Gidō Shūshin

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Gidō Shūshin (jap. 義堂 周信, auch Kūge dōjin (空華道人); * 1. März 1325 in Nagaoka oder Takaoka, Provinz Tosa (heute: Präfektur Kōchi); † 10. Mai 1388)[1] war ein japanischer Schriftsteller und buddhistischer Mönch.

Leben[Bearbeiten]

Gidō entstammte der einflussreichen Taira-Familie. Siebzehnjährig trat er in den Tempel Rinsen-ji in Kyōto ein, wo er Schüler des Zen-Meisters Musō Soseki war. Eine nach seiner Ausbildung geplante Reise nach China konnte er wegen gesundheitlicher Probleme nicht antreten. Er setzte seine Ausbildung bei Ryūzan Kokken im Tempel Kennin-ji fort. In den folgenden Jahren lebte er in den in Kamakura gelegenen Tempeln Enpuku-ji, Zenpuku-ji und Hōn-ji. Der Shōgun Ashikaga Yoshimitsu rief ihn zurück nach Kyōto, wo er als Abt der Tempel Kennin-ji und Nanzen-ji wirkte.

In der Sammlung Jōkan jūwa ruiju sōon renpōshū (重刊貞和類聚祖苑聯芳集)[2] kompilierte Gidō tausende Gedichte zenbuddhistischer Mönche aus der Song- und Yuan-Dynastie. Er verfasste auch selbst Gedichte und gilt als bedeutender Vertreter der Fünf-Berge-Literatur (五山文学, Gosan-Bungaku). In der Schrift Kūge nichiyō kufū ryakushū (空華日用工夫略集) stellten Schüler Gidōs eine Biographie ihres Meister aus dessen Tagebuchaufzeichnungen, ergänzenden Materialien und Predigten zusammen.

Quelle[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 義堂周信. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus bei kotobank.jp. Kodansha, abgerufen am 20. November 2011 (japanisch).
  2. 重刊貞和類聚祖苑聯芳集 10巻 – Digitalisat bei der Nationalen Parlamentsbibliothek
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Gidō der Familienname, Shūshin der Vorname.