Gisela Gresser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gisela Gresser (geborene Kahn, * 8. Februar 1906 in Detroit; † 4. Dezember 2000) war eine US-amerikanische Schachspielerin. Zusammen mit Mona Karff dominierte sie viele Jahre lang das Frauenschach in den USA und errang zwischen 1944 und 1969 insgesamt neunmal die Landesmeisterschaft.

Leben[Bearbeiten]

Ihr Vater Julius Kahn war ein wohlhabender Geschäftsmann und Ingenieur. Nach ihrer Collegeausbildung ließ sie sich in New York nieder und heiratete 1927 den Rechtsanwalt William Gresser. Erst im Alter von 30 Jahren erlernte sie das Schachspiel. 1940 nahm sie erstmals an der Schachmeisterschaft der USA teil, 1944 gelang ihr der erste Titelgewinn.

Sie nahm als Vertreterin ihres Landes an drei Schacholympiaden sowie der Schachweltmeisterschaft 1949/1950 in Moskau teil.

Sie tat viel für die Popularisierung des Schachs in den USA, u. a. durch Veröffentlichung von Aufsätzen in Zeitschriften wie dem Ladies' Home Journal.

1950 verlieh ihr der Weltschachbund FIDE den Titel einer Internationalen Meisterin. Als erste Frau wurde sie 1992 vom amerikanischen Schachverband United States Chess Federation in die US Chess Hall of Fame aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jennifer Shahade: Chess bitch. Women in the ultimate intellectual sport. Siles Press, Los Angeles 2005. ISBN 1-890085-09-X (insbesondere S. 222 - 228)