Gilda Radner

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Stern von Gilda Radner am Walk of Fame

Gilda Susan Radner (* 28. Juni 1946 in Detroit, Michigan; † 20. Mai 1989 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Komikerin, die durch ihre fünfjährige Teilnahme an der NBC-Comedyserie Saturday Night Live bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Gilda Radner wurde 1946 als Tochter einer jüdisch-amerikanischen Familie in Detroit geboren. Ihre Eltern waren Herman Radner und Henrietta Dworkin. Sie hatte einen älteren Bruder namens Michael. Gilda Radner hatte eine enge Bindung zu ihrem Vater, einem Hotelmanager, mit dem sie häufig Broadway-Aufführungen in New York besuchte. Es traf sie sehr hart, als ihr Vater an Hirntumor starb, als sie selbst 14 Jahre alt war. Vermutlich war dies der Auslöser ihrer Erkrankungen Bulimie und Magersucht.

Nach ihrer Schulausbildung begann sie in den 1960er-Jahren ein Studium an der University of Michigan. In Ann Arbor, Michigan startete sie ihre Medien-Karriere als Wetteransagerin beim Hochschulradiosender WCBN. Ihre ersten Schauspielerfahrungen sammelte sie in dem Off-Broadway-Musicalstück Godspell. Von 1973 bis 1975 wirkte sie mit John Belushi, Richard Belzer, Chevy Chase, Bill Murray und Brian Doyle-Murray bei einem Comedy-Radioprogramm mit, das von etwa 600 US-amerikanischen Radiosendern gesendet wurde. Von 1975 bis 1980 gehörte sie zur Originalbesetzung der Show Saturday Night Live, an der sie fünf Jahre lang in verschiedene Sketchen und Rollen mitarbeitete. 1978 erhielt sie dafür den Emmy-Award.

Am 18. September 1984 heiratete sie in Südfrankreich den Schauspieler Gene Wilder und drehte mit ihm im Jahr 1986 den Film Hochzeitsnacht im Geisterschloß (Haunted Honeymoon).

Schon während der Dreharbeiten zu diesem Film klagte sie über Müdigkeit und Schmerzen in den Beinen. Nach diversen Fehldiagnosen wurde schließlich im Oktober 1986 Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) festgestellt. Nach mehreren Chemo- und Strahlentherapien wurde ein temporäres Nachlassen der Krankheitssymptome festgestellt, was sie dazu bewog, ihre Memoiren mit dem Titel It's Always Something zu verfassen. Darin beschrieb sie das Leben mit der Krankheit und den Kampf gegen diese. Aufgrund der Besserung trat sie wieder bei verschiedenen Veranstaltungen auf und plante sogar ein Comeback, das aber verworfen wurde, als im Mai 1988 der Krebs zurückkam und schon metastasierte. Am 17. Mai 1989 fiel sie ins Koma und starb schließlich drei Tage später im Alter von 42 Jahren. Die Beerdigung fand vier Tage nach ihrem Tod statt.

Am 27. Juni 2003 erhielt sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame an der Adresse 6801 Hollywood Boulevard.

Filmografie[Bearbeiten]

Im Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1974: Jack: A Flash Fantasy
  • 1974: The Gift of Winter (Stimme)
  • 1974-1975: Dr. Zonk and the Zunkins (Stimme)
  • 1975-1980: Saturday Night Live
  • 1978: The Rutles: All You Need Is Cash
  • 1978: Witch's Night Out (Stimme)
  • 1978: Muppet Show
  • 1979: Bob & Ray, Jane, Laraine & Gilda
  • 1980: Die Dschungelolympiade (Stimme)

Im Kino[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]