Ginger Rogers

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Ginger Rogers, eigentlich Virginia Katherine McMath, (* 16. Juli 1911 in Independence, Missouri; † 25. April 1995 in Rancho Mirage, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin. Gemeinsam mit Fred Astaire bildete sie in zehn gemeinsamen Filmen ein populäres Leinwandpaar.

Leben[Bearbeiten]

Ginger Rogers wurde durch ihre ambitionierte Mutter, eine wenig erfolgreiche Drehbuchautorin, schon früh auf eine Karriere als Tänzerin vorbereitet. Bereits mit 14 Jahren trat sie als Tänzerin in Vaudeville-Shows auf. Durch ihren Erfolg in dem Broadway-Musical Girl Crazy wurde Paramount auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Seit 1929 wirkte Rogers in zahlreichen Filmen mit, ehe sie 1933 durch ihre Mitwirkung in Flying Down to Rio, dem ersten von zehn Auftritten neben Fred Astaire, den Durchbruch als Star schaffte. Die beiden wurden ein populäres Leinwandpaar und waren 1936 auf Platz 3 der kassenträchtigsten Schauspieler in Amerika. Ginger versuchte früh, sich nicht auf das Image als Partnerin von Astaire festzulegen.

Ihr Talent für leichte Komödien ließ sie deshalb rasch zu einem der größten Stars ihres Studios RKO werden. 1937 drehte sie gemeinsam mit Katharine Hepburn in dem Film Bühneneingang, für den sie ausgezeichnete Kritiken bekam. 1939 hatte sie einen ihrer größten Erfolge mit dem Film Die Findelmutter. Unzufrieden mit den meist leichten Drehbüchern, verlangte sie zunehmend ernsthaftere Rollen. Für die Leistung in Fräulein Kitty bekam sie zur allgemeinen Überraschung auf der Oscarverleihung 1941 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ihre Darstellung einer Frau mit dubiosem Hintergrund in dem Melodram Primrose Path gewann ihr zusätzliches Lob und Anerkennung der Fachpresse. Rogers verließ 1943 das Studio, obwohl man ihr einen neuen Vertrag mit 330.000 US-Dollar Gage pro Jahr versprach.

Bis zum Ende der 1940er Jahre war sie eine erfolgreiche Schauspielerin mit entsprechend hohen Gagen. Zu ihren bekannteren Rollen zählte die Verfilmung des Kurt-Weil-Musicals Lady in the Dark von 1944 sowie Weekend At The Waldorf, ein Remake von Menschen im Hotel aus dem Jahre 1945, wo sie die Rolle von Greta Garbo übernahm. 1949 ersetzte sie die erkrankte Judy Garland und spielte ein letztes Mal mit Fred Astaire zusammen in dem Film Die Tänzer vom Broadway. Rogers konzentrierte sich daher auch zunehmend auf das Theater, mit dem sie sich immer noch verbunden fühlte. Erst im Jahr 1984 erklärte sie ihren Rückzug aus dem Showgeschäft. 1991 veröffentlichte sie ihre Autobiografie unter dem Titel Ginger, My Story. Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, Höhe 6772 Hollywood Blvd., erinnert an die Schauspielerin.

Privatleben[Bearbeiten]

Ginger Rogers war fünf Mal verheiratet. Die Ehe mit Jack Pepper hielt von 1929 bis 1931, 1934 heiratete sie den Schauspieler Lew Ayres. Diese Ehe zerbrach 1941 und nur zwei Jahre später heiratete sie in dritter Ehe Jack Briggs, 1949 wurde die Ehe geschieden. In den 1950er-Jahren endete ihre Ehe mit Jacques Bergerac ebenso mit einer Scheidung wie die letzte Ehe mit William Marshall zwischen 1961 und 1969.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Ginger Rogers Hand- und Fußabdrücke vor Grauman’s Chinese Theatre.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ginger Rogers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien