Giancarlo De Carlo

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Giancarlo De Carlo (* 12. Dezember 1919 in Genua, Italien; † 4. Juni 2005 in Mailand, Italien) war Architekt, emeritierter Professor der Universität Venedig und einer der wichtigsten Vertreter der Nachkriegsarchitektur in Italien.

Leben[Bearbeiten]

Der 1919 geborene Genuese Giancarlo De Carlo studierte Architektur am Instituto Universitario d´Architettura Venedig und am Politecnico in Mailand. Seit 1950 hatte er ein eigenes Atelier in Mailand. De Carlo war Mitglied des CIAM (Congrès International d'Architecture Moderne) und des Team X, zu dem auch J. B. Bakema, P. Smithson und Aldo van Eyck gehörten.

Internationale Bekanntheit erreichte De Carlo mit seinem Studentendorf bei Urbino (1962-66), "mit dem er seine Auffassung vom Bauen als einer Architektur, die sich den örtlichen und sozialen Gegebenheiten anpasst, praktisch ausformulierte." Der Campus der Universität Urbino begleitete sein Werk von 1962 bis 1983.

Mit seiner zum Brutalismus zu rechnenden Formensprache realisierte er in den folgenden Jahrzehnten weitere Wohnsiedlungen, wie die Arbeitersiedlung Matteotti in Terni (1970-75) und das soziale Wohnungsbauprojekt in Venedig-Mazzorbo (1979–1995).

Er erhielt den "Cittadino Onorario della Città di Urbino", 1988 den Wolf Foundation Prize und 1990 die Fritz Schumacher Medaille.

De Carlo war seit den 50er Jahren Lehrstuhlinhaber an der Universität Venedig und als Städtebauer auch politisch sehr aktiv. Neben seiner Tätigkeit als Herausgeber der Architekturzeitschrift "Spazio e Societa" engagierte er sich bei "International Laboratory of Architecture and Urban Design (ILAUD)" sowie an der International Academy of Architecture (IAA) in Sofia.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]