Gleichen

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Gleichen in Niedersachsen; zu anderen Bedeutungen siehe Gleichen (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gleichen
Gleichen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gleichen hervorgehoben
51.46194444444410.038888888889185Koordinaten: 51° 28′ N, 10° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Höhe: 185 m ü. NHN
Fläche: 128,93 km²
Einwohner: 9063 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37130
Vorwahlen: 05592, 05508, 0551
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ
Gemeindeschlüssel: 03 1 52 011
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waldstraße 7
37130 Gleichen
Webpräsenz: www.gleichen.de
Bürgermeister: Heinz-Jürgen Proch (SPD)
Lage der Gemeinde Gleichen im Landkreis Göttingen
Staufenberg Hann. Münden Bühren Scheden Rosdorf Friedland Dransfeld Jühnde Niemetal Adelebsen Bovenden Waake Gleichen Landolfshausen Bilshausen Göttingen Seulingen Ebergötzen Bodensee Seeburg Obernfeld Krebeck Wollbrandshausen Rollshausen Wollershausen Duderstadt Gieboldehausen Rhumspringe Rüdershausen Landkreis Göttingen Niedersachsen Hessen Landkreis Northeim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz ThüringenKarte
Über dieses Bild

Gleichen ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen. Verwaltungssitz ist Reinhausen.

Bei der Namensgebung der Gemeinde Gleichen stand das beim Gemeindeteil Gelliehausen aufragende Bergpaar Die Gleichen Pate.

Geographie[Bearbeiten]

Unterrichtungstafel bei Vogelsang

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Gleichen befindet sich südöstlich von Göttingen, west-südwestlich von Duderstadt und nord-nordwestlich von Heilbad Heiligenstadt. Der größere, westliche Teil der Gemeinde liegt im Naturraum Reinhäuser Wald. Mehrere Ortsteile werden von der Garte und zum Beispiel Reinhausen vom kleinen Wendebach (mit dem Wendebachstausee) durchflossen, beides rechte bzw. östliche Zuflüsse der Leine.

das Bergpaar Die Gleichen

Im Zentrum des Gemeindegebiets befinden sich Die Gleichen, ein bis 430 m hohes Bergpaar, das sich zwischen Appenrode, Bettenrode und Gelliehausen erhebt. Beide Berge wurden einstmals von Burgen gekrönt, von denen noch Ruinen vorhanden sind.

Zu erreichen sind die Ortsteile der Gemeinde Gleichen zum Beispiel über die von der B 27 ostwärts abzweigenden Landesstraßen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile von Gleichen

Die Gemeinde entstand durch die Gemeindegebietsreform 1973 und hat 16 Ortsteile; Verwaltungssitz ist Reinhausen:

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter wurde das Gericht Altengleichen eingerichtet, ein Patrimonialgericht, das den Herren von Uslar-Gleichen untergeordnet war, die dort das Obergericht besaßen. Zu den Ortschaften zählten Gelliehausen, Benniehausen, Wöllmarshausen, Bremke, sowie die Güter Sennickerode, Appenrode, Elbickerode und Volgelsang. Ebenso wie das Amt Neuengleichen am 4. Juli 1825 aufgehoben wurde, verleibte man das Gericht Altengleichen, im Zuge der hannoverschen Gerichtsbarkeitsreform, 1852 dem Amt Reinhausen ein. Das Gericht Altengleichen besaß 1848 1988 Einwohner, 324 Wohngebäude, sowie eine Fläche von 0,432 km2.[2] Die Gemeinde Gleichen existiert seit dem 1. Januar 1973. An diesem Tag wurden die Gemeinden Beienrode, Benniehausen, Bischhausen, Bremke, Diemarden, Etzenborn, Gelliehausen, Groß Lengden, Ischenrode, Kerstlingerode, Klein Lengden, Reinhausen, Rittmarshausen, Sattenhausen, Weißenborn und Wöllmarshausen zur neuen Gemeinde zusammengeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2001, 2006 und 2011 führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
[4]
Sitze
2011
[4]
%
2006
[5]
Sitze
2006
[5]
%
2001
[6]
Sitze
2001
[7]
Gemeindewahl 2011[4][5]
 %
50
40
30
20
10
0
42,29 %
24,98 %
18,60 %
6,37 %
5,93 %
1,37 %
0,46 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-1,16 %p
-8,74 %p
+5,74 %p
-1,81 %p
+5,93 %p
-0,42 %p
+0,46 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 42,29 10 43,45 10 48,5 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,98 6 33,72 8 34,7 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 18,60 5 12,86 3 10,4 2
BsP Gleichener Wählergemeinschaft BsP Bürger statt Partei 6,37 2 8,18 2 4,5 1
FWG Freie Wählergemeinschaft Gleichen 5,93 1
FDP Freie Demokratische Partei 1,37 1,79 1 1,9
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei 0,46
gesamt 100,0 24 100,0 24 100,0 24
Wahlbeteiligung in % 67,41 69,33

Bürgermeister[Bearbeiten]

Jägersteine im Reinhäuser Wald

Der hauptamtliche Bürgermeister Heinz-Jürgen Proch wurde im September 1996 gewählt. Bei der Kommunalwahl 2006 kam es am 24. September 2006 zur Stichwahl. Heinz-Jürgen Proch (SPD) konnte sich mit 52,27 % gegenüber 47,73 % für Werner Wille (CDU) durchsetzen und bleibt somit bis 2014 im Amt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Gleichen zeigt in silber zwei grüne Hügel, auf der heraldisch rechten Flanke mit einem viereckigen, zinnengekrönten roten Turm, auf der linken mit einem roten Rundturm mit blauem Spitzdach besetzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturdenkmal Hurkutstein

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das historische Studentenlokal Mutter Jütte im Ortsteil Bremke

Theater[Bearbeiten]

Wegweiser zum Waldschlösschen im Reinhäuser Wald

Auf der Brüder Grimm-Waldbühne Bremke werden alljährlich Märchenfestspiele für Kinder aufgeführt. Aufführungszeit ist von Mitte Mai bis Mitte September. Die Waldbühne wurde 1949 von den Dorfbewohnern erbaut.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Felsen bei Appenrode

Südlich der Akademie Waldschlösschen befindet sich im Wald der Hurkutstein, der zusammen mit der auf ihm stehenden Eiche 1936 zum Naturdenkmal erklärt wurde. Dort befand sich die urkundlich überlieferte Klause des ehemaligen Benediktinerklosters Reinhausen. Der Mönch Heinrich Hufnagel errichtete um 1385 die Kapelle „Zum Heiligen Grabe“ und lebte dort als Einsiedler.

Bildung[Bearbeiten]

Nahe Reinhausen befindet sich die Akademie Waldschlösschen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Heinrich Lücke: An den Ufern der Garte. Historisches und Literarisches aus der Südostecke des Göttinger Landes. Mecke, Duderstadt 1927, S. 32.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 208.
  4. a b c http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/152011_000049/index.html
  5. a b c http://wahlen.kds.de/2006kw/Daten/GLE/6_3_000152011E.html
  6. http://wahlen.kds.de/2001kw/daten/206206rid.html
  7. http://wahlen.kds.de/2001kw/daten/206206risd.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gleichen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien