Geymüller
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Die Familie Geymüller wird erstmals 1581 in Turckheim im Elsaß genannt. 1613, während der Religionskriege, emigriert die Familie nach Basel.
Johann Heinrich (1754 – 1824) kam 1772 nach Wien, wo er mit seinem Bruder und seinem Neffen das Bankhaus Geymüller gründete. Sie konnten 1806 und 1809 dem österreichischen Kaiser Franz I. die Reparationssummen zur Verfügung stellen, die er nach der Niederlage gegen Napoleon I. an Frankreich zahlen musste. Auch trug Johann Heinrich Geymüller zur Gründung der österreichischen Nationalbank bei und wurde deren Vize-Gouverneur.
1810 wurden die Brüder Johann Heinrich und Johann Jacob, sowie ihr Neffe Johann Heinrich Falkner (1781-1848), der sich seit 1804 auch Geymüller nannte, in den österreichischen Ritterstand erhoben. 1824 erfolgte für dieselben die Erhebung in den Freiherrnstand.
Das Geymüllerschlössel in Pötzleinsdorf, die Sommerresidenz der Familie, wurde ein Zentrum der Wiener Salonkultur und ist heute ein Museum.
In der Wallnerstrasse im 1. Wiener Gemeindebezirk besaß die Familie das Palais Caprara-Geymüller welches sie im Jahr 1798 erwarb und zu einem Ort der Kultur und des gesellschaftlichen Lebens gestaltete. Franz Grillparzer lernte dort 1821 seine ewige Braut Kathi Fröhlich kennen, die bei der Familie Geymüller als Musiklehrerin tätig war.
1841 ging das Bankhaus Geymüller in Konkurs. Der Schweizer Heinrich von Geymüller (1839 - 1909) wurde als Architekturhistoriker bekannt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Eintrag über Johann Heinrich Freiherr von Geymüller im Österreich-Lexikon von aeiou

