Girlschool

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Girlschool
Girlschool beim Bloodstock Open Air 2009
Girlschool beim Bloodstock Open Air 2009
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal, NWoBHM
Gründung 1977 als Painted Lady
1978 als Girlschool
Website http://www.girlschool.co.uk/
Gründungsmitglieder
Enid Williams (bis 1982, seit 2000)
Gesang, Gitarre
Kim McAuliffe
Gesang, Gitarre
Kelly Johnson(bis 1984, 1993–2000)
Denise Dufort
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Kim McAuliffe
Gesang, Bass
Enid Williams
Gitarre
Jackie Chambers (seit 2000)
Schlagzeug
Denise Dufort
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Bass
Gil Weston (1982-1987)
Gesang, Bass
Tracey Lamb (1987-1988, 1993-2000)
Gesang, Keyboard
Jackie Bodimead (1984-1985)
Gitarre
Cris Bonacci (1984-1993)
Bass
Jackie Carrera (1988-1993)

Girlschool ist eine britische Heavy-Metal-Band, die 1978 aus Painted Lady hervorging.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Gründungsmitglieder waren Enid Williams, Kim McAuliffe, Kelly Johnson und Denise Dufort. Alle vier trugen vor allem schwarzes Leder und gaben zahlreiche Konzerte. Bald erschien die erste Single Take It All Away.

Bandbesetzung 1981

Die Alben Demolition (1980) und Hit and Run (1981) verkauften sich sehr gut, kamen jedoch bei der Kritik schlecht an. Ebenfalls 1981 kam die EP St. Valentine’s Day Massacre heraus, die zusammen mit Motörhead eingespielt wurde und bei der Kritik mehr Aufmerksamkeit erregte.

1982 verließ Williams die Band, als Ersatz kam Gil Weston. Das im selben Jahr entstandene Album Screaming Blue Murder wurde von der Kritik als lärmig und monoton bezeichnet. Ende 1982 oder Anfang 1983 erlitt McAuliffe einen schweren Stromschlag, an dem sie beinahe gestorben wäre. King Diamond und seine Band Mercyful Fate führen diesen Vorfall auf eine Schwarze Messe zurück, die vor dem Auftritt von Girlschool abgehalten worden war und für die die Mitglieder von Mercyful Fate das Blut ihres Managers Ole Bang genutzt hatten, was "etwas" angelockt haben soll.[1] 1983 erschien Play Dirty, auf dem die Band begann ein Glam-Rock-Image zu prägen. 1984 kam es erneut zu einem Mitgliederwechsel: Johnson verabschiedete sich von Girlschool, dafür stießen Cris Bonacci und Jackie Bodimead zur Band. Bei der Veröffentlichung von Running Wild (1985) waren Girlschool mit ihrem Outfit komplett zum Glitter gewechselt. Kurz nach der Veröffentlichung ließ Bodimead die Band wieder hinter sich.

Durch einen Auftritt im Vorprogramm von Blue Öyster Cult wurde die Band Ende 1985 wieder populärer. Zusammen mit Gary Glitter schuf sie 1986 eine Neuversion von Glitters I’m the Leader of the Gang (I Am) und veröffentlichte das Album Nightmares at Maple Cross. 1987 verließ dann Weston die Band und wurde von Tracey Lamb ersetzt. Girlschool tourten in diesem Jahr mit Motörhead durch Europa und das Album Take a Bite kam auch bei der Kritik gut an. Etwas später ließ auch Lamb Girlschool hinter sich.

Als Ersatz für Lamb kam die Bassistin Jackie Carrera (ex The Flatmates) dazu. 1992 veröffentlichte die Band dann das selbst produzierte Album Girlschool, das zu einer erneuten Popularität der Band führte. Im Jahr 1993 kehrten Kelly Johnson und Tracey Lamb zur Band zurück, und im Jahre 1995 wurde das Album Girlschool: LIVE aufgenommen, mit den neuen Songs Little Green Men and Knife. Kelly und Tracy verließen die Band im Jahr 2000 wieder und Enid Williams kehrte zurück und brachte die neue Lead-Gitarristin Jackie Chambers mit.

Gitarristin Jackie Chambers live 2009

Im Jahr 2002 wurde 21st Anniversary: Not That innocent aufgenommen, produziert von Girlschool und Tim Hamill.

Im Jahr 2003 nahmen Girlschool zwei neue Songs zusammen mit drei Titeln von 21st Anniversary: Not That innocent für eine CD auf, die unter dem Namen The Second Wave: 25 years of NWOBHM bei ihrem Label Communique erschien. Die gleiche Besetzung veröffentlichte dann das Album Believe am 26. Juli 2004, wieder auf Communique Records und wieder produziert von Tim Hamill und Girlschool.

Im November 2005 veröffentlichten Girlschool ihre erste Download-Single, eine neu aufgenommene Version von Emergency und London, diese Titel sind nur dort als Download erhältlich und eine Spende für jeden Download von Emergency geht an die London Air Ambulance. Am 15. Juli 2007 verstarb das Gründungsmitglied Kelly Johnson an den Folgen einer Krebserkrankung.

2008 trat die Band auf dem Wacken Open Air und Bang Your Head auf und am 24. Oktober desselben Jahres erschien das Album Legacy. Ein weiterer Auftritt beim Wacken Open Air fand 2011 statt, wo die Band am 6. August im Bullhead City-Zelt spielte.[2]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Demolition
  UK 28 05.07.1980 (10 Wo.) [3]
Hit n’ Run
  UK 5 25.04.1981 (6 Wo.) [3]
Screaming Blue Murder
  UK 27 12.06.1982 (6 Wo.) [3]
Play Dirty
  UK 66 12.11.1983 (1 Wo.) [3]
Singles
Race With The Devil
  UK 49 02.08.1980 (6 Wo.) [3]
Hit And Run
  UK 32 11.04.1981 (6 Wo.) [3]
C’mon Let’s Go
  UK 42 11.07.1981 (3 Wo.) [3]
Don’t Call It Love
  UK 58 03.04.1982 (2 Wo.) [3]
[3]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung
  • 1980: Demolition (Bronze)
  • 1981: St. Valentine’s Day Massacre (Bronze: EP mit Motörhead)
  • 1981: Hit and Run (Bronze)
  • 1982: Screaming Blue Murder (Bronze)
  • 1983: Play Dirty (Bronze)
  • 1985: Running Wild (Mercury)
  • 1986: Race with the Devil Live (Raw Power)
  • 1986: Nightmare at Maple Cross (GWR)
  • 1988: Take a Bite (UK: GWR/US: Enigma)
  • 1989: Cheers You Lot (Metal Masters)
  • 1992: Girlschool (Communique)
  • 1995: Live (Communique)
  • 1997: King Biscuit Flower Hour (King Biscuit)
  • 2002: 21st Anniversary: Not That Innocent (Communique)
  • 2004: Believe (Communique)
  • 2008: Legacy (Wacken Records/SPV)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Girlschool – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Götz Kühnemund: A History of Horror. In: Rock Hard, Nr. 282, November 2010, S. 20-27.
  2. Wacken Open Air: Running Order 2011.
  3. a b c d e f g h i chartstats.com: Girlschool in den britischen Charts, zugegriffen am 7. November 2010