Givat Brenner

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31.86449722222234.8003Koordinaten: 31° 52′ N, 34° 48′ O

Karte: Israel
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Givat Brenner
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Israel

Givat Brenner (hebräisch גבעת ברנר, auch: Giv’at Brenner) bei Rechovot südlich von Tel Aviv ist nach der Zahl der Einwohner – etwa 1400 – der größte Kibbuz Israels.

Givat Brenner wurde 1928 von überwiegend jungen Menschen aus Russland und Polen auf Land der Jewish Agency gegründet und ist nach dem aus der Ukraine stammenden, 1921 ermordeten Schriftsteller Josef Chaim Brenner benannt. Die Kvutza (dt. „Gruppe“) von anfangs 33 Personen mit einigen Zelten organisierte sich als sozialistisches Kollektiv. Bald kamen in einer zweiten Einwanderungswelle Aufbauwillige aus Litauen und Westeuropa, u. a. eine Jugendgruppe Cherut (dt. „Freiheit“) aus der Nähe von Hameln. Nach und nach entstanden Obstplantagen, eine Konservenfabrik, eine Möbelproduktion, ein Betrieb zur Herstellung von Bewässerungstechnik, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen.

Einer der Pioniere von Givat Brenner, Enzo Sereni (1905–1944), fiel 1944 bei dem Versuch, jüdische Verfolgte zu retten, nach einem Fallschirmabsprung in Italien den Deutschen in die Hände und wurde im KZ Dachau ermordet. Er war als Pazifist um die friedliche Koexistenz von arabischen und jüdischen Bürgern Palästinas bemüht.

1952 spaltete sich eine Gruppe von Givat Brenner ab und gründete den Kibbuz Netzer Sereni. Anlass waren Meinungsverschiedenheiten über die Haltung zur Sowjetunion.

Der Schriftsteller Amos Oz unterrichtete an einer dortigen Schule. Der General Yitzhak Sadeh und der Historiker und Pädagoge Chaim Seeligmann sind in Givat Brenner begraben.

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