soldaten der NVA besetzt, um die Akustik bei voller Auslastung zu testen. Der Saal ist mit einer Schuke-Orgel mit 6638 Pfeifen ausgestattet. Der Orchesterleitspruch „Res severa verum gaudium“ befindet sich wiederum im Konzertsaal an der Orgelempore. Ein dem normalen Konzertbesucher verborgen bleibender Ort dieses Leitspruchs befindet sich im Treppenaufgang des Dienstbereiches – dort verweist der erste Halbsatz „Res severa“ (ernste Sache) auf den Eingang zu den Musiker- und Chorgarderoben, der zweite Teil des Spruches „Verum Gaudium“ (wahre Freude) hingegen auf die Kantine des Gewandhauses.

Das Eröffnungskonzert unter der Leitung des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur fand am 8. Oktober 1981 statt; auf dem Programm standen Siegfried Thieles Gesänge an die Sonne und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9.

Im Herbst 1989 kam dem Gewandhaus politische Bedeutung zu. Kurt Masur öffnete das Haus für die sogenannten „Gewandhausgespräche“, öffentliche Diskussionsrunden, in denen über die Reformen und die Zukunft der DDR debattiert wurde. Damit wurde das Gewandhaus zu einer Plattform für die politische Opposition der DDR.[4]

Der Kleine Saal mit 498 Plätzen wurde 1997 ebenfalls von Rudolf Skoda zum Mendelssohn-Saal umgebaut; er wird vor allem für Kammermusik genutzt.

2001 entwarf Peter Kulka den MDR-Kubus, der über eine Brücke direkt mit dem Gewandhaus verbunden ist.


Konzertorgeln[Bearbeiten]

Walcker-Orgel im Konzerthaus[Bearbeiten]

Die 1884 erbaute Walcker-Orgel

Für den großen Saal des 1884 errichteten Neuen Concerthauses baute die Orgelbaufirma E. F. Walcker & Cie. (Ludwigsburg) eine große Konzertorgel.[5] Das Orgelgehäuse bildete mit der Architektur des Konzertsaals eine Einheit, es wurde nach einem Entwurf von Martin Gropius angefertigt. Das Instrument konnte als Opus 432 wenige Tage vor der Eröffnung des Neuen Gewandhauses übergeben werden.

Die Orgel wurde zusammen mit dem Konzerthaus im Zweiten Weltkrieg zerstört.

I. Manual C–a3
1. Prinzipal 16′
2. Flauto Major 16′
3. Prinzipal 8′
4. Bourdon 8′
5. Gemshorn 8′
6. Hohlflöte 8′
7. Quintatön 8′
8. Dolce 8′
9. Viola di Gamba 8′
10. Trompete 8′
11. Oktave 4′
12. Rohrflöte 4′
13. Gemshorn 4′
14. Clairon 4′
15. Quinte 51/3
16. Quinte 22/3
17. Oktave 2′
18. Mixtur VI 22/3
19. Kornett V 8′
II. Manual C–a3
20. Bourdon 16′
21. Prinzipal 8′
22. Gedeckt 8′
23. Salizional 8′
24. Spitzflöte 8′
25. Aeoline 8′
26. Voix céleste 8′
27. Oboë 8′
28. Basson 8′
29. Prinzipal 4′
30. Flauto dolce 4′
31. Piccolo 2′
32. Cymbel III 22/3
III. Manual C–a3
33. Quintatön 16′
34. Geigenprinzipal 8′
35. Lieblich Gedeckt
36. Konzertflöte 8′
37. Harmonika 8′
38. Klarinette 8′
39. Fugara 4′
40. Traversflöte 4′
41. Harmonia aeth. III 22/3
Pedal C–f1
42. Prinzipalbaß 32′
43. Prinzipalbaß 16′
44. Violonbaß 16′
45. Subbaß 16′
46. Quintbaß 102/3
47. Gedecktbaß 16′
48. Posaunenbaß 16′
49. Oktavbaß 8′
50. Violoncello 8′
51. Flötenbaß 8′
52. Trompete 8′
53. Oktave 4′
54. Clairon 4′
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/Pedal, II/Pedal, III/Pedal
  • Spielhilfen: Kombinationstritte für Tutti, Fortissimo, Forte, Mezzoforte, Piano und Pianissimo, Tritte für Fortepedal- und Pianopedal-Abteilung, Kombinations-Prolongement, Crescendo- und Decrescendo-Vorrichtung, Schwelltritt für III. Manual, Tremolozug für Oboë 8′ (II. Manual)

Jehmlich-Orgel in der Kongreßhalle[Bearbeiten]

Auch in der als Provisorium genutzten Kongreßhalle entschloss sich die Stadtverwaltung 1946, eine zweimanualige Orgel mit 32 Registern von der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden einbauen zu lassen.

Infolge starker Verschmutzungen durch die die verschiedenen Arten der Saalnutzung und technischer Mängel wurde die Orgel insgesamt nur zu fünf Konzerten eingesetzt. Am 30. Oktober 1980 erklang sie zum letzten Mal bei einem Anrechtskonzert des Gewandhauses.[6]

Schuke-Orgel im Neuen Gewandhaus[Bearbeiten]

Prospekt der 1981 erbauten Schuke-Orgel

Im 1977 erbauten Neuen Gewandhaus erbaute die Orgelbaufirma Alexander Schuke (Potsdam) 1981 eine Konzertorgel. Das Schleifladen-Instrument verfügt über 91 Register (6.638 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal. Es ist mit mechanischen und elektrischen Tontrakturen und elektrischen Registertrakturen ausgestattet. Die Pfeifenanzahl 6638 stammt aus der Zeit vor der Erweiterung um zwei Register im Jahr 2008.

Der Haupt-Spieltisch befindet sich unterhalb des Schwellwerks bzw. des darüber liegenden Oberwerks. Das Hauptwerk befindet sich auf der linken Seite, das Positiv und das Pedalwerk auf der rechten Seite. Das Pedalwerk ist im Prospekt in Groß- und Kleinpedal unterteilt. Das Kleinpedal befindet sich im Prospekt zwischen Groß-Pedal und Oberwerk. Das Positiv mit seinem 4′-Prospekt steht unter dem Klein-Pedal. Da die größte Prospektpfeife, das Subkontra E (20,6 Hz) des Principal 32′, mit ihrer klingenden Länge von ca. 7,50 m und einer Gesamtlänge von ca. 9,6 m bereits bis knapp unter die Decke reicht, wurden die Pfeifen für die tiefsten Töne C - Dis als geschlossene Pfeifen, die mit der halben Länge einer offenen Pfeife auskommen, gebaut. Diese stehen als baumstammdicke Metallpfeifen hinter dem Prospekt im Pedalturm. Eine Besonderheit ist das Trompetenwerk, das horizontal über den Spieltisch in den Raum hineinragt. Solche Horizontaltrompeten nennt man auch umgangssprachlich Spanische Trompeten.[7]

1987 erhielt die Orgel ihren bereits 1977 konzipierten Endausbauzustand. Die Orgelbaufirma Otto Heuss in Lich entwickelte dazu einen zweiten, mobilen Spieltisch, von dem aus das Instrument spielbar ist. Er befindet sich auf dem Orchesterpodium.[8]

2008 wurde die Orgel einer Generalreinigung unterzogen. In diesem Zusammenhang wurde die Elektrik erneuert und die Elektronik auf ein computergestütztes Steuerungssystem umgestellt. Als zusätzliche Register wurde im Hauptwerk das Register Cornett V und im Pedal das Register Untersatz 32′ eingebaut.[9]

I Schwellwerk C–a3
1. Bordun 16′
2. Holzprincipal 8′
3. Spillpfeife 8′
4. Gambe 8′
5. Salicional 8′
6. Schwebung 8′
7. Oktave 4′
8. Nachthorn 4′
9. Fugara 4′
10. Hohlquinte 22/3
11. Oktave 2′
12. Waldflöte 2′
13. Terz 13/5
14. Quinte 11/3
15. Septime 11/7
16. Mixtur VI
17. Bombarde 16′
18. Tromp. harm. 8′
19. Oboe 8′
20. Clarine 4′
Tremulant
II Hauptwerk C–a3
21. Principal 16′
22. Oktave 8′
23. Rohrflöte 8′
24. Spitzflöte 8′
25. Großquinte 51/3
26. Oktave 4′
27. Gedackt 4′
28. Quinte 22/3
29. Oktave 2′
30. Großmixtur VIII
31. Kleinmixtur V
32. Cornett V 8′
33. Trompete 16′
34. Trompete 8′
35. Feldtrompete 4′


