Glücksburg (Ostsee)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Glücksburg (Ostsee)
Glücksburg (Ostsee)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Glücksburg (Ostsee) hervorgehoben
54.8336111111119.5519Koordinaten: 54° 50′ N, 9° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Flensburg
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 39,7 km²
Einwohner: 5834 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24960
Vorwahl: 04631
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 113
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schinderdam 5
24960 Glücksburg (Ostsee)
Webpräsenz: stadt.gluecksburg.de
Bürgermeisterin: Kristina Franke (parteilos)
Lage der Stadt Glücksburg (Ostsee) im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte
Luftbild Stadt Glücksburg (Ostsee) an der Flensburger Förde mit dem Glücksburger Wasserschloss – Foto 2012

Glücksburg (Ostsee) (dänisch: Lyksborg, plattdeutsch: Glücksborg) ist eine Stadt in Schleswig-Holstein an der Flensburger Förde in der Landschaft Angeln, nahe dem Oberzentrum Flensburg. Sie ist die nördlichste Stadt Deutschlands.

Geographie[Bearbeiten]

Glücksburg liegt am südwestlichen Ende der Halbinsel Holnis mit ihrer Steilküste und einer Salzwiese mit einer bedeutenden Brutkolonie für Seevögel. Die gesamte Halbinsel, die sich etwa 6 km in nordöstlicher Richtung in die Flensburger Förde erstreckt, gehört zum Stadtgebiet Glücksburgs. Die Spitze von Holnis stellt den nördlichsten Festlandspunkt Deutschlands an der Ostsee dar.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Glücksburg gehören neben der Kernstadt die Ortsteile Holnis (Holnæs), Schausende (Skovsende), Bockholm (Bogholm), Ulstrupfeld, Sandwig (Sandvig), Rüdeheck, Meierwik (Mejervig) und Bremsberg. Während die meisten dieser Ortsteile von der Kernstadt räumlich getrennt sind, entstand Bremsberg 1963 als östlicher Ausbau Glücksburgs entlang der Bremsbergallee an der namensgebenden 40 m hohen Anhöhe. Diese Siedlung wurde in den 1980er Jahren erweitert. Heute leben in diesem recht zierlichen Ortsteil ca. 530 Einwohner in 374 Haushalten (2005). 1995 wurde hier das artefact eingeweiht, ein Zentrum für angewandte Technik und Entwicklungszusammenarbeit. Der sogenannte Power Park an der Westseite des Hügels widmet sich dem Umweltmanagement, den erneuerbaren Energien und dem „technologischen Fortschritt in der Nutzung von Energieressourcen“.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus der Jungsteinzeit stammen die vier Großsteingräber bei Glücksburg und das Großsteingrab Bockholm.

Einst befand sich an der Stelle des heutigen Glücksburger Schlosses das 1209 gegründete Zisterzienserkloster Rüde, Rus Regis (auch Rudekloster genannt), welches zunächst als Michaeliskloster in Schleswig und dann in Guldholm bei Böklund gelegen hatte (siehe auch Zisterzienser). Zum Kloster Rüde gehörten ein umfangreicher Landbesitz im unmittelbaren Umland sowie einiger Streubesitz. Ortsbezeichnungen mit Munk (dänisch für Mönch) wie zum Beispiel Munkbrarup, Munkwolstrup (Gemeinde Sankelmark) oder Munkmühle (bei Rinkenis am anderen Ufer der Flensburger Förde) weisen noch auf diese Verbindung hin. Vor dem Bau des Rudeklosters gab es nur das kleine Dorf Skovby (etwa Walddorf) in der Gegend des heutigen Hindenburgplatzes.[2]

Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Der Besitz fiel bei der Landesteilung 1544 zunächst an Herzog Johann den Älteren und nach dessen Tod 1581 an dessen Neffen Johann den Jüngeren, der seine Hauptresidenz von Sonderburg hierher verlegte. Die Ruinen des Klosters wurden geflutet, und inmitten des so entstandenen Sees wurde ein Wasserschloss errichtet – bis heute eines der berühmtesten in ganz Deutschland. Unter dem Schlosssee liegt noch der alte Friedhof der Mönche. Aus der Klosterzeit stammen in Glücksburg vielleicht noch die Gewölbe der alten Klosterschänke in der Großen Straße und die alten Eiben in der Rathausstraße 36.

Das Adelsgeschlecht der Glücksburger (Holstein-Sonderburg-Glücksburg), welches bis heute die Könige von Dänemark (seit 1863) und Norwegen (seit 1905) stellt (und von 1863 bis 1973 überdies auch in Griechenland), ist eine Linie des Hauses Oldenburg: Nach dem Tod des „abgeteilten Herzogs“ Johann im Jahr 1622 waren seine Besitztümer unter fünf Söhnen verteilt worden. Der westliche Teil mit dem alten Klostergut, dem Schloss Glücksburg und dem nördlich der Flensburger Förde gelegenen Landesteil im Sundewitt kam an Herzog Philipp, der damit die ältere Sonderburg-Glücksburger Linie begründete. Diese starb im Jahre 1779 aus. Damit löste sich das letzte der abgeteilten Sonderburger Herzogtümer auf. Bis 1825 blieb Glücksburg noch Witwensitz der letzten Herzogin, dann wurde es vom dänischen König dem hochadligen Offizier Wilhelm von Sonderburg-Beck übertragen, der einer jüngeren und zu diesem Zeitpunkt nicht mehr regierenden Nebenlinie des 1667 in Konkurs geratenen Sonderburger Haupthauses entstammte (ebenso wie die Augustenburger). Damit ging der Name Glücksburg auf diese Linie des oldenburgischen Hauses über, die später mit Christian IX. den dänischen Königsthron übernahm.

In den 1850er-Jahren war Glücksburg die bevorzugte Sommerresidenz des dänischen Königs Friedrich VII., des letzten Sprosses des älteren Mannesstamms des oldenburgischen Königshauses. Glücksburg hatte sich inzwischen zu einem Flecken entwickelt, der gewohnheitsrechtlich über einige Handels- und Gewerbefreiheiten verfügte. Nach dem plötzlichen Tod des Königs auf Schloss Glücksburg 1863 trat der schon 1852 nominierte Christian von Holstein-Sonderburg-Glücksburg die Nachfolge an. Bereits 1864 brach jedoch der Deutsch-Dänische Krieg zwischen Dänemark auf der einen und Preußen und Österreich auf der anderen Seite aus, und Glücksburg wurde wie das gesamte Herzogtum Schleswig preußisch. 1871 wurde Glücksburg Teil des Deutschen Reichs und blieb dies auch nach der Volksabstimmung in Schleswig von 1920.

Seit der Kaiserzeit existiert in Glücksburg ein bekanntes Seebad. Vielleicht schon 1871, spätestens aber im Jahr 1900 erhielt der Ort das Stadtrecht. Seit 1949 ist Glücksburg ein staatlich anerkanntes Seeheilbad. Auch sonst finden sich in der Umgebung hervorragende, teils recht einsame Badestrände, so insbesondere in Holnis. Zudem befindet sich rund um Glücksburg eines der größten Waldgebiete Schleswig-Holsteins.

Historische Gesellschaft Glücksburg[Bearbeiten]

Am 18. November 1987 wurde im Schloss Glücksburg von Nachfahren der herzoglichen Familie und von Helmut Ries die Historische Gesellschaft Glücksburg (HGG) gegründet, die der Pflege der Tradition von Stadt und Schloss Glücksburg dient. Sie befasst sich besonders mit der Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner und präsentiert sich der Öffentlichkeit mit Vorträgen und Veranstaltungen im Schloss Glücksburg.

Religion[Bearbeiten]

In Glücksburg bestehen evangelische Gemeinden der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Dänischen Kirche in Südschleswig. Die deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde nutzte bis in die 1960er Jahre die Schlosskapelle des Glücksburger Schlosses. In den Jahren 1963 bis 1965 entstand am Rande des Friedhofes die Auferstehungskirche.[3] Die dänische Kirche an der Paulineallé wurde 1954 eingeweiht.[4]

An der Bergstraße befindet sich die katholische Kirche St. Laurentius der Pfarrei St. Marien Schmerzhafte Mutter im Dekanat Flensburg.[5]

Die neuapostolische Kirchengemeinde wurde im Oktober 2006 aus finanziellen Gründen geschlossen und in die Neuapostolische Kirche in Mürwik eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 51,94 %
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30
20
10
0
43,73 %
22,32 %
15,37 %
13,42 %
5,16 %
Altes Rathaus von Glücksburg, im Januar 2011 abgerissen

Seit dem 1. Januar 2008 bildet Glücksburg eine Verwaltungsgemeinschaft mit der benachbarten, kreisfreien Stadt Flensburg, die die Verwaltungsgeschäfte für Glücksburg mit durchführt (Siehe Rathaus (Flensburg)). Das Glücksburger Rathaus, bis dahin Sitz der Stadtverwaltung, wurde 2011 abgerissen.

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Von den 22 Sitzen in der Stadtvertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 zehn Sitze, die SPD hat fünf Sitze, Bündnis 90/Die Grünen und der SSW haben je drei Sitze und die Wählergemeinschaft Liberale Wähler-Liste Glücksburg (LWL) hat einen Sitz.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Da die Einwohnerzahl Glücksburgs unter 8.000 liegt, musste die Hauptamtlichkeit aufgegeben werden. In der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung 2008 wurde daher eine ehrenamtliche Bürgermeisterin gewählt. Seit 2013 können Gemeinden ab 4000 Einwohner wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister wählen. Die Wahl fand 2013 statt. Somit hat Glücksburg ab dem 1. Januar 2014 wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister. Demzufolge wurde durch die Stadtvertretung auch wieder eine Bürgervorsteherin gewählt.

  • 1889–1914: Asmus Bunzen (Freikonservative Partei)
  • 1914–1919: Curt Fuhrmann
  • 1920–1922: Arthur Hardenberg
  • 1923–1924: Johannes Krancke
  • 1926–1932: Christian Carsten Christiansen
  • 1932–1933: Wilhelm Klein (DNVP)
  • 1933–1938: Harald Boysen (NSDAP)
  • 1938–1945: Carl Brandes (NSDAP)
  • 1945–1947: Victor Graf von Reventlow-Criminil (SSW)
  • 1947–1950: Kai-Uwe von Hassel (CDU)
  • 1950–1960: Philipp Petersen (erst parteilos, dann CDU)
  • 1960–1977: Hans Hansen (CDU)
  • 1977–2001: Hans-Werner Petersen (erst parteilos, dann CDU)
  • 2001–2006: John Witt (parteilos) (1. Direktwahl)
  • 2006–2007: Ellen Hackelsperger (ehrenamtliche Bürgermeisterin (CDU))
  • 2008–2013: Dagmar Jonas (ehrenamtliche Bürgermeisterin (CDU))
  • seit 2014: Kristina Franke (hauptamtliche Bürgermeisterin) (parteilos)

Bürgervorsteher[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein senkrecht gestellter roter Rost mit dem Griff nach unten.“[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Patenschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der ZOB in Glücksburg, gleichzeitig Sitz der örtlichen Bücherei

Es besteht eine stündliche Busverbindung nach Flensburg. Die früher bestehende Kleinbahnverbindung zwischen Flensburg, Glücksburg und Kappeln wurde 1952 stillgelegt. Im Zentrum der Stadt befindet sich der historische ZOB, der frühere Bahnhof der Flensburger Kreisbahn. Heute beheimatet er, neben der Haltestelle für den Busverkehr, die städtische Bücherei.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Glücksburg (Ostsee) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Der Tourismus in Glücksburg hat eine wesentliche Bedeutung für die örtliche Wirtschaft. Schon 1872 wurde Glücksburg Ostseebad.

Das Schloss Glücksburg ist ein historisches Wasserschloss, ein Ausflugsziel und Briefmarkenmotiv. Der Bau der Spätrenaissance gehört heute einer Stiftung. Es wurde 1582 unter Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg erbaut.

