Gladbeck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gladbeck
Gladbeck
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gladbeck hervorgehoben
51.5733333333336.992563Koordinaten: 51° 34′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Recklinghausen
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 35,91 km²
Einwohner: 74.011 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2061 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 45964–45968
Vorwahl: 02043
Kfz-Kennzeichen: RE, CAS, GLA
Gemeindeschlüssel: 05 5 62 014
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Willy-Brandt-Platz 2
45964 Gladbeck
Webpräsenz: www.gladbeck.de
Bürgermeister: Ulrich Roland (SPD)
Lage der Stadt Gladbeck im Kreis Recklinghausen
Bochum Bottrop Dortmund Essen Gelsenkirchen Herne Kreis Borken Kreis Coesfeld Kreis Unna Kreis Wesel Oberhausen Castrop-Rauxel Datteln Dorsten Gladbeck Haltern am See Herten Marl Oer-Erkenschwick Recklinghausen WaltropKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Gladbeck liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. Ursprünglich war Gladbeck eine kleine ländliche Gemeinde, bis Ende des 19. Jahrhunderts der Abbau von Kohle begann. Sie entwickelte sich zu einer typischen Bergarbeiterstadt des Ruhrgebietes und erhielt 1919 auch Stadtrechte. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark zerstört.

Seit den 1960er-Jahren geriet der Kohleabbau in eine Krise, 1971 wurde die letzte Zeche in Gladbeck geschlossen. 1975 gehörte die zuvor kreisfreie Stadt Gladbeck kurz zu Bottrop, diese Eingemeindung wurde jedoch bald rückgängig gemacht, und Gladbeck kam 1976 zum Kreis Recklinghausen.

Geografie[Bearbeiten]

Gladbeck liegt im Ruhrgebiet. Gladbeck gehört zur sogenannten Emscherzone, die vergleichsweise spät vom Bergbau erfasst wurde. Die Stadt ist Bestandteil des Regionalverbandes Ruhr.

Karte des Deutschen Reiches 1 : 100.000 des heutigen Gladbecker Gebietes Ende des 19. Jahrhunderts

Im Norden wird der zum Stadtgebiet gehörende Weiler Breiker Höfe von den Nachbarstädten Bottrop, Dorsten und Gelsenkirchen umgeben. Im Süden grenzt die Stadt an Essen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Gladbeck hat die folgenden Stadtteile (in Klammern die Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2013):[2]

Die alten Bauerschaften Zweckel (Norden), Rentfort (nördlicher Westen), Ellinghorst (südlicher Westen), Butendorf (Süden, Kernort einst südwestlich Gladbecks) und Braubauer (äußerster Süden) gehörten zur Gemeinde Gladbeck, die 1885 vom Amt Buer abgespalten und zu einem eigenen Amt erhoben wurde. In jenem Jahr hatte Gladbeck 4464 Einwohner und Buer selber, noch mit Horst und Westerholt, 7715.

Vom eigentlichen Zweckel wird Schultendorf durch die Eisenbahntrasse zum Bahnhof Zweckel separiert, von Rentfort-Nord im Westen trennt den Ortsteil ein 80 bis 250 Meter breiter Grünstreifen. Der Name der Siedlung beruht darauf, dass sie sich von der Lage des früheren Bauernhofs Schulte-Zweckel im Norden zur Lage von Schulte-Rebbelmund im Südsüdwesten zieht (siehe auch die nebenstehende Karte aus der Zeit des Deutschen Reiches).

Das alte Rentfort wird von Rentfort-Nord, das neben der fließenden Fortsetzung von Alt-Rentfort aus drei einigermaßen separierten Neubausiedlungen nördlich und nordöstlich dieser besteht, durch die Kirchhellener Straße bzw. Sandstraße getrennt. Von der Kernbesiedlung von Alt-Rentfort aus zieht sich eine schmalere Siedling beiderseits der Hegestraße nach Südwesten bis kurz vor das Werk der Pilkington.

Eine scharfe Abgrenzung der durch die Eisenbahntrasse in Richtung Herne bzw. Recklinghausen in zwei Segmente geteilten Stadtmitte zu Schultendorf und Alt-Rentfort bildet die Eisenbahntrasse in Richtung Buer und Marl bzw. Oberhausen.

Das in West-Ost-Richtung schmale Besiedlungsgebiet Ellinghorsts geht nach Norden dicht an Alt-Rentfort, wird jedoch abschnittsweise durch eine Bahntrasse, einen knapp 100 m breiten Grünstreifen, die Rockwool Straße und den nordöstlichsten Abschnitt der Bottroper Straße getrennt. Das Segment Ellinghorsts östlich der Bahntrasse von Oberhausen nach Marl ist unbesiedelt und endet nach Norden mit der Besiedlung von Mitte 1, während das westlichste Segment, jenseits der westlicheren Bahntrasse, nur in Süden bebaut ist.

