Gießübel
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Gießübel ist ein Dorf im Landkreis Hildburghausen in Thüringen, das seit 1994 Ortsteil von Schleusegrund ist.
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[Bearbeiten] Geografie
Gießübel, eine kleine Gemeinde im Thüringer Wald, liegt rund zwei Kilometer vom Rennsteig entfernt in einer Höhe von 500 bis 550 Metern im Tal der Neubrunn und seiner zwei Zuflüsse Rehbach und Dachsbach.
[Bearbeiten] Geschichte
Gießübel wurde um 1317 erstmals urkundlich erwähnt und geht vermutlich auf eine frühe Eisengusshütte zurück. Der Ort zählte zum Amt Eisfeld und war historisch von Forstwirtschaft und Holzverarbeitung geprägt. Im 17. Jahrhundert wurde außerdem Schwefelkies abgebaut. Weitere Erwerbsgebiete waren die Leinenweberei, der Hefehandel sowie zwei Mahlmühlen. 1666 wurden 175 Einwohner gezählt, 1852 waren es bereits 787. Die Industrialisierung wirkte sich vor allem auf die örtliche Holzverarbeitung aus, indem aus den Mühlen Sägewerke mit angeschlossener Holzwarenproduktion wurden. Nach 1918 wurde zudem eine Glashütte betrieben. Der Fremdenverkehr war vor dem Zweiten Weltkrieg zunächst nur schwach ausgeprägt. Zu DDR-Zeiten wurde der Fremdenverkehr ausgebaut, die Holzverarbeitung und Glasproduktion fortgeführt und ein Elektrobetrieb eröffnet. 1994 schloss sich Gießübel mit drei umliegenden Gemeinden zur neuen Gemeinde Schleusegrund zusammen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Der Flößteich im Norden von Gießübel erinnert an die einstige Holzflößerei auf der Neubrunn.
- Im Rehbachtal befindet sich eine Gedenkstätte für vier im April 1945 ermordete Zwangsarbeiter.
- In der Umgebung befinden sich der Triniusstein, ein Denkmal für den Heimatforscher August Trinius, sowie der Langertfelsen, der an einen weiteren Heimatforscher erinnert.
- Das Nadelöhr ist eine markante Felsformation in der Gießübler Schweiz, das auch das ehemalige Gemeindewappen ziert.

