Girolamo Salieri

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Girolamo Giuseppe Bartolomeo Salieri (* 14. Juni 1794 in Legnago; † nach 1838 vermutlich in Triest) war ein italienischer Klarinettenvirtuose und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Salieri war ein Neffe des Wiener Hofkapellmeisters Antonio Salieri und studierte bei seinem Onkel in Wien, bevor er 1815 als Klarinettist an das Theater von Triest ging. Am dortigen Konservatorium wirkte er zudem als Professor für Klarinette und Bassetthorn. Zwischen 1831 und 1838 sind eine Reihe von Konzerten mit ihm dokumentiert, danach verlieren sich die Spuren. Sein Todesdatum ist nicht bekannt, vermutlich starb er in Triest.

Salieri komponierte - wie es anhand der wenigen überlieferten Werke scheint – ausnahmslos für sein Instrument. Erhalten sind neben einigen kammermusikalischen Stücken diverse Paraphrasen und Variationen über Melodien aus Opern von Gioacchino Rossini, Vincenzo Bellini und Giovanni Pacini, in denen er alle Register seines klarinettistischen Könnens aufzeigt. Sie bieten dem Solisten nicht nur Gelegenheit, mit virtuosen Läufen und Sprüngen zu glänzen, sondern beleuchten auch ausdrucksvoll die vielen Facetten der unterschiedlichen Klarinettenregister. Die Allgemeine musikalische Zeitung urteilte 1833 über sein Spiel: „[ ... ] er behandelt die Clarinette sowohl, als das unverdient immer seltener werdende Bassethorn mit grosser Umsicht und Zartheit, dass er ungescheut mit den gefeyertsten Virtuosen auf diesem Instrumente sich messen darf.“

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolph Angermüller: Antonio Salieri. Dokumente seines Lebens unter Berücksichtigung von Musik, Literatur, Bildender Kunst, Architektur, Religion, Philosophie, Erziehung, Geschichte, Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und täglichem Leben seiner Zeit. 3 Bände. Bock, Bad Honnef, 2000, ISBN 3-87066-495-9.