Die beiden südlichen Stadtteile Butendorf und Brauck werden nach Nordwesten durch die B 224 von Ellinghorst und Mitte getrennt, die Trasse der A 2 wiederum trennt die beiden Ortsteile heute voneinander. Die Siedlung Rosenhügel im äußersten Südosten Braucks wie auch Gladbecks ist Teil einer zwischen 1950 und 1955 erbauten ECA-Siedlung, die sich auf (Gelsenkirchen-)Beckhäuser Gebiet fließend fortsetzt.[4] Auf Karten ist der Ortsteil in der Regel nicht namentlich deklariert.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorindustrielle Gesellschaft[Bearbeiten]

Frühgeschichtliche Funde wie das Gräberfeld von Gladbeck zeigen eine Besiedlung um 2000 v. Chr.

Zuerst erwähnt wird Gladbeck in einem Heberegister des Klosters Werden vom Anfang des 10. Jahrhunderts als Gladbeki. Am 3. Mai 1020 (richtig 1019) soll Erzbischof Heribert von Köln den Hof in Gladbeck, nachmals Allinghof, dem Kloster Deutz geschenkt haben. Hierbei handelt es sich um eine Fälschung. Belege und Nachweise bei Paul Derks: Die Siedlungsnamen der Stadt Gladbeck, 2009. Es könnte „Siedlung am glänzenden, glitzernden Bach (glad = hell, glänzend, klar; beck = bach) bedeutet haben. Da ist bei der Auflistung von Besitztümern, später ergänzt durch Notizen im Werdener Liber privilegiorum maior aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, von Gladbeki bzw. Gladebeke die Rede. Spekulationen über völlig andere Namensdeutungen (Waldbach, Gerichtshügel) sind weniger plausibel.

Das Dorf mit den fünf Bauernschaften (siehe unten) gruppierte sich um die St.-Lamberti-Kirche. Es gehörte von 1180 bis 1802 zum Vest Recklinghausen und war so die längste Zeit verbunden mit Kurköln. Nach der Zeit von Napoleon gehörte die Gemeinde Gladbeck zunächst zur Bürgermeisterei Buer und ab 1844 zum Amt Buer im Kreis Recklinghausen in der preußischen Provinz Westfalen.

Zeit des Kohleabbaus 1873–1971[Bearbeiten]

Ehemalige Berginspektion (1905), jetzt Musikschule

Die erste Zeche wurde ab 1873 abgeteuft, ab 1878 Kohle gefördert. Gladbeck schied 1885 aus dem Amt Buer aus und bildete seitdem ein eigenes Amt.[5] Im Ersten Weltkrieg gab es in Gladbeck ein Kriegsgefangenenlager, das 2005 durch den Gladbecker Lagergeldfund bekannt wurde. Die kleine Dorfgemeinde wuchs zu einer mittelgroßen Industrieansiedlung, die am 21. Juli 1919 die Stadtrechte erhielt[6] (als „jüngste Stadt Neu-Deutschlands“, wie das Lokalblatt schrieb). Sie hatte zwischenzeitlich fünf Schachtanlagen. Die Jahre 1925–1929 hatten etwas von einer kleinen Blütephase an sich, in der trotz aller Schwierigkeiten wichtige Bauvorhaben realisiert werden konnten, zum Beispiel:

1928 verdrängte der Sexualmord an dem 19-jährigen Gladbecker Abiturienten Helmut Daube den Transatlantikflug des Luftschiffes Graf Zeppelin aus den Schlagzeilen.

Wie alle deutschen Städte wurde Gladbeck nach der Machtübernahme Hitlers 1933 „gleichgeschaltet“, und zwar unter dem bereits vorher gewählten konservativen Bürgermeister Hackenberg, der sogleich in die NSDAP eintrat. Wie viele deutsche Städte wurde Gladbeck im Krieg stark zerstört, im Innenstadtbereich zu 43 Prozent. Damit zählte es zu den am stärksten zerstörten Städten im Ruhrgebiet. Der schwerste Luftangriff auf Gladbeck, bei dem über 3000 Menschen ums Leben kamen und rund 40.000 obdachlos wurden, fand am 24. März 1945 statt.[7]

Bis 1960 stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 84.000 und liegt nun bei ungefähr 77.000. Die letzte Gladbecker Zeche, Graf Moltke, wurde 1971 geschlossen, seit dieser Zeit bemüht sich Gladbeck um den Strukturwandel und kämpft gegen die Arbeitslosigkeit.

Kommunale Neuordnung und jüngere Geschichte seit 1975[Bearbeiten]

Bei der kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, kam die kreisfreie Stadt Gladbeck zusammen mit der Gemeinde Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) zur Nachbarstadt Bottrop.[8] Gegner der Neuordnung bemängelten die geringe Siedlungsgeschlossenheit an der Grenze zwischen Gladbeck und Bottrop und führten an, dass Bottrop nur wenig größer sei als Gladbeck. Ihr Slogan: „GlaBotKi is nich“.

Das Oberverwaltungsgericht Münster, das vom ehemaligen Gladbecker Oberstadtdirektor Rump angerufen wurde, befand im „Nikolaus-Urteil“ vom 6. Dezember 1975, dass Bürgernähe und höhere Verwaltungseffizienz – die Begründung für die Neuordnung – nicht gegeben seien. Die Vereinigung wurde rückgängig gemacht[8] und die Gemeinderatswahl von 1975 zum („Groß-“)Bottroper Gemeinderat für ungültig erklärt.

Seit dem 1. Juli 1976 gehört Gladbeck dem Kreis Recklinghausen an.[8] Dabei ist die Grenze mit Dorsten und daher mit dem übrigen Kreisgebiet weniger als 500 Meter lang und nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad passierbar. Wer mit dem Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln von Gladbeck in den Rest des Kreises fahren will, muss ihn vorher verlassen und Bottroper oder Gelsenkirchener Stadtgebiet nutzen, was Gladbeck zu einer „funktionalen Exklave“ des Kreises macht.

Geiselnahme von Gladbeck 1988[Bearbeiten]

Im August 1988 geriet Gladbeck bundesweit in die Schlagzeilen, als eine Bankfiliale im Stadtteil Rentfort überfallen wurde und es zu einer Geiselnahme kam. Bei diesem als Gladbecker Geiseldrama bekannt gewordenen Verbrechen starben drei Menschen.

Politik[Bearbeiten]

Blick auf das historische Rathaus von der Rentforter Straße aus

Gladbeck bildet zusammen mit Bottrop einen Bundestagswahlkreis (126: Bottrop – Recklinghausen III), direkt gewählter Abgeordneter ist Michael Gerdes (SPD).

Mit dem größten Teil von Dorsten bildet Gladbeck den Landtagswahlkreis Recklinghausen III. Bis 2010 war der direkt gewählte Abgeordnete Wolfgang Röken, seitdem ist es Michael Hübner (beide SPD).

Rat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt besteht aus 44 Ratsfrauen und Ratsherren:

(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)

In der folgenden Liste[9][10][11][12][13] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben. Die Ergebnisse für Gladbeck lauteten:

Jahr SPD CDU Linke Grüne1 BIG FDP DKP UBP Piraten
1976 56,9 32,9 4,7 5,6
1979 52,9 33,8 4,6 8,7
1984 55,2 29,6 6,8 1,6 6,7
1989 54,2 27,7 7,1 3,1 8,0
1994 44,3 34,8 9,4 5,1 1,7 4,7
1999 39,7 46,4 4,3 5,1 1,6 2,9
2004 40,6 37,1 5,9 6,2 3,6 4,5
2009 46,1 27,0 6,5 5,8 4,7 4,3 1,8
2014 47,3 25,2 6,0 5,8 2,6 2,7 1,4 2,9 2,5

Fußnote

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 21. Juli 1919 wurden dem Amt Gladbeck die Stadtrechte verliehen, seitdem gibt es einen Bürgermeister. Bis 1974/76 war Gladbeck kreisfrei, daher lautete die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Seitdem heißt er „Bürgermeister“. Seit 1994 handelt es sich um eine hauptamtliche Funktion. Der Bürgermeister ist Vorsitzender des Rates und Chef der Verwaltung.

Folgende Bürgermeister standen der Gemeinde und Stadt seit 1885 vor:[14]

Nach jahrzehntelanger Herrschaft der Sozialdemokraten, zumeist mit absoluter Mehrheit, wurde 1994 der Christdemokrat Eckhard Schwerhoff vom Rat zum (hauptamtlichen) Bürgermeister gewählt; dieses neugestaltete Amt ohne gleichzeitigen Stadtdirektor war durch eine NRW-Wahlreform vorzeitig möglich geworden. Bei den damaligen Wahlen hatten die regierenden Sozialdemokraten mit dem noch ehrenamtlichen Bürgermeister Wolfgang Röken die absolute Mehrheit nur sehr knapp verfehlt. Da der hauptamtliche Bürgermeister kraft Amtes auch eine Stimme im Rat hat, hätte ein sozialdemokratischer Bürgermeister eine Pattsituation im Rat bedeutet. Daher entschlossen sich die Grünen und die damals neue Wählervereinigung „Bürger in Gladbeck“ dazu, zusammen mit der CDU den Verwaltungsangestellten Schwerhoff zu wählen. Schwerhoff war zwar CDU-Mitglied, jedoch nicht aktiv in der Stadtpolitik in Erscheinung getreten.

Bei der Kommunalwahl 1999, als in NRW die Direktwahl der Bürgermeister flächendeckend eingeführt wurde, gelang Schwerhoff die Wiederwahl. In der Stichwahl zur Kommunalwahl vom 10. Oktober 2004, zu der Schwerhoff nicht mehr angetreten war, wurde Ulrich Roland (SPD) zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Schwarz und Gold und bekrönt mit einer roten Mauerkrone; vorne schräg gekreuzt ein goldener Schlägel und ein goldenes Eisen, hinten drei (2:1) schräge, schwarze Wolfsangeln.

Das Gladbecker Stadtwappen, in Schwarz-Rot-Gold gehalten, hat eine rote Mauerzinne als Zeichen des 1919 erworbenen Stadtstatus. Vorne sieht man ein schwarzes Feld, das die Kohle symbolisiert, darauf Schlägel und Eisen für den Bergbau. Die schwarzen Haken auf der hinteren Seite sind Wolfsangeln, die dem Wappen der Herren von Brabeck entliehen sind, die im ausgehenden 14. Jahrhundert Besitzer von Haus Wittringen waren.

