Gieselaukanal

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Gieselaukanal
Blick in den Gieselaukanal an der Schleuse

Blick in den Gieselaukanal an der Schleuse

Abkürzung GiK
Lage Deutschland,
Schleswig-Holstein
Länge 2,81 km[1]
Erbaut 1936 bis 1937
Klasse II [2]
Beginn Nord-Ostsee-Kanal
km 40,66
Ende Eider
km 22,75
Schleusen Gieselauschleuse[3]
Kilometrierung Richtung Eider aufsteigend,
km 0 bis km 2,897
Höchstgeschwindigkeit 10 km/h
Zuständiges WSA Brunsbüttel

Der Gieselaukanal, der 2,8 Kilometern lang ist, verbindet Untereider und Nord-Ostsee-Kanal miteinander. Er kann von Schiffen bis 65 Meter Länge, 9 Meter Breite und 2,70 m Tiefgang befahren werden; heute wird er primär von Sportbooten genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

In Rendsburg bestand bis 1937 eine Verbindung zwischen dem Nordostseekanal (NOK) und der Untereider: Beim Bau des NOK wurde 1893[4] eine neue Schleuse erstellt, die die ehemalige Eingangsschleuse des Eiderkanals von 1784 ersetzte. Weil die in der Rendsburger Altstadt gelegene Schleusenanlage den innerstädtischen Verkehr jedoch behinderte, kam es zur Planung einer günstigeren Verbindung zwischen den Häfen der Unterelbe und der Untereider. Ein Kanal im Tal der Gieselau sollte den Nordostseekanal bei Oldenbüttel (ca. 20 km Luftlinie südwestlich der Altstadt) und die Eider südlich vom Prinzenmoor miteinander verbinden.

Der Gieselaukanal wurde von 1936 bis 1937 gebaut; er nutzt aber nicht das Bett des durch den Nord-Ostsee-Kanal abgetrennten Baches. Der Kanal quert nur zweimal den alten Graben und hat außer dem Namen nichts mit dem Bach Gieselau gemein. Die Rendsburger Schleuse wurde anschließend zugeschüttet. Durch eine 65 m lange und 9 m breite Schleuse, die etwa in der Wegmitte des Gieselaukanal gelegen ist, können die unterschiedlichen Wasserstände zwischen NOK und Eider ausgeglichen werden.

Bundeswasserstraße[Bearbeiten]

Der Gieselaukanal (GiK) ist eine Bundeswasserstraße[5] im Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel. Die Bundeswasserstraße beginnt bei km 0,088 an der Abzweigung aus dem Nord-Ostsee-Kanal (bei NOK-km 40,66 54° 10′ 26″ N, 9° 26′ 35″ O54.1737659.443) und endet bei km 2,897 bei der Einmündung in die Eider (bei Eider-km 22,75[1] 54° 11′ 51″ N, 9° 26′ 29″ O54.1975279.441451). Auf ihr gilt die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten Schleswig-Holstein (Hrsg.): Untersuchung des Zustandes und der Benutzung der Eider von Rendsburg bis Gieselau-Kanal. Landesamt für Wasserhaushalt u. Küsten Schleswig-Holstein, Kiel 1987 (= A, 72).
  • Karin Brundiers: West- und norddeutsche Binnenwasserstrassen; 3. Teil: Von der Ems bis zur Elbe und zur Ostsee: Küsten-Kanal, Untere Hunte, Elisabethfehn-Kanal, Leda, Ems-Jade-Kanal, Schiffahrtsweg Elbe-Weser; Anhang Nord-Ostsee-Kanal, Gieselau-Kanal, Eider. Bearbeitet von Harald Utecht. 1. Aufl., DSV-Verlag, Hamburg 1991, ISBN 3-88412-111-1.
  • M. Eckoldt (Hrsg.): Flüsse und Kanäle. Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen. DSV-Verlag, Hamburg 1998

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. wsw.de, Zuordnung der dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen des Bundes zu den Wasserstraßenklassen, Seite 4
  3. [1], Betriebszeiten
  4. Alfred Gudd: Der Adel an der scharfen Ecke. Reichel, Rendsburg 2009, S. 100f.
  5. Verzeichnis E, Lfd.Nr. 18 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes