Michaela Schaffrath

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Michaela Schaffrath (2007)

Michaela Schaffrath (* 6. Dezember 1970 in Eschweiler im Rheinland als Michaela Jänke) ist eine deutsche Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Pornodarstellerin unter dem Pseudonym Gina Wild.

Leben[Bearbeiten]

Michaela Schaffrath wuchs im Eschweiler Stadtteil Pumpe-Stich auf. Nach dem Realschulabschluss an der Städtischen Gesamtschule Eschweiler (Waldschule) absolvierte sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester am Bethlehem-Gesundheitszentrum im benachbarten Stolberg; in diesem Beruf arbeitete sie knapp zehn Jahre. Nebenbei begann sie als Hostess auf Erotikmessen zu arbeiten. Sie empfand sich selbst als pummelig und wenig attraktiv. Eine radikale Hungerkur und diverse kosmetische Maßnahmen wie Haarglättung und blaue Kontaktlinsen machten sie äußerlich zu der Frau, die als Gina Wild bekannt wurde. Im Juli 1998 ließ sie sich die Brüste vergrößern.

Ihr Einstieg in die Pornobranche erfolgte 1997 auf der Erotikmesse Venus, wo der Darsteller Rocco Siffredi sie in der Branche bekannt machte. Ein erster Vertrag mit dem Produzenten Hans Moser führte sie und ihren Lebensgefährten nach Mallorca. Aufgrund persönlicher Konflikte und vertraglicher Diskrepanzen endete die Zusammenarbeit nach wenigen Wochen mit einem finanziellen Fiasko für Schaffrath. Nach der Rückkehr nach Deutschland hatte sie dann mit der Produktionsfirma Videorama Erfolg. Im Rahmen einer geschickten Kampagne der Sexkontakt-Zeitschrift Happy Weekend und ersten Produktionen mit der Branchengröße Harry S. Morgan wurde sie schnell zu einem Pornostar. 1999 erhielt sie als beste Newcomerin und 2000 als beste Darstellerin den Venus Award.

Im Jahr 2000 verkündete sie ihren Rückzug aus der Porno-Branche; seitdem arbeitet sie als Schauspielerin. Ihre Popularität nutzte sie, um durch Auftritte in Fernsehsendungen diese Karriere zu fördern. Im selben Jahr spielte sie als Nebendarstellerin zusammen mit Dieter Pfaff, Uwe Ochsenknecht und Ingo Naujoks in der Krimikomödie Der tote Taucher im Wald mit. Außerdem hatte sie Kurzauftritte in dem Kino-Kurzfilm Déjà vu (2001) und der Comic-Verfilmung Nick Knatterton – Der Film (2002) sowie einige Fernsehrollen in Edel & Starck, Im Namen des Gesetzes, Alles Atze, Die Wache, SK Kölsch, Wolffs Revier, Bernds Hexe und in dem Fernsehfilm Geliebte Diebin (2001). In dem Musikvideo des Charterfolges Warum werde ich nicht satt? der Toten Hosen spielte sie neben deren Frontmann Campino die Hauptrolle (Regie: Wim Wenders).

Am 26. Oktober 2002 trat sie beim RTL Promiboxen gegen Doro Pesch an und gewann. Im Jahre 2001 erschien ihre Autobiografie Ich, Gina Wild; Anfang Oktober 2003 folgte ein gleichnamiges Hörbuch. Am 1. Februar 2005 gab sie bekannt, sich nach 15 gemeinsamen Jahren von ihrem Ehemann Axel Schaffrath trennen zu wollen. Am 22. Dezember 2005 wurden sie geschieden.

Im Frühjahr 2008 wirkte sie bei der dritten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! mit und wurde Zweitplatzierte. Im Programm von Comedy Central moderierte sie die Sendung Der Comedy Sketch-Mix. In der Prominenten-Spezial-Ausgabe von Wer wird Millionär? am 30. Mai 2008 gewann sie 125.000 Euro, die sie je zur Hälfte für ein Kinderkrankenhaus und für "DAT KÖLSCHE HÄTZ" zugunsten des Fördervereins krebskranker Kinder in Köln spendete. Sie ist bei Hitradio RTL auch als Promireporterin tätig.

2009 heiratete sie den PR-Berater und damaligen Pressesprecher der CMA Michael Wanhoff in Königstein im Taunus, dem Geburtsort des Bräutigams.[1][2]

2011 distanzierte sich Schaffrath von ihrer Zeit als Pornodarstellerin. „Ich wäre mit meinem heutigen Wissen damals nicht in die Pornobranche gegangen.“ sagte sie in der Talkshow von Markus Lanz. Sie zählt jedoch auch heute noch, lange nach ihrem Rückzug, zu den bekanntesten deutschen Pornodarstellerinnen. Allerdings habe sie keinerlei Vermarktungsrechte an ihren Aufnahmen und verdiene dementsprechend heute auch kein Geld mehr mit Ihren Filmen.[3] Dies ist auch an der Domain www.ginawild.de zu sehen. Sie ist auf Michaela Schaffrath registriert, zeigt (Stand Dez. 2013) aber eine leere Seite.

2012 wurde sie Schirmherrin der ,Deutsche Selbsthilfe angeborener Immundefekte‘ (dsai) [4]. Zudem ist sie Botschafterin der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen den Blutkrebs[5].

Im Juni 2013 wurde die Trennung von Michaela Schaffrath und Michael Wanhoff bekanntgegeben.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Preis Kategorie Film
1999 Venus Award „Beste Porno-Newcomerin“
2000 Venus Award „Beste Darstellerin“

Biografie[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

als Gina Wild[Bearbeiten]

  • 1999:
    • Maximum Perversum – Junge Fotzen, hart gedehnt
    • Joker 1: Die Sperma-Klinik (Xmania 4)
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 2 – Ich will kommen
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 3 – Orgasmus pur
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 4 – Durchgefickt
  • 2000:
    • The very Best of Gina Wild
    • Teeny Exzesse 59: Kerle, Fötzchen, Sensationen. Jahrmarkt der Perversen
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 5 – Ich will euch alle
  • 2001:
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 6 – Im Rausch des Orgasmus
    • Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig 7 – In der Hitze der Nacht
    • Gina Wild – 150 Minuten Special
    • Gina Wild – 150 Minuten Special 2

als Michaela Schaffrath[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michaela Schaffrath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrea Kahlmeier: Mein Mann kennt Gina Wild gar nicht.
  2. Kress der Mediendienst: Michael Wanhoff
  3. ZDF: Markus Lanz, 23. Februar 2011.
  4. Michaela Schaffrath wird dsai-Schirmherrin. Auf: dsai.de, abgerufen am 10. November 2013.
  5. http://www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/hilfe-fuer-anthony-und-andere-patienten-id821820.html
  6. http://mobil.bunte.de/;art=1813343/article
  7. http://www.deutsche-dailys.de/verbotene-liebe/news/2012-01-28-Michaela-Schaffrath-uebernimmt-Gastrolle