Städte- bzw. Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Ferner besteht seit 1971 eine Partnerschaft zu einem Landungsbootgeschwader der Bundesmarine.[17]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Wasserschloss Wittringen
Museum der Stadt Gladbeck

Im Wasserschloss Wittringen ist das Museum der Stadt Gladbeck beheimatet. Hier sind die Sammlungen und die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Gladbecks und seiner Umgebung untergebracht. Die Sammlungen umfassen außerdem naturkundliche Gegenstände aus den Bereichen Geologie, Mineralogie, Paläontologie. Die Dauerausstellung zeichnet die Entwicklung der Region von den naturkundlichen Grundlagen des Bergbaus (Steinkohle, Blei- und Zinkerze) über die Besiedlungs- und Stadtgeschichte bis zur Gegenwart nach.

  • Der wichtigste Fund ist ein Waldwisent aus dem Gladbecker Stadtteil Brauck, eines der wenigen fast vollständig erhaltenen Skelette in Europa. Das Museum zeigt eine Kopie.
  • Das jungbronzezeitliche Gräberfeld in Ellinghorst mit einer schlüssellochförmigen Grabenanlage, zwei Kreisgräben und 203 Feuerbestattungen wird mit Objekten und Abbildungen vorgestellt.
  • Nennenswert aus der vor- und frühgeschichtlichen Zeit sind ferner ein bronzezeitliches so genanntes Typusbeil und ein Themenbereich zum Urnenfeld, das in Gladbeck-Ellinghorst gefunden wurde.
  • In der Dauerausstellung werden römische Münzen gezeigt.
  • Besonders lokaltypisch sind die Räume zur Geschichte der Zechenzeit, die für Gladbeck von 1873 bis 1971 dauerte. Ein nachgebauter Stollen sowie die Einrichtung einer Bergmannswohnung gehören dazu.
  • Mit einem Blockmodell wird die Lagerung der Steinkohle im nördlichen Ruhrgebiet erläutert, die zur Entstehung der Zechen auf Gladbecker Boden führte.
  • Ferner sammelt das Museum moderne Kunst, darunter (seit 1986) auch Computerkunst. Es besitzt unter anderem Werke von Joseph Beuys und Timm Ulrichs.

Das Museum hat auch ein museumspädagogisches Angebot: alle Themenbereiche der Sammlungen und der Dauerausstellung können für Schulklassen und Gruppen erfragt werden, beispielsweise die Ritterzeit, da das Wasserschloss Wittringen ein Rittersitz war.

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

Gladbeck, Christus-Kirche
Heilig Kreuz-Kirche Gladbeck-Butendorf

Nach Angaben der Stadt Gladbeck gehörten zum Jahresende 2013 von insgesamt 78.837 Einwohnern 48.210 (ca. 61 Prozent) einer der beiden großen christlichen Konfessionen an (28.467 katholisch (37,5 Prozent), 19.743 evangelisch (26 Prozent)). 27.627 (36,4 Prozent) gehören sonstigen Religionsgemeinschaften an oder sind ohne Bekenntnis. Die größte Gruppe unter den sonstigen Religionsgemeinschaften bekennt sich zum Islam. Wie viele Einwohner dem Islam zuzurechnen sind, ist unbekannt. Ebenso ist eine zahlenmäßige Nennung der einzelnen konfessionellen Gruppen (wie Schiiten, Sunniten oder Aleviten) wegen fehlender Angaben nicht möglich.

Bedingt durch die Neustrukturierung im Bistum Essen gibt es in Gladbeck seit dem 1. September 2007 nur noch eine katholische Großpfarrei, St. Lamberti. Diese besteht aus den sechs „Gemeinden“

Für die so genannten „weiteren Kirchen“ St. Elisabeth, Ellinghorst und Christus-König, Schultendorf, die zukünftig nicht mehr aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, liegt noch kein Verwendungskonzept vor.

Evangelische Gotteshäuser (nach der Profanierung der Lukas-Kirche in Butendorf am 4. Mai 2008 und der Markus-Kirche am 11. Mai 2008):

  • Christuskirche, Mitte
  • Martin-Luther-Kirche, Rentfort
  • Petruskirche, Brauck
  • Sankt Stephani-Kirche, Zweckel

Evangelisch-freikirchliches Gotteshaus:

  • evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Friedenskirche, Mitte

Neuapostolische Gotteshäuser:

  • Gemeinde Gladbeck-Mitte
  • Gemeinde Gladbeck-Zweckel

Neben der Moschee im Stadtteil Butendorf gibt es in Gladbeck eine Reihe weiterer islamischer Gebetsräume (konkrete Zahlen fehlen), die als solche jedoch nach außen hin nicht unbedingt in Erscheinung treten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Ehemaliges Postamt an der Postallee, jetzt ein Brauhaus
Ehrenmal zur Erinnerung an die Gefallenen der Stadt Gladbeck in den Weltkriegen
  • Bürgerhaus Gladbeck-Ost, Bülser Straße 172
  • Ehrenmal im Wittringer Wald (1932)
  • ehemalige ev. Markuskirche, an der Bülser Straße, Ecke Lindenstraße, wurde 1968 von Wittig und Janowski entworfen. Sie steht unter Denkmalschutz und hat eine markante Zeltform, einen seitlichen Turm mit klarer Architektur. 2009 wurde sie zum ersten Martin-Luther-Forum Deutschlands umgebaut. Im April 2013 gelang es dem Vorstand des Forums die Ausstellung der United Buddy Bears – The Minis nach Gladbeck zu bringen, um im Rahmen der Lutherdekade das Jahr der Toleranz zu feiern.[18]
  • Freibad (1927–1928), Schützenstraße
  • Hallenbad, Bottroper Straße
  • Innovationszentrum Wiesenbusch
  • Kath. Christus-König-Kirche im Ortsteil Schultendorf (1927–1928), von dem Gelsenkirchener Architekten Josef Franke
  • Kath. Heilig-Kreuz-Kirche im Ortsteil Butendorf, Horster Straße, (1912–1914), von Otto Müller-Jena
  • Kath. Herz-Jesu-Kirche, Kardinal-Hengsbach-Platz, in Zweckel (1912–1915), von den Architekten Ludwig Becker und Wilhelm Sunder-Plaßmann
  • Kath. St.-Josef-Kirche im Ortsteil Alt-Rentfort (1934–1935), von dem Gelsenkirchener Architekten Josef Franke
  • katholisches Stadthaus an der Humboldtstraße
  • Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zweckel im Ortsteil Zweckel (1909), Industriedenkmal, Maschinenhalle mit zwei Fördergerüsten, heute für gesellschaftliche Ereignisse buchbar
  • Mathias-Jakobs-Stadthalle, Friedrichstraße 53
  • (Ditib) Moschee, türkisch, an der Wielandstraße, 1997 gebaut, mit 25 m hohen Minarett
  • Musikschule, Am Bernskamp, 1905 als königliche Berginspektion 2 erbaut
  • Ehemaliges Postamt (1928), seit 2003 Gaststätte Brauhaus
  • Altes Rathaus, vormals Amtshaus (1908–1910), von dem Kölner Architekten Otto Müller-Jena gebaut
  • Neue Galerie Gladbeck, im Rathauspark, Bottroper Straße, ein Ausstellungsforum für junge und aktuelle Gegenwartskunst
  • Neues Rathaus, ansehnliches Backsteingebäude von 2006.
  • Stadion Gladbeck (1928), seit 1986 unter Denkmalschutz
  • Stadtbücherei, Friedrich-Ebert-Straße 8
  • Volkshochschule in der Jovy-Villa, Friedrichstraße 55
  • Wohn- und Geschäftshaus, 1911–1913 nach den Entwürfen des Düsseldorfer Architekten Emil Fahrenkamp für den Kaufmann und Gemeindevorsteher Anton Hahne, Hochstraße 35/37

Stolpersteine[Bearbeiten]

Am 31. März 2009 und am 9. Juli 2010 wurden auf Initiative des „Gladbecker Bündnis für Courage“ hin auch in Gladbeck sogenannte Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. Bei diesen quadratischen Steinen (10x10 cm) handelt es sich um umgebördelte Messingplatten auf Betonkörper im Straßenpflaster, die mittels einer eingeschlagenen Inschrift an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung im Nationalsozialismus erinnern sollen. Die Stolpersteine „liegen“ verteilt in der Stadt. Im Dezember 2012 wurden weitere Stolpersteine verlegt.

Theater, Kino und Musik[Bearbeiten]

Das Jazzival und einige andere Kulturveranstaltungen (z. B. in der Maschinenhalle Zeche Zweckel im Rahmen der RuhrTriennale) finden in Gladbeck statt. In den 1960er Jahren hatte Gladbeck fünf Kinos: Schauburg, Metropol, Rex, Apollo, Capitol. Das jetzt einzige Kino ist kommunal und befindet sich in der Stadtbücherei.

Literaturbüro[Bearbeiten]

Das Literaturbüro Ruhr e. V. ist seit 1986 in Gladbeck ansässig und vergibt in jedem Herbst den vom Regionalverband Ruhr gestifteten Literaturpreis Ruhrgebiet. Insgesamt 15.110 € erhalten die Preisträger für poetische Texte, die Bezug nehmen auf die Wirklichkeit und den Kunst-Stoff im Ruhrgebiet.

Grünanlagen[Bearbeiten]

Blick vom Gasometer Oberhausen auf Gladbeck: beim zweiten großen Schornstein rechts der Turm der Lamberti-Kirche, weiter links hell der Sparkassenturm und etwas weiter der Rathausturm. Links im Bild das Kraftwerk in Scholven.

Im Stadtgebiet werden ca. 600 ha öffentlich nutzbare Erholungsflächen angeboten. Davon sind rd. 180 ha Parks und Spielplätze, rd. 200 ha städtischer Wald und 200 ha rekultivierte, mit Wegen erschlossene Halden des Steinkohlebergbaus. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 62 Kinderspielplätze und zahlreiche Spielstationen in der Fußgängerzone in der Innenstadt. Zur Freizeitqualität tragen 34,7 ha Kleingärten und die Stadtgärten Johowstraße und Frochtwinkel/Schulstraße mit 12,5 ha Fläche bei. Zwei Stadtgartenhäuser können für private Feiern angemietet werden.

