Gideon (Richter)

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Die Richter Israels
Buch der Richter

1. Buch Samuel

„Gideon dankt Gott für das Tauwunder“, Gemälde von Maarten van Heemskerck (Musée des Beaux-Arts de Strasbourg)

Gideon (גדעון, hebr. „Hacker, Holzfäller, Zerstörer“, Beiname Jerubbaal nach Ri 6,32 EU) ist ein alttestamentlicher Richter, über den das Buch der Richter in Ri 6,11-8,35 EU berichtet.

Gideon, der Sohn des Joasch, wurde von JHWH durch einen Engel berufen, die Israeliten vom Joch der Midianiter zu befreien.

Gemäß der biblischen Erzählung bat er Gott, ihm seinen Auftrag mit einem Zeichen zu bestätigen und legte ein Vlies auf die Tenne, das über Nacht nass vom Tau sein solle. Am nächsten Morgen fand er das Vlies tatsächlich in der sonst trockenen Umgebung von Tau benetzt. Bernhard von Clairvaux nutzte dieses Gleichnis als Allegorie für die unbefleckte Empfängnis in der Mariensymbolik.

Auf göttliche Anweisung riss Gideon den Altar und die Kultsäule des Baal-Kultes nieder. „Darum nannte man Gideon seit jenem Tag Jerubbaal – das heißt: Baal möge gegen ihn streiten –, denn er hat seinen Altar niedergerissen“ (Ri 6,32 EU). Nach dem Sieg über die Midianiter lehnte Gideon die Königswürde ab, bat jedoch sein Volk, ihm einen Teil des erbeuteten Goldes der Midianiter zu geben, woraus er ein Efod fertigte, offenbar ein Götzenbild, denn es heißt weiter: „Und ganz Israel trieb dort damit Abgötterei. Das brachte Gideon und sein Haus zu Fall“ (Ri 8,27 EU).

Gideon starb in hohem Alter in seiner Heimatstadt Ofra. Nach seinem Tode lebt der Baal-Kult wieder auf. Sein Sohn Abimelech wurde sein Nachfolger.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gideon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
Debora und Barak Richter Abimelech