Giovanni Battista Guglielmini

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Giovanni Battista Guglielmini (* 16. August 1763 in Bologna; † 15. Dezember 1817 ebenda) war ein italienischer Wissenschaftler. Er ist dafür bekannt, dass er als erster die Erdrotation experimentell nachwies.

Biographie[Bearbeiten]

Nach einem Philosophiestudium und einem zweijährigen Studienaufenthalt in Rom verfasste er 1789 den Aufsatz Riflessioni sopra un nuovo esperimento in prova del diurno moto della terra (Überlegungen über ein neuartiges Experiment zum Nachweis der Erddrehung). Das dort beschriebene Experiment, die Messung der Ostablenkung beim freien Fall, führte er 1791 auf dem Turm degli Asinelli durch. Die Ergebnisse veröffentlichte er 1792. Da die Corioliskraft, auf der die Ostablenkung beruht, damals noch nicht vollständig verstanden wurde, war sein Experiment, wie sich später zeigte, fehlerhaft und seine Schlussfolgerungen unzureichend. Dennoch bildeten sie die Grundlage, auf der Johann Friedrich Benzenberg (1802 und 1804) und Ferdinand Reich (1831) aufbauten.

Von 1794 bis 1817 war Guglielmini Mathematikprofessor an der Universität von Bologna. Von etwa 1802 bis 1810 war er für das städtische Wasserleitungssystem verantwortlich. Er war wahrscheinlich kein direkter Nachfahre des berühmten Physikers und Ingenieurs Domenico Guglielmini. Seine Gesundheit war nicht gut und er starb im Alter von 54 Jahren.

Im Jahre 1837 hat die Stadt Bologna ihm auf dem städtischen Friedhof ein Denkmal in Form einer Marmorstatue gesetzt.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]