Ghostery

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Ghostery
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Maintainer Felix Shnir,
José María Signanini
Entwickler Evidon Inc.
Aktuelle Version Version 5.3.1[1]
(09. Juni 2014)
Betriebssystem übergreifend
Kategorie Add-on / App
Lizenz proprietär
Deutschsprachig teilweise
ghostery.com

Ghostery ist eine Software, die den Anwender beim Surfen auf versteckte Dienste hinweist, die im Hintergrund private Daten an Seitenbetreiber übermitteln, und diese auf Wunsch blockiert. Das Programm ist als Add-on für die Webbrowser Firefox, Safari, Chrome, Opera und Internet Explorer verfügbar sowie als eigenständige Webbrowser-App für Apple iOS.[2]

Funktionsweise[Bearbeiten]

Anders als die populäre Firefox-Erweiterung NoScript blockiert Ghostery versteckte Skripte nicht kategorisch, sondern informiert den Nutzer lediglich über deren Existenz. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit, das Skript zu blockieren und/oder sich über dessen Urheber und Datenschutzrichtlinien zu informieren.

Außerdem kann der Nutzer einwilligen (Opt-in), Informationen über die blockierten Skripte an die Entwickler zu senden. Die entsprechende Funktion ist als Ghostrank tituliert.

Beim Laden einer neuen Webseite zeigt das Programm in der oberen rechten Ecke des Browserfensters eine Liste der aktiven Tracking-Programme an. Durch Anklicken des Ghostery-Symbols in der Statusleiste wird die Liste geöffnet und kann bearbeitet werden. Sie enthält die Links zu den weiterführenden Informationen und bietet dort die Möglichkeit, unerwünschte Seiten zu blockieren.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Die deutsche Computerzeitschrift Chip rät vom Gebrauch der Software ab. Nach Chip gebe Ghostery nur vor, sich dem Schutz der User vor Tracking zu verschreiben. Chip kommt zu seinem Urteil, da der Hersteller von Ghostery gleichzeitig seine Datenbank der Werbewirtschaft zur Verfügung stelle.[4] Auch Technology Review berichtet, dass die Firma hinter Ghostery Benutzerdaten an Werbefirmen weitergebe, wenn „Ghostrank“ aktiviert ist.[5]

Nach eigenen Angaben sammelt Ghostery keine Informationen, die dazu gebraucht werden können, zielgerichtet zu werben oder Ghostery-Benutzer zu identifizieren. Es würden nur dann Daten gesammelt, wenn der Benutzer zur Funktion Ghostrank eingewilligt (Opt-in) habe. Die gesammelten Daten würden der Organisation Better Business Bureau zur Verfügung gestellt. Des Weiteren liefere Ghostery Daten an Universitätsstudenten, an Datenschutz-Forscher sowie an Journalisten für deren Studien.[6]

Rezeption[Bearbeiten]

Ghostery wurde in die Liste der „empfohlenen Firefox-Erweiterungen“ von Mozilla aufgenommen.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Version, abgerufen am 14. Februar 2014
  2. Übersicht auf ghostery.com
  3. Beispiel und Beschreibung der Anzeige auf ghostery.com
  4. Ghostery für Firefox. chip.de, 21. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2013 (siehe unter Fazit).
  5. Tom Simonite: Die Geister, die ich rief. Technology Review, 18. Juni 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  6. What does Evidon do with Ghostrank information? Offizielles FAQ Punkt 17, abgerufen am 26. Mai 2013 (englisch)
  7. Ghostery auf addons.mozilla.org