Glauberg (Glauburg)

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50.3147222222229136Koordinaten: 50° 18′ 53″ N, 9° 0′ 0″ O

Glauberg
Gemeinde Glauburg
Höhe: 136 m ü. NN
Fläche: 5,47 km²
Einwohner: 1357 (2003)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 63695
Vorwahl: 06041
Museumsgebäude am Glauberg

Museumsgebäude am Glauberg

Glauberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Glauburg im Wetteraukreis in Hessen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Glauberg liegt in der östlichen Wetterau westlich des Büdinger Waldes und nördlich des Ronneburger Hügellandes an der Einmündung des Bleichenbachs in die Nidder und zu Füßen des Glaubergs, einem 276 Meter hoher basaltischen Bergrücken, der als Ausläufer des Vogelsbergs und Namensgeber des Ortes gilt.

Die Gemarkungsfläche wird für 1961 mit 547 Hektar angegeben, davon 99 Hektar Wald.

Nördlich von Glauberg liegt in etwa 1 Kilometer Entfernung mit Stockheim ein weiterer Ortsteil von Glauburg. Daneben wird Glauberg umgeben von den Orten Düdelsheim im Südosten, Enzheim im Süden, Heegheim im Südwesten und Nieder-Mockstadt im Osten.

Geschichte[Bearbeiten]

Keltenfürst vom Glauberg

Der Name des Ortes kann urkundlich bis in die Jahre 750 bis 802 als Glopurch zurückverfolgt werden.[2] Im Codex Laureshamensis III die Ortsangabe in marca Gloubero wird Glauber 844 bis 846 erwähnt.

Auf dem 800 Meter langen Plateau des Glaubergs sind Reste einer vorgeschichtlichen Festungsanlage mit ausgedehnter Ringwall- und Anschlusswallanlagen sowie Vorwerken zu finden. 1247 wird die Reichsburg Glauberg im Nordostteil des Plateaus erwähnt, die aber schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zerstört war. Ende des 20. Jahrhunderts wurde am Glauberg ein keltisches Fürstengrab entdeckt. Der Sensationsfund sorgte als Keltenfürst vom Glauberg überregional für Schlagzeilen.

Anlässlich der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde Glauberg mit der Nachbargemeinde Stockheim am 1. Juli 1971 zur neuen Gemeinde Glauburg zusammen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl bewegte sich im 19. Jahrhundert zwischen 510 und 590. Durch die Zuwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg schnellte die Zahl im Jahr 1946 auf 1120 Einwohner hoch und stieg bis im Jahr 2003 auf 1357.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landesstraße L 3183 führt als Hauptstraße und Enzheimer Straße durch Glauberg. Von ihr zweigt die Kreisstraße K 237 als Heegheimer Straße ab und überquert die Nidderauen mit zwei Brücken über die Nidder und den Mühlbach.

Am Südanstieg zum Plateau des Glaubergs liegt das Keltenmuseum Keltenwelt am Glauberg, das mit der an einem Kreisverkehr beginnenden Stichstraße K 100 für den Besucherverkehr erschlossen ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Fakten der Gemeinde Glauburg, bei Internet Archive abgerufen am 11. April 2004; seitdem wurde die Einwohnerzahl von Glauberg anscheinend nicht mehr aktualisiert
  2. Stengel, UB Kloster Fulda, S. 449 Nr. 375.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 352.

Weblinks[Bearbeiten]