Sport[Bearbeiten]

  • Der Schwimmverein SV Gladbeck 13 stellte in der Geschichte des Schwimmsports einige Ausnahmesportler, wie den Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von Montreal 1976, Michael Kraus.
  • Die DJK Germania Gladbeck spielte 2007/2008 in der Oberliga Westfalen.
  • Der SV Zweckel spielt seit der Saison 2013/2014 in der Oberliga Westfalen.
  • Die DLRG Ortsgruppe Gladbeck e. V. bildet seit 1966 unter anderem Schwimmer und Rettungsschwimmer aus.
  • Die Herren-Handball-Mannschaft des VfL Gladbeck spielt seit der Saison 2012/2013 in der 3. Liga West.
  • Die Volleyball-Damen des Turnverein Gladbeck spielten 2009 in der 2. Bundesliga-Nord.
  • Die Wasserball-Herren-Mannschaft des SV Gladbeck 13 spielte 2010 und 2011 in der Oberliga.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am ersten Wochenende im September wird das Appeltatenfest (Apfeltaschenfest) gefeiert. Dazu wird die Appeltatenkönigin gewählt. Zudem gibt es im Mai das Stadtfest „Gladbeck Total“ sowie das Musik-Festival „Umsonst & Draussen“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

In Gladbeck ansässige Unternehmen sind u. a.:

  • CFT (Compactfiltertechnik), an der Beisenstraße in Ellinghorst, baut Entstaubungsanlagen mit 99,5 % Wirkungsgrad, hat (2010) ca. 95 Mitarbeiter.
  • Deutsche Rockwool Mineralwoll-GmbH, Steinwolleherstellung in Ellinghorst, 1100 Mitarbeiter deutschlandweit, davon 600 in Gladbeck (2011).
  • Döllken, an der Beisenstraße produziert Kunststoffkanten und hat weltweit 1200 Mitarbeiter, davon in Gladbeck (2012) 450.
  • Ehemalige GAT Katalysatoren GmbH, stellte Diesel-Rußpartikelfilter her, die nicht normgerecht waren. GAT hatte 165 Mitarbeiter an der Haldenstraße 18 und eine Zweigstelle in Eisenach. Die Gesellschaft wurde am 21. Mai 2010 insolvent.
  • Hitzing & Paetzold GmbH, im Innovationszentrum Wiesenbusch westlich des Gladbecker Zentrums zwischen dem Stadtteil Rentfort und der Autobahn A31, ist der deutsche Marktführer für Motorsteuergeräte-Reparatur und beschäftigt hier (2013) 17 Spezialisten.
  • Ineos Phenol, an der Dechenstraße in Zweckel, betreibt die weltweit größte Anlage für Phenolproduktion und beschäftigt in Gladbeck (2012) 286 Mitarbeiter.
  • Klingenburg GmbH produziert in Brauck Wärmetauscher und hat 2012 weltweit ca. 400, in Gladbeck 220 Mitarbeiter.
  • Pilkington, Glasherstellung in Rentfort
  • RBH Logistics GmbH,Güterbahnen, mit 880 (2012) Beschäftigten (mit abnehmender Tendenz) größter privater Arbeitgeber in Gladbeck
  • TCM (Tool Consulting & Management) ist ein Autozulieferer an der Haldenstr. 18 mit (2014) in Gladbeck 35 und insgesamt 480 Mitarbeitern.
  • Die russische Bank VTB Direkt mit österreichischer Hauptniederlassung hat eine Abteilung in Gladbeck. Als Postadresse wird Gladbeck benutzt.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte[Bearbeiten]

Stand 31. Dezember 2002

Gewerbe Beschäftigte
absolut relativ
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 71 0,5 %
Produzierendes Gewerbe 6.010 37,9 %
Handel 2.738 17,3 %
Gastgewerbe 271 1,7 %
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 750 4,7 %
Kredit- und Versicherungsgewerbe 389 2,5 %
Dienstleistungen für Unternehmen 1.426 9,0 %
Öffentliche Verwaltung u. ä. 840 5,3 %
Öffentliche und private Dienstleistungen (ohne öffentliche Verwaltung) 3.345 21,1 %
Gesamt 15.480 100,0 %

Flächennutzung[Bearbeiten]

Stand: 31. Dezember 2003, Angaben in Hektar

Flächennutzung Fläche
in Hektar relativ
bebaute Fläche 1.322,84 36,8 %
Landwirtschaftliche Fläche 998,31 27,8 %
Betriebsfläche 156,88 4,4 %
Erholungsfläche 202,58 5,6 %
Verkehrsfläche 473,87 13,2 %
Waldfläche 316,55 8,8 %
Wasserfläche 69,89 1,9 %
Sonstige Nutzung 49,53 1,4 %
Gesamt 3.590,45 99,9 %

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Gladbeck ist über die nachfolgend aufgeführten Autobahnen und Anschlussstellen an das Fernstraßennetz angebunden.

  • A 2 (E 34): Oberhausen–Dortmund–Hannover–Berlin (Anschlussstelle 5: Essen/Gladbeck, Anschlussstelle 4: Gladbeck-Ellinghorst)
  • A 31: Bottrop–Gronau–Emden (Anschlussstelle 41: Gladbeck)
  • A 52: Marl-Nord–Gelsenkirchen–Gladbeck (Anschlussstelle 42: Gelsenkirchen Buer-West/Gladbeck)
  • B 224: Raesfeld–Erle–Dorsten–Gladbeck–Essen–Velbert–Wuppertal–Solingen; Anschlussstelle: Gladbeck-Zentrum, Anschlussstelle: Gladbeck Schloss Wittringen, Autobahn-Anschlussstelle: Gladbeck A 2, Anschlussstelle: Gladbeck-Kösheide

Der Stadtteil Mitte wird über die Europabrücke mit den Stadtteilen Rentfort und Schultendorf verbunden.

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Gladbeck ist über den Kreis Recklinghausen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr angeschlossen. Seit Mitte 2005 gilt für Verbindungen außerhalb des VRR und innerhalb von Nordrhein-Westfalen der NRW-Tarif.

Eisenbahn[Bearbeiten]
Gladbecker Westbahnhof
Gladbecker Ostbahnhof

Gladbeck verfügt über drei Bahnhöfe:

Die Gladbecker Bahnhöfe werden von folgenden Linien angefahren
  • Regional-Express 14 „Der Borkener“:
    Essen – Bottrop – Gladbeck West – Gladbeck-Zweckel – Dorsten – Borken,
  • Regionalbahn 43 „Emschertal-Bahn“:
    Dortmund – Wanne-Eickel – Gladbeck Ost – Gladbeck-Zweckel – Dorsten,
  • Regionalbahn 44 „Der Dorstener“:
    Oberhausen – Bottrop – Gladbeck West – Gladbeck-Zweckel – Dorsten,
  • S-Bahn-Linie 9:
    Wuppertal – Essen – Bottrop – Gladbeck West – Haltern am See.

Darüber hinaus gibt es in Gladbeck ein privates Streckennetz für den Zechenbahnbetrieb der Ruhrkohle AG.

Der nächste Fernbahnhof mit ICE- und IC/EC-Verkehr ist der Essener Hauptbahnhof.

Bus und Straßenbahn[Bearbeiten]

Die Busverbindungen innerhalb Gladbecks und in die Nachbarstädte gehören zum Netz der Vestischen Straßenbahnen, mit Ausnahme der Buslinien 188 und 189, die von der Busverkehr Rheinland GmbH betrieben werden. Die ehemals vorhandenen Straßenbahnlinien 10 und 17 wurden 1976 und 1978 eingestellt.

Medien[Bearbeiten]

Die örtliche Tageszeitung ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ); bis zur Einstellung der Lokalausgabe Ende März 2006 gab es zudem die Ruhr Nachrichten (RN). Der „Stadtspiegel Gladbeck“ ist ein kostenloses Anzeigenblatt.

Das Lokalradio Radio Emscher Lippe berichtet über alle Neuigkeiten aus den Nachbarstädten Bottrop und Gelsenkirchen sowie aus Gladbeck.

Bildung[Bearbeiten]

In Gladbeck gibt es u. a. eine städtische Musikschule und eine Volkshochschule. Die Fachhochschule Gelsenkirchen in Gelsenkirchen-Buer liegt in unmittelbarer Nähe.

Ratsgymnasium, ältestes Gymnasium in Gladbeck, nahe der Stadtmitte

Weiter gibt es:

  • 15 Grundschulen
  • zwei Hauptschulen (Elsa-Braendström-Schule, Erich-Fried-Schule)

Die Bezirksregierung Münster als obere Schulaufsichtsbehörde hat am 1. März 2010 den Beschluss des Rates der Stadt Gladbeck vom 17. Dezember 2009 zur Auflösung der Gemeinschaftshauptschule Butendorf und der Gemeinschaftshauptschule Willy-Brandt zum Schuljahresende 2009/10 genehmigt. Die Klassen der jetzigen Jahrgangsstufe 7 der Hauptschule Butendorf und der Jahrgangsstufen 7 bis 9 der Willy-Brandt-Schule werden ab Schuljahresbeginn 2010/11 im Halbtagsbetrieb der Elsa-Brändström-Hauptschule geführt. Die jetzigen Jahrgangsstufen 8 und 9 der Hauptschule Butendorf werden ab Schuljahresbeginn 2010/11 im Halbtagsbetrieb von der Erich-Fried-Hauptschule übernommen. Die Hauptschule Butendorf und die Willy-Brandt-Schule sind damit mit Ablauf des 31. Juli 2010 aufgelöst.

Die Elsa-Brändström-Schule wird zum Ende des Schuljahres 2013/2014 aufgelöst, die dort noch verbliebenen Schüler sollen klassenweise von der Erich-Fried-Schule übernommen werden.