Das Rosarium Glücksburg wurde 1991 in einem ehemaligen Teil des Schlossparks eröffnet und beherbergt auf ca. 1 Hektar Fläche über 500 Rosensorten, darunter vorwiegend historische Sorten und Deutschlands größte Sammlung Englischer Rosen.

Ebenfalls in Glücksburg beheimatet ist die Hanseatische Yachtschule. Sie ist die größte und älteste Yachtschule Deutschlands und liegt als nördlichste der drei Schulen des Deutschen Hochseesportverbands Hansa e.V. an der Flensburger Förde. Im gleichen Hafen ist auch der Flensburger Segel-Club (FSC) beheimatet.

Neben der örtlichen dänischen Schule wird an der Nachbildung eines Eisenzeitdorfes gearbeitet. Das Projekt Lyksborg Historiske Værksted besteht seit 1996.

Heute gibt es in Glücksburg mehrere Hotels in allen Kategorien sowie zahlreiche Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze. Die Zahl der Übernachtungen lag im Jahr 2005 bei gut 250.000. Im März 2007 hat ein neues Erlebnisbad und Wellnesszentrum, die Fördeland-Therme, als Ersatz für das 1971 fertiggestellte Meerwasserwellenbad eröffnet.

  • Ostseeman Triathlon (seit 2002)
  • Glücksburger Strandmeile (jährliches Fest, 2002 bis 2012)
  • Glücksburger Fördelauf (seit 1987)
  • Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festival
  • Rosenfest im Rosarium mit Kür der Glücksburger Rosenkönigin und Rosenprinzessin (seit 2005 immer am letzten Juni-Wochenende)
  • DLRG-Fördecrossing im Juli
  • Weihnachtsmarkt im Schlosshof (immer am 1. Adventswochenende)

Seit November 2009 existiert in Glücksburg ein Waldmuseum im Glücksburger Wald.

Sprache[Bearbeiten]

In Glücksburg werden Hochdeutsch, Niederdeutsch und Dänisch gesprochen.

Bildung[Bearbeiten]

Die Schule am Kegelberg

Die Schule am Kegelberg ist Grund- und Förderschule der Stadt. Bis Ende der Neunziger war dort auch eine Hauptschule ansässig, welche jedoch wegen zu geringer Schülerzahl geschlossen wurde. Die dänische Minderheit unterhält die sechs-klassige Lyksborg Skole, in der Gorch-Fock-Straße. Ferner existiert eine Volkshochschule in Glücksburg.

Des Weiteren gibt es in Glücksburg insgesamt drei Kindergärten – zwei deutschsprachige, davon einen evangelischen, sowie einen dänischen. Der evangelische Kindergarten befindet sich, genau wie der dänischsprachige, in der Glücksburger Petersenallee, während der ADS-Kindergarten der Stadt auf dem Bremsberg seinen Sitz hat (ADS=Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig).

Die kleine Stadtbücherei Glücksburgs wird durch die Leihverkehrs- und Ergänzungsbibliothek in Flensburg unterstützt.

Sport[Bearbeiten]

Sporteinrichtungen[Bearbeiten]

Der Glücksburger Sportplatz

Glücksburg unterhält einen Sportplatz, der als kleines Stadion angelegt ist und als eine der schönsten Anlagen im Kreis Schleswig-Flensburg gilt. Daneben gibt es einen weiträumigen Grandplatz für die Fußballabteilung als Trainingsgelände, der 1982 erbaut wurde. 1983 wurde auf dem ehemaligen Fußballplatz eine moderne Mehrzweckhalle eingeweiht, die den Namen Rudehalle trägt. Einige Sparten nutzen die Turn- und Sporthalle der örtlichen Grundschule. Ein Wahrzeichen des Vereins ist die Alte Turnhalle, die in den 1920er Jahren erbaut wurde und noch heute genutzt wird.

