Giorgio Orsoni

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Giorgio Orsoni (* 29. August 1946 in Venedig) ist ein italienischer Rechtsanwalt und seit April 2010 Bürgermeister Venedigs.

Leben[Bearbeiten]

Universität Venedig[Bearbeiten]

1972 wurde Orsoni Rechtsanwalt und Professor für Verwaltungsrecht an der Universität Venedig, der Università Ca' Foscari, wo er auch wissenschaftlicher Direktor des Masters für Umweltrecht ist.

Flughafen, juristischer Berater des Ministeriums für öffentliche Bauten[Bearbeiten]

Neben seinen Tätigkeiten als Anwalt und als Direktor in verschiedenen berufsständischen Gremien war er von 1997 bis 2003 Präsident der SAVE Engineering SpA, einer Ingenieursgesellschaft am Flughafen Marco Polo auf dem festländischen Teil Venedigs. 1996 bis 1998 arbeitete er als juristischer Berater des Ministeriums für öffentliche Bauten, des Ministerio dei Lavori Pubblici.

Kulturelle und politische Tätigkeit[Bearbeiten]

Von 2000 bis 2003 war er Berater der Verwaltung der Biennale. Seit 2005 ist er Präsident der Compagnia della Vela, einer der alteingesessenen Rudergesellschaften, was in Venedig eine große Ehre ist. Derzeit (2010) ist er Primo Procuratore di San Marco und Vizepräsident der Fondazione Giorgio Cini, einer Kulturstiftung, die auf der Insel San Giorgio Maggiore ansässig ist.

Nach der ersten Amtsperiode des Bürgermeisters Massimo Cacciari, die 2000 endete, wurde er Assessore al Patrimonio, und war zugleich für die institutionellen Beziehungen der Kommune verantwortlich.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Unterstützt von der Agentur für politische Kommunikation Ideeventure gewann er die Wahlen zum Bürgermeister Venedigs in einer Mitte-Links-Koalition gegen den Kandidaten des Ministerpräsidenten Berlusconi. Bei der Wahl gewann er 75.403 Stimmen, was einem Anteil von 51,13 % entsprach. Auf seinen Gegner Renato Brunetta entfielen mit 62.833 genau 42,6 % der Stimmen.[1] Seit dem 8. April 2010 ist Orsoni damit Sindaco. Neben zahlreichen anderen Funktionen übernahm er damit die Präsidentschaft der Stiftung La Fenice.

Orsonis Wähler leben überwiegend auf dem Festland. Etwa 70 % seiner Wähler rekrutieren sich von dort, rund 10 % leben auf den Inseln, der Rest im Centro storico, dem Altstadtbezirk Venedigs.[2]

Seit September 2010 arbeitet Orsoni in einer Arbeitsgruppe mit Städten Nordostitaliens daran, für 2019 als Kulturhauptstadt Europas zu kandidieren.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. La Repubblica, 30. März 2010.
  2. Quietly influential Venice-resident elected mayor, in: The Art Newspaper, 31. März 2010