Gilles II. Aycelin de Montaigut

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Gilles II. Aycelin de Montaigut

Gilles II. Aycelin de Montaigut († 5. Dezember 1378 in Avignon) war ein französischer Diplomat und Kardinal; er wurde allgemein Kardinal von Thérouanne genannt.

Gilles II. Aycelin war der Großneffe von Gilles I. Aycelin de Montaigut und wie dieser Doktor des Zivilrechts. 1356 wurde er Bischof von Thérouanne, 1361 Kardinal und 1368, nachdem er Papst Urban V. in Italien begleitet hatte, Kardinalbischof von Frascati.

In der politischen Auseinandersetzung, die der verlorenen Schlacht bei Maupertuis (19. September 1356), den Generalständen von 1357 und der Reformverordnung vom 3. März 1357 folgten, war er einer derjenigen, die mit der Absetzung und Bestrafung der untreuen königlichen Offiziere beauftragt waren.

Im gleichen Jahr wurde er Kanzler von Frankreich, zuerst in London (wo König Johann II. in Haft war), ab 1361 in Paris. 1360 nahm er an den Verhandlungen in Brétigny, danach (1364) an den französisch-navarresischen Aktivitäten bezüglich der Nachfolge in Burgund.

Papst Gregor XI. beauftragte ihn als Schlichter im Streit zwischen Peter IV. von Aragonien und dem Herzog Ludwig I. von Anjou um das Königreich Mallorca.


Vorgänger Amt Nachfolger
Raymond Saquet Bischof von Thérouanne
1356–1361
Robert von Genf
Nicola III. Capocci Kardinalbischof von Frascati
1368–1378
Jean VII. de la Grange