Gib (Computerspiele)

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Typische Gibs, aus dem Open-Source-Shooter OpenQuartz

Gib [dʒɪb] (Abkürzung von englisch giblets ‚Eingeweide‘, ‚Innereien‘) ist ein unter Computerspielern gebräuchlicher Begriff, für (einzelne) Körperteile und Überreste einer Figur (z. B. ein Stück Arm, Gedärm, Gehirn usw.). Der Begriff ist hauptsächlich im Ego-Shooter-Genre verbreitet, wo sich auch die Bezeichnung eines speziellen Spielmodus von diesem Begriff ableitet (siehe InstaGib).

Analog hierzu existiert das Verb „gibben“ bzw. das Adjektiv „gibbed“, womit das gewaltsame, blutige Töten einer Spielfigur bezeichnet wird, die dabei üblicherweise in ihre Einzelteile zerstückelt bzw. gegibbt wird. Die Möglichkeiten bzw Umstände, wann eine Spielfigur gegibbt wird, variieren. In Quake gibbt eine Spielfigur entweder durch die Reduktion der HP auf unter −40, durch einen tödlichen Quad-Damage-Treffer oder durch einen Telefrag. Die sehr drastischen und blutigen Darstellungen werden einerseits als Feature angesehen (Realismus), dienen jedoch in ihren extremeren Formen häufig auch dazu, bewusst zu schocken, Aufmerksamkeit zu erregen oder zu provozieren (vergleiche Splatter).

Bedeutung kommt dem Sachverhalt in der immer wieder aufflammenden Kontroverse um die sogenannten „Killerspiele“ zu, in welcher er von Kritikern als Argument gegen gewalttätige Computerspiele gebraucht (und teilweise auch missbraucht) wird. In für den deutschen Markt entschärften Versionen diverser Computerspiele werden Gibs teilweise oder gänzlich aus den Spielen entfernt, um einer Indizierung (und den damit einhergehenden Vertriebseinschränkungen und somit dem sicheren wirtschaftlichen Tod) des Spiels vorzubeugen.

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