Gilbert Highet

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Gilbert Highet, eigentlich Gilbert Arthur Highet (* 22. Juni 1906 in Glasgow, Schottland; † 20. Januar 1978 in New York, Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer Altphilologe schottischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Highet war ein Sohn des Superintenden of Telegraphs für Westschottland. Er besuchte die Hillhead High School und studierte anschließend an der Universität Glasgow. Nach Erreichen des Master of Arts 1928 wechselte er an das Balliol College in Oxford. Dort studierte er bis 1932 unter Cyril Bailey, Maurice Bowra und Gilbert Murray. Während seines Studiums dort, gründete Highet die Oxford Experimental Theatre Society und für diese auch zwei Theaterstücke.

Am 22. September 1932 heiratete Highet in der Memorial Chapel der Universität Glasgow seine Kommilitonin Helen MacInnes und hatte mit ihr einen Sohn, Keith, der im Sommer 1933 in Oxford zur Welt kam. Ab dieser Zeit war Highet am St. John's College; von 1933 bis 1937 als Tutor und Fellow.

1937 nahm Highet einen Ruf an die Columbia University (New York) an. Er arbeitete dort u.a. mit Moses Hadas zusammen. Als mit dessen Unterstützung sein Vertrag in eine unbefristete Anstellung verwandelt wurde, ließ Highet seine Ehefrau und seinen Sohn nachkommen. Zeit seines Lebens blieb er dieser Universität verbunden; mit Ausnahme von 1941 bis 1946 als er als britischer Staatsbürger in der British Army diente.

1946 kehrte Highet nach New York zurück und nahm seine Arbeit an der Columbia Universität wieder auf. Da er zusammen mit seiner Familie nicht vorhatte, nochmal zurück nach Schottland zu gehen, beantragte er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und bekam sie 1951 auch verliehen.

Parallel zu seinen universitären Arbeiten wirkte Highet zwischen 1952 und 1954 als Literaturkritiker der Zeitschrift Harper's Magazine. 1958 holte man ihn in die Redaktion der Zeitschrift Horizon Magazine, wo er für 19 Jahre u.a. mitverantwortlich für das Feuilleton war. Bereits 1954 war er in die Jury des Book-of-Month-Club gewählt worden und blieb dort bis an sein Lebensende.

Mit über 71 Jahren starb Gilbert Highet am 20. Januar 1978 in New York an seiner Krebserkrankung.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor
  • The anatomy of satire. University Press, Princeton, N.J. 1972, ISBN 0-691-01306-3.
  • The classical tradition. Greek and Roman influences on Western Literature. Oxford University Press, New York 1985, ISBN 0-19-500206-7 (Nachdr. d. Ausg. Oxford 1949).
  • Führen, lehren, unterweisen. Erziehen als Kunst („The art of teaching“). Klett, Stuttgart 1962.
  • The immortal profession. The joys of Teaching and Learning. Weybright & Talley, New York 1976, ISBN 0-679-40130-X.
  • Juvenal, the satirist. A study. Clarendon Press, Oxford 1960.
  • Man's unconquerable mind. University Press, New York 1954.
  • An outline of Homer. Gollancz, London 1935.
  • People, Places and books. 6. Aufl. Oxford University Press, New York 1969.
  • Römisches Arkadien. Dichter und ihre Landschaft („Poets in a landscape“). Goldmann, München 1964 (Catull, Vergil, Properz, Horaz, Tibull, Ovid, Juvenal).
  • The speeches of Vergil's Aeneid. University Press, New York 1972, ISBN 0-691-06234-X.
  • The unpublished lectures of Gilbert Highet Lang, New York 1998, ISBN 0-8204-3824-3 (herausgegeben von Robert Ball).
  • Die Wanderung der Gedanken („The migration of ideas“). Holle-Verlag, Baden-Baden 1959.
als Übersetzer
  • Werner Jaeger: Paideia. The ideals of Greek culture („Paideia. Die Formung des griechischen Menschen“). Oxford University Press, New York 1965.
  • Gustav Mayer: Friedrich Engels. A biography („Friedrich Engels“). Knopf, New York 1936.

Weblinks[Bearbeiten]