  • eine Gesamtschule (Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule, die ehemals Gesamtschule Rentfort-Nord hieß)
  • drei Realschulen (Werner-von-Siemens-Realschule, Anne-Frank-Realschule, Erich Kästner-Realschule)
  • drei Gymnasien (Heisenberg-Gymnasium, Ratsgymnasium, Riesener-Gymnasium)
  • zwei Berufskollegs (davon ein privates in Trägerschaft eines zur Caritas gehörigen Vereins), jeweils mit beruflichem Gymnasium
  • eine Freie Waldorfschule
  • zwei Förderschulen für Lernbehinderte
  • eine Förderschule für Geistigbehinderte

Im Schulzentrum Brauck sind als Ganztagseinrichtung eine Haupt- und eine Realschule untergebracht.

Die Grundschulen in Gladbeck werden ausnahmslos zu offenen Ganztagsgrundschulen ausgebaut.

Die Stadt Gladbeck betreibt vier Kinder- und Jugendeinrichtungen als außerschulische Bildungsorte:

  • Freizeittreff Karo
  • Kinderhaus Kotten Nie
  • Freizeittreff Brauck
  • Freizeittreff Rentfort

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Chronologisch nach Geburtsdatum sortiert:

Mit Gladbeck verbundene Personen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Stadt Gladbeck war Bestandteil von RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europa. Die Local Heros Woche in Gladbeck fanden vom 26. September bis 2. Oktober 2010 statt. Das ganze Jahr wurden aktive Kulturbeiträge zu RUHR.2010 ausgerichtet – dazu die großen Events SchachtZeichen, Sing und Still-Leben Ruhrschnellweg.

Kinder- und Jugend-Universität[Bearbeiten]

Gladbeck erhielt im Herbst 2006 eine Kinder-Universität. Angeboten werden verschiedene Kurse, wie zu Computern, Mathematik, Sprachen und vielen anderen Themenbereichen. Das Projekt startete am 8. September 2006. Träger der Kinder- und Jugenduniversität ist die städtische Jugendpflege.

Patenschaft in der Deutschen Marine[Bearbeiten]

Für zwei Einheiten der Deutschen Marine hat die Stadt Gladbeck die Patenschaft übernommen. Es handelt sich um die beiden Mehrzwecklandungsboote L762 Lachs und L765 Schlei der Klasse 520, die bei den Spezialisierten Einsatzkräften Marine in Eckernförde stationiert sind.[20]

Technisches Hilfswerk Gladbeck/Dorsten[Bearbeiten]

In Gladbeck ist das Technische Hilfswerk Gladbeck/Dorsten stationiert. Dieser Ortsverband hat zwei Bergungsgruppen und die Fachgruppen Beleuchtung und Wasserschaden/Pumpen. Die Unterkunft befindet sich in der Stollenstraße.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Bajohr: Verdrängte Jahre. Gladbeck unter’m Hakenkreuz. Klartext Verlag, Essen 1983, ISBN 3-88474-103-9.
  • Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2004, ISBN 3-8313-1332-6.
  • Paul Derks: Die Siedlungsnamen der Stadt Gladbeck. Sprachliche und geschichtliche Untersuchungen. 1. Auflage. Stadt Gladbeck, Gladbeck 2009, ISBN 978-3-923815-47-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gladbeck – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Bevölkerungsstatistik der Stadt Gladbeck mit Übersicht über die Stadtteile auf S. 3 und Einwohnerstatistiken auf S. 5. (Stand: 30. Juni 2013; PDF; 1,0 MB).
  3. nicht zu verwechseln mit Braubauerschaft, dem früheren Namen von Gelsenkirchen-Bismarck.
  4. Rosenhügel, derwesten.de.
  5.  Wolfgang Leesch: Verwaltung in Westfalen 1815–1945. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. 38, Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-06845-1.
  6.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 237.
  7. A. C. Grayling: Die toten Städte: Waren die alliierten Bombenangriffe Kriegsverbrechen? Goldmann, München 2009, ISBN 978-3-442-15542-2, S. 388.
  8. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 311.
  9. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1976 bis 2004.
  10. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW.
  11. Wahlergebnisse 1999 (PDF-Datei; 5,62 MB).
  12. Wahlergebnisse 2004 (PDF-Datei; 6,70 MB).
  13. Wahlergebnisse 2009 (PDF-Datei; 3,34 MB).
  14. Chronologie der Gladbecker Bürgermeister, Stadt Gladbeck
  15. a b Die referenzierte Website der Stadt Gladbeck weist für Schulte „30.03 1945 - 14.06. 1945“ und für Olejnik „14.06. - 25.10. 1946“ aus; offenbar handelt es sich um einen Fehler und ein und denselben 14. Juni, der entweder 1945 oder 1946 war.
  16. Siehe bis 2004: Rainer Weichelt: Geschichte der Stadt Gladbeck. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2004, S. 122.
  17. Gladbeck.de, Abruf am 9. Juni 2010.
  18. Buddy Bear Ausstellung am Martin Luther Forum erzielt 51 000 Euro Spenden. In: WAZ. 28. April 2013.
  19. Denkmäler. auf: heimatverein-gladbeck.de, abgerufen am 2. Juni 2013.
  20. Rainer Holstein: In einem Boot mit Lachs und Schlei. In: WAZ. 29. Dezember 2009, abgerufen am 4. Mai 2014.