TSV Glücksburg 09[Bearbeiten]

Der Turn- und Sportverein Glücksburg 09 e.V. feierte 2009 sein hundertjähriges Bestehen. Im Volksmund wird der Verein auch NullNeun genannt. Glücksburg 09 unterhält die Sparten Basketball (hat sich neu gebildet), Musik (Fanfarenzug), Fußball, Langlauf/ Triathlon, Leichtathletik, Handball, Gymnastik und Turnen, Karate, Badminton, Volleyball.

Die Handballabteilung verzeichnete in den 1980er und 1990er Jahren große Erfolge, nicht zuletzt unter der Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein TSV Munkbrarup. Die damalige SG Glücksburg-Munkbrarup schaffte es bis in die Handball-Regionalliga. Glücksburg 09 ist auch für seine gute Jugendarbeit im Handballbereich bekannt und konnte sogar Juniorennationalspieler hervorbringen. Nicht minder erfolgreich ist die Leichtathletik-Sparte des Vereins, die besonders im Juniorenbereich über zahlreiche Mitglieder verfügt. Deutschlands Sportart Nummer 1, der Fußball, tut sich in Glücksburg traditionell schwer. Es konnte nur selten gelingen, alle Jugendklassen zu besetzen oder im Herrenbereich über die Kreisliga hinaus zu kommen. Inzwischen hat sich die kurzfristig erfolgreiche erste Mannschaft aufgelöst. Die Fußballabteilung befand sich zwei Jahre lang komplett in der SG Nordangeln, einem Zusammenschluss von insgesamt 5 Sportvereinen. Seit 2011 gibt es wieder eine eigenständige Herrenabteilung, während die Jugendlichen Glücksburger weiterhin bei der SG Nordangeln 05 spielen. In den 1950er Jahren existierte parallel zum TSV, der FC Glücksburg, der sich aber nach ein paar Jahren wieder auflöste.[9] Aus der Jugendabteilung von Glücksburg 09 ging der spätere Fußballprofi Heiko Petersen hervor. Neu formiert bzw. noch weiter im Aufbau befindlich ist die Basketballabteilung des Vereins. Jan Holpert begann bei „NullNeun“ mit dem Handballspielen.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Im Ortsteil Meierwik war der Standort des Flottenkommandos der Marine. Von hier aus wurde die gesamte deutsche Flotte operativ und administrativ geführt. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Flottenkommando am 30. September 2012 aufgelöst. Bis zur Schließung des Standortes befindet sich in der Kaserne die Außenstelle Glücksburg des Marinekommandos.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1914: Asmus Bunzen
  • 1918: Christian Schmid
  • 1922: Siegmund Satz
  • 1924: Georg Nicolaus Kruse
  • 1963: Kai-Uwe von Hassel
  • 1982: Friedrich Ferdinand Prinz zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

Bekannte Persönlichkeiten aus Glücksburg[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Glücksburg gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Helmut Ries (1920–2009), Arzt, Buchautor, Gründer der Historischen Gesellschaft Glücksburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietrich Weldt: Ostseebad Glücksburg. Schloß, Landschaft, Stadt. Husum Verlag, Husum 1987, ISBN 978-3-88042-395-4.
  • Dietrich Weldt: Glücksburg. Seebad zwischen Schloss und Strand. Husum Verlag, Husum 2007, ISBN 978-3-89876-146-8.
  • Harald Torp: Glücksburg in der Kriegs- und Nachkriegszeit, Auszüge aus der Kirchenchronik der Kirchengemeinde Glücksburg, in: Jahrbuch des Angler Heimatvereins Bd. 25 (1961) S. 37-46.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Webseite der Stadt Glücksburg
  3. Ev-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg: Kirchengemeinde Glücksburg
  4. Dansk Kirke i Sydslesvig: Om menigheden og dens historie
  5. Katholische Kirche – Dekanat Flensburg: Glücksburg-St. Laurentius, abgerufen am 5. Januar 2013
  6. Neuapostolische Kirche Norddeutschland
  7. http://db.flensburg.de/wahlergebnisse/gluecksburg/KW2013_G.html
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  9. vgl. Quelle: Chronik 75 Jahre Glücksburg 09 Seite 41

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glücksburg (Ostsee) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Glücksburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen