Giuseppe De Santis

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Giuseppe De Santis (* 11. Februar 1917 in Fondi (Latium); † 16. Mai 1997 in Rom) war ein italienischer Filmregisseur, der dem italienischen Neorealismus zugeordnet wird. Er ist bekannt für seine sozialkritischen Filme (z. B. Bitterer Reis, 1949), die den Ruf nach sozialen Reformen unterstützen.

Giuseppe De Santis war der Bruder des italienischen Kameramannes Pasqualino De Santis.

Er studierte zunächst Philosophie und Literatur und besuchte dann das Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Während seiner Arbeit als Journalist für Kinomagazine begann er sich für die frühen neorealistischen Filme zu interessieren. 1943 arbeitete De Santis am Script für "Ossessione" (Besessenheit / Von Liebe besessen) mit, dem ersten Film von Luchino Visconti. Als Vorlage diente der Kriminalroman "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von James M. Cain.

Von nun an arbeitete De Santis neben seiner Tätigkeit als Journalist mehr und mehr als Drehbuchautor und Regieassistent. 1947 war er bei der Produktion des Films "Caccia tragica" (Tragische Jagd) zum ersten Mal auch als Regisseur tätig. Dieser und auch die beiden folgenden Filme waren ein intensiver Ruf nach besseren Lebensbedingungen für die italienische Arbeiterklasse.

Sein dritter Film "Riso amaro" (Bitterer Reis) über eine Arbeiterin in den Reisfeldern machte aus der jungen Silvana Mangano einen Filmstar und brachte De Santis eine Oscar-Nominierung ein.

Der italienische Neorialismus endete in den frühen fünfziger Jahren, und De Santis passte sich dem veränderten Publikumsgeschmack an. Seine Filme hatten allerdings nicht mehr den kraftvollen Ausdruck und den Erfolg der frühen Jahre.

Giuseppe De Santis starb 1997 in Rom an den Folgen eines Herzinfarktes.

[Bearbeiten] Filme (Auswahl)

  • 1954 - Giorni di gloria (Tage des Ruhms / Glorreiche Tage)
  • 1947 - Caccia tragica (Tragische Jagd)
  • 1949 - Riso amaro (Bitterer Reis)
  • 1950 - Non c'è pace fra gli ulivi (Kein Frieden unter den Olivenbäumen / Vendetta / Unschuldig verfolgt)
  • 1952 - Roma ore 11 (Es geschah Punkt 11)
  • 1953 - Un marito per Anna Zaccheo (Fluch der Schönheit)
  • 1954 - Giorni d'amore (Tage der Liebe)
  • 1956 - Uomini e lupi (Frauen und Wölfe)
  • 1957 - I fidanzati della morte (Die Verlobten des Todes)
  • 1964 - Italiani brava gente
  • 1972 - Un apprezzato professionista di sicuro avvenire
  • 1995 - Oggi è un altro giorno

Im Vor- bzw. Abspann seiner Filme wurde Giuseppe De Santis manchmal auch als Giuseppe De Sanctis oder Gino de Sanctis aufgeführt.

[Bearbeiten] Bibliographie

  • 1982 - Stefano Masi, Giuseppe De Santis, Il Castoro cinema, Firenze: La Nuova Italia
  • 1983 - Antonio Parisi, Il cinema di Giuseppe De Santis: tra passione e ideologia, Roma: Cadmo

[Bearbeiten] Weblinks

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