Giovanni Colombo

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Erzbischof und Kardinal Giovanni Colombo. Für den Kirchenmaler siehe Giovanni Battista Innocenzo Colombo.
Das Grab von Kardinal Colombo im Dom zu Mailand.

Giovanni Umberto Kardinal Colombo (* 6. Dezember 1902 in Caronno Pertusella, Provinz Varese, Italien; † 20. Mai 1992 in Mailand) war Erzbischof von Mailand.

Leben[Bearbeiten]

Giovanni Colombo studierte an der Universität Mailand die Fächer Philosophie und Katholische Theologie. Er empfing am 25. Mai 1926 von Eugenio Kardinal Tosi das Sakrament der Priesterweihe und unterrichtete anschließend am Seminar und an der Universität von Mailand. In den Jahren 1939 bis 1953 leitete er als Regens das Knabenseminar in Mailand, von 1953 bis 1960 versah er die gleiche Aufgabe im Priesterseminar.

1960 ernannte ihn Papst Johannes XXIII. zum Titularbischof von Philippopolis in Arabia und Weihbischof im Erzbistum Mailand. Die Bischofsweihe spendete ihm Kardinal Giovanni Battista Montini, der spätere Papst Paul VI.. 1963 wurde Giovanni Colombo zum Erzbischof von Mailand bestellt. 1965 nahm ihn Papst Paul VI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Silvestro e Martino ai Monti in das Kardinalskollegium auf.

Seinem Rücktrittsgesuch wurde 1979 von Johannes Paul II. stattgegeben. Ab Januar 1980 lebte er im Seminar Corso Venezia in Mailand. Giovanni Colombo starb am 20. Mai 1992 mit 89 Jahren in Mailand und wurde in der dortigen Kathedrale bestattet. Bei der Trauerfeier zwei Tage später, die von Kardinal Carlo Maria Martini geleitet wurde, waren unter anderem Kardinalvikar Camillo Ruini, Giacomo Kardinal Biffi und Marco Kardinal Cé anwesend.

Literatur[Bearbeiten]

  • Angelo Majo (Hrsg.): Cardinale a Milano. L’episcopato di Giovanni Colombo. NED, Mailand 1982, ISBN 88-7023-050-3.
  • Angelo Majo, Mimma Russo: Il cardinale Giovanni Colombo. Profumo di opere buone. San Paolo, Cinisello Balsamo 1998, ISBN 88-215-3668-8.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Giovanni Battista Kardinal Montini Erzbischof von Mailand
1963–1979
Carlo Maria Kardinal Martini SJ