Giuseppe Maria Crespi

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Die Firmung (um 1712)
Die Letzte Ölung (um 1710)

Giuseppe Maria Crespi (* 16. März 1665 in Bologna; † 16. Juli 1747 ebenda) war ein italienischer Maler und Radierer.

Crespi wurde von seinen Mitschülern wegen seines eleganten Auftretens lo Spagnuolo genannt, war Schüler Canutis und Cignanis, bildete sich dann durch das Studium der Carracci, der berühmtesten Venezianer, Correggios, Baroccios sowie der Natur, indem er mittels einer Camera obscura nicht nur die Leute auf der Straße beobachtete, sondern namentlich auch die verschiedenen Spiele und Widerscheine des Lichts aufzufassen suchte.

Seine Bilder sind voll solcher und anderer Seltsamkeiten. So räumte er in heroischen und heiligen Bildern nicht selten Zerrbildern eine Stelle ein, und auch in Schatten und Gewandung verfiel er oft in das Manierierte.

Seine Gemälde zeichnen sich durch Leichtigkeit der Komposition, Kraft des Ausdrucks und Lebendigkeit der Bewegung aus. In der Dresdner Galerie sind von ihm die sieben Sakramente, in der Münchner Pinakothek eine trauernde Nonne und im Wiener Belvedere der Kentaur Chiron zu sehen. Crespi starb 1747 in seiner Vaterstadt Bologna.

Gemälde[Bearbeiten]

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • Achill und der Kentaur Chiron, um 1700–05, Leinwand, 125×123 cm. Wien, Kunsthistorisches Museum.
  • Amor und Psyche, um 1707–09, Leinwand, 214×133 cm. Florenz, Galleria degli Uffizi.
  • Äneas, die Sibylle und Charon, um 1700–05, Leinwand, 129×127 cm. Wien, Kunsthistorisches Museum.
  • Bauernfamilie, um 1710, Leinwand, 57×57 cm. Budapest, Magyar Szépmüvészeti Múzeum.
  • Bethlehemitischer Kindermord, 1706, Leinwand, 133×189 cm. Florenz, Galleria degli Uffizi.
  • Blendung Polymnestors durch die Trojanerinnen, um 1700–05, Leinwand, 173×184 cm. Brüssel, Musées Royaux des Beaux-Arts.
  • Jüngling mit einer Laute, um 1700, Nischni Nowgorod, Staatliche Kunstmuseum
  • Das Gastmahl im Haus des Pharisäers, 1685–90, Leinwand, 188×248 cm. Chicago, Art Institute.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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