Giovanni Paolo Maggini

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Giovanni Paolo Maggini (* 1580 in Botticino in der Nähe von Brescia; † 1632) war ein italienischer Geigenbauer.

Maggini lernte den Geigenbau bei Gasparo da Salò (1549 – 1609). Seine frühen Werke zeigen eine deutliche Beeinflussung durch diesen Meister. Besonders gefragt sind heute seine Bratschen wegen des dunklen und sonoren Tones. Seine Instrumente haben eine besonders hohe und volle Wölbung. Auch seine Geigen weisen einen angenehmen Klang auf, sind jedoch wegen ihrer Übergröße schwer zu spielen. Die Instrumente seiner letzten Jahre standen zunehmend unter Cremoneser Einfluss, was an der schöneren Verarbeitung leicht zu erkennen ist. Giovanni Paolo Maggini starb 1632 an einer Pest.

Auch heute noch werden seine Bratschen und Kontrabässe nachgebaut.

Literatur[Bearbeiten]

  • Beatrix Darmstädter: Maggini, Giovanni Paolo. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
  • Flavio Dassenno, Ugo Ravasio: Gasparo da Salò e la luteria bresciana tra rinascimento e barocco. Fondazione Civiltà Bresciana/Turris, Brescia 1990
  • Flavio Dassenno: Per gli occhi e ’l core. Strumenti musicali nell’arte. Comune di Cortefranca, 2004
  • Margaret Huggins, William Ebsworth Hill: Gio Paolo Maggini his life and work. Hill & Sons, London 1892