Gischt

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Gischt, die durch das Auftreffen von Wellen an der Küste entsteht.
Gischt auf hoher See („grüne See“). Besonders starke Gischtbildung tritt am Bug des Schiffes auf, durch das Zusammenwirken des Seegangs mit dem Schiffskörper.

Die Gischt (fachsprachlich auch: der Gischt) ist das weißliche Gemisch aus Wasser und Luft, das entsteht, wenn das Wasser natürlicher oder künstlicher Gewässer durch mechanische Einwirkung aufgewühlt wird. Derartige mechanische Einwirkungen können sein:

  • starker Wind
  • die Schraube oder der Bug eines Bootes oder Schiffes
  • Fall aus großer Höhe (z. B. bei einem Wasserfall)
  • das schnelle Strömen von Wasser gegen Hindernisse (z. B. bei Stromschnellen oder an einer felsigen Küste)

Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer dieser Einwirkungen.

Gischt tritt, je nach Stärke der mechanischen Einwirkung in verschiedenen Formen auf. Diese reichen von Schaum bis hin zu einem feinen Sprühnebel.

Das Ausmaß des Auftretens von Gischt an Wellenkämmen (Schaumkronen) kann zur Windstärkenbestimmung verwendet werden.

Befindet sich eine erhöhte Anzahl Mikroorganismen im Wasser, kann sich Gischt am Strand als Algenschaum absetzen.

Mit Luftblasen durchsetztes Wasser (z. B. in Flüssen) wird als Gischtwasser bezeichnet. Wegen des geringen spezifischen Gewichts trägt dieses Wasser Schwimmer nicht mehr und stellt deshalb eine besondere Gefahr dar.

In der Alkoholproduktion wird der Gärschaum als Gischt bzw. Gäscht bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gischt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien