Giławy

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Giławy
Giławy führt kein Wappen
Giławy (Polen)
Giławy
Giławy
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Olsztyn
Gmina: Purda
Geographische Lage: 53° 43′ N, 20° 48′ O53.71666666666720.8Koordinaten: 53° 43′ 0″ N, 20° 48′ 0″ O
Höhe: 170 m n.p.m
Einwohner: 188 (2006)
Postleitzahl: 11-030
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig
Kaliningrad
St.-Johannes-Kirche in Giławy

Giławy, bis 1945 deutsch: Gillau, ist ein Dorf und Sołectwo in der südlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Purda im Powiat Olsztyński im Nordosten Polens.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt zwischen dem See Serwent (250 ha) und dem See Giławy (19,5 ha) etwa 25 km süd-östlich von Olsztyn entfernt. Die fünf Dörfer Gąsiorowo, Giławy, Groszkowo, Nerwik und Zaborowo gehören zum Sołectwo Giławy.[1]

Geologie[Bearbeiten]

Die Landschaft wurde gestaltet durch den Eisschild und ist eine postglaziale, hügelige, bewaldete Grundmoräne mit zahlreichen Rinnenseen und Flüssen. Charakteristisch für die Gegend sind zahlreiche Seen, Sümpfe, Teiche sowie Nadel- und Mischwälder, die 53 % des Gemeindegebiets Purda bedecken.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 19. August 1407 verlieh der Bischof Ermlands die Handfeste nach der Agrarverfassung des Deutschordensstaates dem Jacob Gillau, Sohn des Mykens Sirwithen, für ein Dienstgut am See Sirwithen (Serwent) von 40 Hufen mit vier Freihufen für den Schulzen. Im Jahr 1441 wurde ein Lokationsvertrag mit 30 Hufen für Gillau neu verliehen.

Nach dem Zweiten Frieden von Thorn im Jahr 1466 wurde Ermland als autonomes Fürstbistum Ermland der Krone Polens unterordnet; die Grenze zum Herzogtum Preußen verlief bis 1772 etwa ein Kilometer südlich bei Gillau. Während des preußischen Pfaffenkrieges wurde Gillau im Jahr 1479 von der Truppen des polnischen Königs völlig zerstört.

Mit der ersten Teilung Polens im Jahr 1772 wurde Ermland samt Gillau ein Teil des Königreichs Preußen.

Im Mai 1874 wurde das Amtsbezirk Preylowen (nach der Arisierung der Ortsnamen: Preiwils 1938–1945) mit der Landgemeinde Gillau und dem Wohnplatz Klein Gillau gebildet.[2]

Bei der Volksabstimmung am 11. Juli 1920 wurden 190 Stimmen für Ostpreußen und 58 Stimmen für Polen abgegeben.

Die größten Bauernhöfe in den Jahren 1930–1932 waren:

  1. Bernhard Grabowski 44 ha
  2. August Ziemski 39 ha
  3. Paul Zimmermann 35 ha
  4. Franz Schikorski 28 ha

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1820: 109
  • 1913: 520
  • 1928: 463
  • 1939: 458
  • 2006: 188

Religionen[Bearbeiten]

Gillau gehörte zuerst dem Kirchspiel Groß Purden an. Im Jahr 1898 wurde in Gillau die St. Johannes Baptist Kirche errichtet – zum Kirchspiel gehörten: Gillau, Graskau, Gonschorowen, Groß und Klein Rauschken, Klutznik, Nerwigk, Podlassen, Saborowen und Wallen.[3]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen. Auszug Ermland. Auflage 1932.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Webseite der Gemeinde Purda
  2. http://www.territorial.de/ostp/allenst/preiwils.htm
  3. Gillau (Kichspiel). Gen-Wiki, abgerufen am 12. Januar 2014.