Gleißhammer

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49.44611111111111.116666666667Koordinaten: 49° 26′ 46″ N, 11° 7′ 0″ O

Gleißhammer
Stadt Nürnberg
Eingemeindung: 1. Januar 1899
Postleitzahl: 90478
Vorwahl: 0911
Karte

Lage der Gemarkung 3424 Gleißhammer in Nürnberg

Gleißhammer ist seit 1899 ein Stadtteil von Nürnberg (Statistischer Stadtteil 2 - Weiterer Innenstadtgürtel W/N/O). Er liegt südöstlich des Zentrums.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Dorf ging mit der Industrialisierung in einen von Hammerwerken und metallverarbeitenden Betrieben wie dem Spielzeughersteller Bing geprägten Stadtteil über.

Die Gemeinde Gleißhammer wurde am 1. Januar 1899 in die Stadt Nürnberg eingegliedert.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zeltnerschloss

Sehenswert ist vor allem das Zeltnerschloß (auch Zeltner-Schlösschen), ein ehemaliger Herrensitz in einem kleinen, aufgestauten Weiher. Dieser erstmals 1370 genannte Sitz wurde zum Schutz eines Hammerwerks, einer frühindustriellen Wassermühle zur Blecherzeugung, errichtet. Die Anlage wurde 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört und um 1569 durch den Nürnberger Patrizier Jakob Imhoff im größeren Umfang neu errichtet. Nach mehrfachem Besitzerwechsel wurde das durch Hochwasser beschädigte Schloss 1845 vom politisch und kulturell engagierten Fabrikanten Johannes Zeltner übernommen und restauriert. Seitdem trägt es den Namen Zeltnerschloß.

Das Dach trug ursprünglich die für Nürnberger Herrensitze typischen Eckerker. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden diese allerdings nicht wieder aufgebaut. Im Zeltnerschloss befinden sich heute Wohnungen und ein Kulturladen.

Die ehemalige Siechkobelkapelle St. Peter und Paul weist wertvollen mittelalterlichen Baubestand auf. Gleichfalls in Gleißhammer liegt die 1898-1901 von Joseph Schmitz in neugotischen Formen errichtete evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Peter.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Burger/Birgit Friedel: Burgen und Schlösser in Mittelfranken. ars vivendi verlag, Cadolzburg 2003, ISBN 3-89716-379-9, S. 32.
  • Dehio: Bayern I: Franken; Deutscher Kunstverlag: München 2. Aufl. 1999; S. 717f., 779; ISBN 3-422-03051-4.
  • Günther P. Fehring/Anton Ress: Die Stadt Nürnberg. Kurzinventar; (Bayerische Kunstdenkmale 10); 2. Aufl. bearb. von Wilhelm Schwemmer; Deutscher Kunstverlag: München 1977 [unveränd. Nachdruck 1982]; S. 300-308; ISBN 3-422-00550-1.
  • Gleißhammer — ein Stadtteil verändert sein Gesicht - Die Broschüre zum Stadtteil des Geschichte Für Alle e.V., ISBN 3-930699-25-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602