Giuliano I. de’ Medici

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Porträt Giuliano de’ Medicis von Sandro Botticelli. Die Taube auf dem abgestorbenen Zweig und die halboffene Tür weisen darauf hin, dass das Bild erst nach seinem Tod entstanden ist.

Giuliano de’ Medici (* 25. März 1453; † 26. April 1478 in Florenz) war der zweite Sohn von Piero I. de’ Medici und dessen Ehefrau Lucrezia Tornabuoni und Mitregent seines Bruders Lorenzo il Magnifico (1449–1492).

Am 29. Januar 1475 führte er die junge, verheiratete Simonetta Vespucci zu einem Turnier in Florenz. Er nannte sie regina de la bellezza. Simonetta wurde mehrfach von Sandro Botticelli porträtiert und gemalt.

Giuliano de’ Medici wurde zum Auftakt der Verschwörung der Pazzi im Dom Santa Maria del Fiore in Florenz von Francesco de Pazzi und Bernardo Baroncelli während der Ostermesse am 26. April 1478 ermordet.

Er ist bei seinem Bruder Lorenzo in der Medici-Kapelle der Basilica di San Lorenzo di Firenze begraben. Beider Grab ist mit der Madonna mit dem Kind von Michelangelo geschmückt.

Sein unehelicher Sohn Giulio wurde 1513 Kardinal und zehn Jahre später als Clemens VII. Papst (1523–1534).

Literatur[Bearbeiten]

  • Franco Cesati: Die Medici, Geschichte einer europäischen Dynastie. 1999, ISBN 88-85957-39-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Giuliano de’ Medici – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien