Giacinto Andrea Cicognini

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Giacinto Andrea Cicognini (* 1606 in Florenz; † 1651 in Venedig) war ein italienischer Dramatiker und Librettist; er war der Sohn des Dichters und Dramatikers Jacopo Cicognini.

1627 schloss er seine Ausbildung an der Universität Pisa ab. 1640 bis 1645 lebte er in Florenz als Rechtsberater für den Dichter und Dramatiker Giambattista Ricciardi. 1647 schrieb er sein erstes eigenes Libretto Il Celio, das von Sapiti and Baglioni in Musik gesetzt wurde. Später im Jahr wechselte er nach Venedig, wo er als Sekretär von Francesco Boldieri arbeitete, einem Adligen, der das Vermögen des Johanniterordens verwaltete. Sein Ruhm als Dramatiker und Librettist wuchs mit der Zahl seiner Dramen, Tragödien, Komödien und Libretti, die er für Theater und Opernhäuser Venedigs verfasste. Die Komponisten, für die er arbeitete, waren unter anderen Francesco Cavalli, Antonio Cesti und Francesco Lucio.

Cicognini war somit einer wichtigsten Akteure in der Oper des 17. Jahrhunderts; er vereinte Elemente von Tragödie und Komödie und zeigte oft Anzeichen eines spanischen Einflusses. Seine berühmtesten Libretti sind Giasone und Orontea (mit der Musik von Cavalli bzw. Lucio), die zu den beliebtesten Opern des 17. Jahrhunderts in Europa werden sollten.

Quelle[Bearbeiten]

  • Biography Resource Center. Farmington Hills, Mich.: Gale, 2009.