Gipsabdruck

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Der Gipsabdruck ist eine Art des Abformens dreidimensionaler Objekte, beispielsweise Körperteile.

Masken-Herstellung[Bearbeiten]

Masken werden oft mit Gipsbinden hergestellt. Das Gesicht wird mit einer fetthaltigen Creme geschützt. Darüber werden feuchte Gipsbinden konturgenau aufgelegt. Achtung: Nasenlöcher müssen frei bleiben. Die Gipsbinde wird etwa 2 Sekunden in kaltes Wasser getaucht. Dabei entwickelt sich Wärme. Die Verarbeitungszeit beträgt wenige Minuten. Nach dem Trocknen wird die rohe Maske abgenommen. Die Ränder werden beschnitten, der Mund und die Augen werden ausgeschnitten. Die Maske kann dann weiter bearbeitet werden: zusätzliches Material auftragen (Gips, bei größeren Mengen gestützt mit dünnem Maschendrahtgitter), bemalen, bekleben (Stoff, Papier, Bast, Wolle, Hobelspäne, etc). Natürlich können auch andere Körperteile abgeformt werden (siehe nächstes Kapitel).

Bei anderen Verfahren dient die Gipsmaske als Form. Beispielsweise für GFK-Masken oder für Latex-Masken.

Gipsabdruck vom Babybauch[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2000 sind Gipsabdrücke vom Babybauch im deutschen Raum bekannt. Ursprünglich kommt dieser Trend aus den Vereinigten Staaten. Eine Bauchmaske, der Rohling, wird anhand von Gipsbinden (idealerweise Artexgewebe) vom Babybauch in der Schwangerschaft abgeformt. Dies wird meist vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin gemacht. Der Oberkörper sollte ausreichend mit Vaseline eingefettet werden, um Verletzungen zu vermeiden. Es kann sowohl das Negativ (von außen) bearbeitet und geglättet werden, oder aber man verwendet das Positiv (innen). Letzteres ergibt einen absolut detailgetreuen Abguss des schwangeren Oberkörpers.

In der Orthopädie[Bearbeiten]

Ein Gipsabdruck gibt dem Orthopädieschuhmacher oder Bandagisten eine genaue dreidimensionale Vorlage für die Herstellung einer Fußeinlage.

Unterschieden werden zwei Möglichkeiten:

Belastet
Der Patient tritt in einen Schaumstoff, ähnlich einem Steckschwamm beim Floristen, diese Negativ-Abdrücke seiner Füße werden mit Gips ausgefüllt, es entsteht ein Positiv-Modell.
Unbelastet
Die Füße hängen frei, werden mit Gipsbinden umwickelt, nachdem der Gips abgebunden hat, kann das Negativ-Modell ähnlich einem Schuh vom Fuß abgezogen werden. Diese Negativ-Form wird nun mit einem Trennmittel behandelt (z. B. Ausschwenken mit unverdünntem Spülmittel) und mit Gips ausgegossen. Das so erhaltene Positiv-Modell dient nun als Grundlage zur Erstellung der Einlagen.

Tierspuren[Bearbeiten]

Tierspuren (Trittsiegel), Fußabdrücke werden mit einem Gipsabdruck abgenommen. Dabei legt man um den Abdruck einen Rahmen aus einem Kartonstreifen, und gießt diesen mit flüssigem Gips aus. Nach dem Trocknen kann der Gipsabdruck sorgfältig abgehoben werden.

Reifenabdruck[Bearbeiten]

Früher wurden in der Kriminalistik bei der Spurensicherung Reifenspuren im Boden mit einem Gipsabdruck abgenommen.

Ein anderes Maßabnahmeverfahren ist der Blauabdruck.