Trompetenwerk C–a3
36. Horiz. Trompete 16′
37. Horiz. Trompete 8′
38. Horiz. Trompete 51/3
39. Horiz. Trompete 4′
III Oberwerk C–a3
40. Quintadena 16′
41. Principal 8′
42. Gedackt 8′
43. Trichterflöte 8′
44. Oktave 4′
45. Rohrflöte 4′
46. Gemshorn 4′
47. Nassat 22/3
48. Oktave 2′
49. Feldpfeife 2′
50. Terz 13/5
51. Quinte 11/3
52. Oktave 1′
53. Mixtur V
54. Scharff IV
55. Fagott 16′
56. Schalmei 8′
Glockenspiel
Tremulant
IV Positivwerk C–a3
57. Holzgedackt 8′
58. Quintadena 8′
59. Principal 4′
60. Blockflöte 4′
61. Dulzflöte 4′
62. Sesquialtera II 22/3
63. Spitzflöte 2′
64. Nassat 11/3
65. Sifflöte 1′
66. Scharff V
67. Cymbel III
68. Dulcianregal 16′
69. Krummhorn 8′
70. Vox humana 8′
Große Cymbelglocken
Kleine Cymbelglocken
Tremulant
Pedal C–g1
71. Principal 32′ (ab E im Prospekt)
72. Untersatz 32′
73. Principal 16′
74. Offenbaß 16′
75. Subbaß 16′
76. Salicetbaß 16′
77. Quinte 102/3
78. Oktave 8′
79. Hohlflöte 8′
80. Gedacktbaß 8′
81. Oktave 4′
82. Pommer 4′
83. Bauernpfeif 2′
84. Rohrflötenbaß 1′
85. Hintersatz IV
86. Mixtur VI
87. Posaune 32′
88. Posaune 16′
89. Dulcian 16′
90. Trompete 8′
91. Clairon 4′
  • Koppeln
    • Normalkoppeln: I/II, I/III, III/II, IV/II, II/I, III/I, IV/I, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
    • diverse Sub- und Superoktavkoppeln:
    • Horizontal-Trompeten an I, II, III, P
  • Spielhilfen: 10.000-fache elektronische Setzeranlage, Crescendowalze

Uraufführungen[Bearbeiten]

Im 1. Gewandhaus:

Im Konzerthaus (2. Gewandhaus):

  • Max Reger: Violinkonzert A-Dur op. 101 (18. Oktober 1908)
  • Max Reger: Klavierkonzert f-Moll op. 114 (15. Dezember 1910)
  • Antonín Dvořák: Cellokonzert A-Dur (komplettiert von Günter Raphael, 24. Oktober 1929)

Im Neuen Gewandhaus:

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Gewandhaus. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 18. Heft: Stadt Leipzig (II. Theil). C. C. Meinhold, Dresden 1896, S. 346.
  • Rudolf Skoda: Die Leipziger Gewandhausbauten. Konzertgebäude im internationalen Vergleich. Verlag für Bauwesen, Berlin 2001, ISBN 3-345-00781-9 (erweiterte Neuausgabe von: Rudolf Skoda: Neues Gewandhaus Leipzig. Verlag für Bauwesen, Berlin 1985).
  • Steffen Lieberwirth: Die Gewandhaus-Orgeln. (Bilder aus Leipzigs Musikleben), Edition Peters, Leipzig 1986, ISBN 3-369-00220-5.
  • Christoph Kaufmann: Von einem Abriss wird abgeraten. Das Gewandhaus zu Leipzig zwischen 1944 und 1968. Hrsg. vom Leipziger Geschichtsverein. Sax-Verlag, Beucha 1996, ISBN 3-930076-41-1.
  • Das Neue Gewandhaus. Wie es seinen Ort fand und seine Gestalt bekam. In: Bauen in Leipzig 1945–1990. Leipzig 2003, ISBN 3-89819-159-1, S. 211–215.
  • Tobias Thuge: Res Severa – Vom Verschwinden eines Bildes. Wolfgang Peukers Bild „Welttheater“ im Gewandhaus zu Leipzig als Beispiel staatlicher Auftragskunst in der DDR. Grin Verlag, München 2010. ISBN 978-3-640-52857-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Andreas Schulz (PDF; 291 kB)
  2. Aus der Geschichte des Gewandhausorchesters
  3. Woldemar Hermann; Eckhart Schleinitz (Hrsg.); Michael Schleinitz (Hrsg.): Tagebuch meines Wirkungskreises in der Architektur. Hermanns Bautagebuch von 1826 bis 1847. Verlag Notschriften, Radebeul 2006, ISBN 978-3-933753-88-5, S. 40 f.
  4. Porträt Kurt Masur
  5. Lieberwirth: Die Gewandhaus-Orgeln. S. 29–31
  6. Lieberwirth: Die Gewandhaus-Orgeln. S. 62
  7. Informationen zur Disposition
  8. Lieberwirth: Die Gewandhaus-Orgeln. S. 116 ff.
  9. Zur Sanierung 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gewandhaus (Leipzig) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.33777777777812.380555555556Koordinaten: 51° 20′ 16″ N, 12° 22′ 50″ O