Gino Strada

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Gino Strada 2002

Gino Strada (eigentlich Luigi Strada; * 21. April 1948 in Sesto San Giovanni) ist ein italienischer Chirurg und Friedensaktivist.

Gino Strada absolvierte in Mailand ein Studium in Medizin und spezialisierte sich im Bereich Unfallchirurgie, wobei er danach seinen Beruf als Chirurg auch in Kriegsgebieten ausübte. 1994 gründete er, zusammen mit seiner Frau Teresa Sarti und einigen Berufskollegen, die Hilfsorganisation Emergency, eine internationale Hilfsorganisation für die Opfer von Kriegen und Landminen.

Er ist Autor mehrerer Bücher, u.a. der Monographien Pappagalli verdi (1999) und Buskashì (2002), für die er die Preise Coppa di Nestore 2002 und Premio Palatucci di Montella 2003 erhielt. Seit 2002 ist er Ehrenbürger der Stadt Empoli in der Provinz Florenz. Im März 2007 übernahm er während der Entführung des Journalisten der Tageszeitung La Repubblica Daniele Mastrogiacomo in Afghanistan, aufgrund des Vertrauens, das er bei der lokalen Bevölkerung genießt, eine zentrale Rolle in bei den Verhandlungen mit den Entführern aus der Reihe der Taliban.

Im Jahr 2012 wirkte er in dem Dokumentar-Kurzfilm Open Heart mit, der bei der Oscarverleihung 2013 als Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert wurde.

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